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Was passiert, wenn ich eine Arbeit ablehne?

Wer sich weigert, eine zumutbare Arbeit aufzunehmen, muss damit rechnen, dass er

  • den Zuschlag, den er als ehemaliger ALG I-Empfänger erhält, verliert und dass
  • das ALG II für die Dauer von drei Monaten um 30% gekürzt wird.

Jede erneute beziehungsweise weitere Ablehnung einer Arbeit führt zu einer weiteren Kürzung – unabhängig davon, ob eine vorherige Kürzung wirksam ist oder nicht. Das kann dazu führen, dass sich mehrere Kürzungszeiträume überschneiden. Die Minderungen werden bei Überschneidungen addiert. Überschreitet die Gesamtminderung die Regelleistung, werden die Kosten der Unterkunft und Heizung ebenfalls gemindert. Die Behörde kann dann in angemessenem Umfang ergänzende Sachleistung oder geldwerte Leistung erbringen.

Bei mehrfacher Ablehnung kann das ALG II vollständig wegfallen. Arbeitsunwillige Jugendliche unter 25 Jahren erhalten für die Dauer von drei Monaten keine Geldleistung.
Ausnahme: die Kosten für Unterkunft und Heizung, die direkt an den Vermieter gezahlt werden.