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Der Fall "Henrico Frank"
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Politisches
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THEMA: Der Fall "Henrico Frank"
#12393
Der Fall "Henrico Frank" vor 10 Jahren, 11 Monaten Karma: 0
Hallo Leute,

mit Verwunderung stell ich fest, das der prominenteste Arbeitslose (oder Arbeitssuchende?) Deutschlands, mit keiner Silbe hier zu finden ist.

Deshalb meine Frage, was haltet ihr eigentlich von der ganzen Sache?

Yogi:whistle:<br><br>Post ge&auml;ndert von: Yogi, am: 20/12/2006 20:45
Yogi
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#12397
Re: Der Fall "Henrico Frank" vor 10 Jahren, 11 Monaten Karma: 0
Doch Yogi!

Ab heute
im Thread &quot;Kurt Beck gibt uns am 2. Januar einen Job!&quot;


alles Liebe
Perestroika
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#12408
Re: Der Fall "Henrico Frank" vor 10 Jahren, 11 Monaten Karma: 0
Hier vielleicht ein paar interessante Meldungen. Die Berliner Zeitung (s.u.) schreibt gar normal über den Fall.

Denn egal, was die Langzeitarbeitslosen tun: Sie bestätigen immer die Vorurteile vom Faulenzer.

Die Langzeitarbeitslosen sitzen in der perfekten PR-Falle und Henrico F. ist das exemplarische Opfer. Hätte er weiter seinen neuen Seitenscheitel gepflegt und gehorsam ein Jobangebot angenommen, dann hätte er für alle Ewigkeiten verbürgt, wie recht Beck doch hatte: ein bisschen rasieren und schon hätte jeder Langzeitarbeitslose eine Stelle. Alle anderen 2,6 Millionen müssen also selbst schuld sein.

Seitdem Henrico F. seinen Scheitel wieder wachsen lässt, ist ebenfalls klar, dass Langzeitarbeitslose nichts taugen. Die Erwerbslosen sind schlicht machtlos gegen eine Gesellschaft, die es sich bequem machen will. Und nichts ist bequemer, als Opfer in Täter umzudeuten.

http://www.taz.de/pt/2006/12/21/a0135.1/text


Dem Herrn Beck den Rücken stärken

Wenn Henrico Frank schon länger arbeitslos ist, warum erhielt er dann diese Arbeitsangebote nicht schon früher? Wer sich einmal näher mit den Stellen befasst, wird hierauf vielleicht eine Antwort finden. Unabhängig davon, dass es sich bei einer Stelle um einen Platz im Niedriglohnsektor (5,50 Euro je Stunde) handelte und bei einer anderen kein konkreter Arbeitsplatz zur Verfügung stand sondern lediglich ein Coaching angeboten wurde - die Arbeitsplätze wurden von einigen Arbeitgebern nicht etwa schon längerfristig ausgeschrieben, sondern aus Sympathie gegenüber Kurt Beck gemeldet.
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&quot;Er (Kurt Beck) hat ausgesprochen, was alle denken&quot;, sagt Susann Schmand von der Firma Wöbau in Wörrstadt. Die Firma, die von ihrem Gatten geleitet wird, würde Frank als Baufachhelfer einstellen, jetzt wo er nicht mehr &quot;so verloddert&quot; aussehe. &quot;Wer wirklich arbeiten will und ordentlich auftritt, der findet auch Arbeit&quot;, sagt sie. Genau das will sie nun mit ihrem Jobangebot für Henrico Frank beweisen.
[extern] Tagesspiegel
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&quot;Wissen Sie, auch wenn es nur der Müll ist, den man abholt, ein gepflegtes Äußeres ist schon wichtig&quot;, so Hans-Jürgen Kilb vom Stadtreinigungsunternehmen Kilb, der Henrico ebenfalls eine Arbeit anbot und somit die gleiche Ansicht vertritt wie auch Susann Schmand und Herr Beck. Aber warum waren die Stellen dann von der Firma nicht vorher ausgeschrieben? Es ist eher unwahrscheinlich, dass es lediglich Aspiranten gibt, welche so &quot;verloddert&quot; aussehen, dass sie nicht in Frage kommen. Die Tatsache, dass sie eben diese Stellen anboten, um Kurt Beck zu bestätigen, zeigt, dass die Annahme Becks eben nicht stimmt: Es reicht nicht, nur ordentlich auftreten und Arbeit zu wollen, man muss wie in diesem Fall auch kurzfristig in der Öffentlichkeit stehen und politisch interessant sein.
....

So gesehen konnte Henrico Frank nur verlieren: nimmt er die Jobs an, so zeigt sich &quot;Kurt Beck hat recht&quot;, nimmt er sie nicht an, sind eben alle Arbeitslosen faul und wollen nicht arbeiten, wie man ja sowieso &quot;schon immer wusste&quot;.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24286/1.html


Weiter:

-&gt;berliner-zeitung

-&gt;www.taz.de

.
Perestroika
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