| Deutlicher Rückgang bei der Zahl der Arbeitslosen |
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| Geschrieben von Christian Häussler | |
| 29.09.2006 | |
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Experten dämpfen nach kräftigem Herbstaufschwung aber die Euphorie Nach einem überraschend starken Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt haben Experten vor Euphorie gewarnt. Nach Ansicht des Instituts der deutschen Wirtschaft (DIW) darf die gegenwärtig positive Entwicklung nicht überbewertetet werden. «Der Aufschwung ist ein schwaches Pflänzlein», sagte der DIW-Arbeitsmarkexperte Hans-Peter Klös am Donnerstag im Saarländischen Rundfunk. Auch der Chef des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, geht davon aus, dass der positive Trend nur vorübergehend ist. «Mit einer strukturellen, langfristigen Änderung hat das wenig zu tun», erklärte er im Bayerischen Rundfunk. Im September ist die Zahl der Erwerbslosen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) um 134 000 auf 4 238 000 gesunken. Der Rückgang lag damit deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr waren im September 409 000 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote ging um 0,4 Punkte auf 10,1 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 11,2 Prozent gelegen. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sieht den Arbeitsmarkt im «Fahrwasser der konjunkturellen Aufwärtsentwicklung». Im September sei der in diesem Monat übliche Rückgang besonders stark ausgefallen, hob er hervor. Dagegen sieht DIW-Experte Klös in Deutschland bei der Schaffung neuer Stellen gemessen am internationalen Standard «eher ein geringes Tempo». Die Impulse für Konjunktur und Arbeitsmarkt kämen hauptsächlich vom Export. Skeptisch beurteilte am Donnerstag auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Arbeitsmarktentwicklung. Der Rückgang der saisonbereinigten Arbeitslosen um lediglich 17 000 sei «enttäuschend» und ein Hinweis darauf, dass sich das Wachstum immer mehr vom Arbeitsmarkt abkoppele. Um zu vermeiden, dass Fachkräftemangel zur Wachstumsbremse werde, müssten die Unternehmen mehr ausbilden. Die Bundesagentur hat inzwischen unter dem Eindruck der positiven Entwicklung der vergangenen Monate ihre Prognosen für das Gesamtjahr korrigiert. BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt geht nun davon aus, dass in diesem Jahr die durchschnittliche Jahresarbeitslosigkeit zwischen 4,5 bis 4,6 Millionen liegen werde. Bislang war die Aus Sicht von BA-Chef Weise zeigt sich die positive konjunkturelle Belebung vor allem in einem wachsenden Stellenangebot. In den Job-Datenbanken der BA seien bis Ende September 621 000 freie Stellen erfasst worden; das seien rund 150 000 mehr als vor einem Jahr. Rund zwei Drittel der gemeldeten freien Stellen seien Jobs in der privaten Wirtschaft. Gestützt werde die Einschätzung auch von der Erwerbstätigen-Statistik - dem statistischen Spiegelbild der Arbeitslosenstatistik: Danach sei die Zahl der Erwerbstätigen im August um 69 000 auf 39,15 Millionen gestiegen; dies seien 301 000 mehr als vor einem Jahr. Allerdings räumt BA-Vorstandsmitglied Alt auch ein, dass ein Teil der guten Arbeitsmarktentwicklung auf das Konto so genannter Ein-Euro-Jobs geht. Ende September seien rund 305 000 Langzeitarbeitslose in Ein-Euro-Jobs vermittelt worden; das seien 87 000 mehr als im Jahr zuvor. Unterschiedlich bewerten Regierungsparteien und Opposition die aktuelle Arbeitsmarkt-Entwicklung. Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) sieht am Arbeitsmarkt den Durchbruch zum Greifen nah: Aus der jüngsten Serie positiver Monats-Nachrichten «kann die Wende am Arbeitsmarkt werden», sagte der Politiker am Donnerstag in Berlin. Auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sieht die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt verfestigt. «Die neuesten Arbeitsmarktzahlen bestätigen, dass die gute Wirtschaftslage dem Arbeitsmarkt auf die Beine hilft», sagte er. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Rainer Brüderle warnte die Bundesregierung davor, «die erfreuliche Entwicklung am Arbeitsmarkt durch höhere Steuern und Beiträge zu bekämpfen.» Die Regierung pflüge das Feld um, bevor die Ernte eingefahren sei, sagte der Politiker in Berlin. Die Bundestagfraktion der Linkspartei sieht keinen Grund, die «Entwicklung der Arbeitslosigkeit zu bejubeln». Noch immer gehe die günstige Entwicklung an den Langzeitarbeitslosen vorbei. Falsche Weichenstellungen der Politik führten dazu, dass Langzeitarbeitslose auch weiterhin ohne Job blieben. Quelle: http://www.mz-web.de Diskutiere diesen Artikel in einem Forum. |
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hallo christian, wie sieht es denn aus, mit den über 470.000 menschen die das land verlassen haben, um sich eine sichere existenz im ausland aufzubauen. man kann von ca.75 % davon ausgehen, das diese leute arbeitslos waren, dunkelziffer sind es bedeutend mehr. kann man so mit den arbeitslosenzahlen manipulieren, um das volk zu zeigen, die arbeitslosen zahlen gehen zurück. ich weiß nicht. lg antonello60 |


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