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Was zählt alles zu meinem Vermögen?

Geschrieben am Samstag, den 16. Juli 2005 um 21:17 Uhr

Der Arbeitslosengeld II-Empfänger muss hilfebedürftig sein. Hilfebedürftig ist, wer nicht selbst für seinen Unterhalt sorgen kann und auch niemanden hat, der dies tun könnte. Hier muss der Staat einspringen. Ist Vermögen vorhanden, muss dieses erst aufgebraucht werden, bevor ein Anspruch auf ALG II besteht. Zu berücksichtigen sind grundsätzlich das eigene Vermögen und das Vermögen der im Haushalt lebenden Angehörigen. Zum verwertbaren Vermögen zählen, unabhängig davon, ob das Vermögen im Inland oder Ausland vorhanden ist:


Münzen, Antiquitäten und Gemälde sind ebenfalls Vermögen. Ihren Wert muss der Arbeitslose schätzen und im ALG II-Antragsformular angeben. Bei besonders wertvollen Gegenständen muss ein Gutachten beigelegt werden. Die Kosten trägt der Arbeitslose.

Verwertbar ist Vermögen, wenn es für den Lebensunterhalt eingesetzt werden kann (z.B. durch Verkauf oder Vermietung). Nicht verwertbar sind Vermögensgegenstände, über die der Inhaber nicht frei verfügen darf (z.B. weil der Vermögensgegenstand verpfändet ist).

Ein Teil des Vermögens ist geschützt, muss also keinesfalls verwertet werden. Dazu gehören zum Beispiel:


Ist verwertbares Vermögen vorhanden, müssen Sie es nur einsetzen, wenn der Freibetrag überschritten wird. Folgende Freibeträge gibt es:


Für jedes Mitglied der Bedarfsgemeinschaft eines ALG II-Beziehers wird zusätzlich für notwendige Anschaffungen ein Freibetrag von EUR 750,00 vom zu verwertenden Vermögen abgezogen.


BEISPIEL: 
Herr Mustermann (38 Jahre) 38 X EUR 200,00EUR 7.600,00
Frau Mustermann (32 Jahre) 32 X EUR 200,00EUR 6.400,00
Freibetrag für notwendige Anschaffungen (2 X EUR 750,00)EUR 1.500,00
Freibetrag insgesamtEUR 15.500,00