| Weitere "Einsparungen" bei den Arbeitslosen |
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| Geschrieben von Christian Häussler | |
| 05.04.2006 | |
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"Kostenexplosion" bei Hartz IV: Regierung droht mit weiteren "Einsparungen" bei den Arbeitslosen Nach Meldungen der Bundesagentur für Arbeit lagen die Ausgaben für das Arbeitslosengeld II in den ersten drei Monaten um 9,7 Prozent über denen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch die Wohnkosten für Langzeitarbeitslose stiegen um knapp 25 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2005. Damit ist der Haushaltsentwurf von Finanzminister Steinbrück schon wieder Makulatur, der die Ausgaben aufgrund der geplanten "Einsparungen" der Regierung sogar niedriger als im letzten Jahr veranschlagt hat. Auf die Kommunen kämen aufs Jahr hochgerechnet ebenfalls Mehrausgaben von weiteren bis zu drei Milliarden Euro zu. Die angebliche "Kostenexplosion" kommt für die Regierung in Wirklichkeit alles andere als unerwartet. Steigt doch die Zahl der Langzeitarbeitslosen trotz aller Versprechungen, sie mit Hartz IV zu senken, kontinuierlich weiter an. Im März waren über die Hälfte (60 Prozent) aller gemeldeten Arbeitslosen, also rund drei Millionen Menschen ein Jahr oder länger ohne Job. Von dieser Hauptursache der steigenden "Kosten" ist in den Alarmreaktionen der bürgerlichen Politiker nur am Rande die Rede. Umso mehr dagegen von weiteren "Einsparungen", mit denen die Haushaltsziele bis Jahresende noch erreicht werden sollen. Die Panikmeldungen von der "Kostenexplosion" haben vor allem einen Zweck, nämlich die weitere Kürzung des Arbeitslosengeld II psychologisch vorzubereiten. Bereits im März waren Informationen durchgesickert, dass das Arbeits- und Sozialministerium eine weitere Absenkung des Das was von Kanzlerin Merkel und Arbeitsminister Müntefering unter der Bezeichnung "Mindestlohn" in die Debatte gebracht wird, ist in Wirklichkeit die staatliche Sanktionierung von Niedrigstlöhnen bei gleichzeitiger weiterer Verarmung der Arbeitslosen und ihrer Familien, um sie zur Annahme solcher Arbeitsplätze zu zwingen. Verbunden ist das mit weiteren Maßnahmen zur Senkung der ALG-II-Ausgaben. Es häufen sich Meldungen über verstärkte Zwangsumzüge. Im Bericht von der Duisburger Montagsdemonstration in dieser Woche heißt es dazu: "Die Das ist es also, was die "Reformoffensive" der Merkel/Müntefering-Regierung den Arbeitslosen und ihren Familien beschert. Vor diesem Hintergrund ist es zu begrüßen, wenn sich den Montagsdemonstrationen wieder mehr Menschen anschließen, die gegen die menschenfeindliche Hartz-IV-Politik, aber auch gegen die gesamte Regierungspolitik Front machen wollen. Quelle: http://www.rf-news.de/rfnews/aktuell/Politik/article_html/News_Item.2006-04-05.5946 Diskutiere diesen Artikel in einem Forum. |
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| Letzte Aktualisierung ( 06.04.2006 ) |
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