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Problem mit InkassoFirma bzgl. Schwarzfahren
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THEMA: Problem mit InkassoFirma bzgl. Schwarzfahren
#7859
Problem mit InkassoFirma bzgl. Schwarzfahren vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
Hallo,

und zwar geht es um folgendes:

Vor kurzem bekam ich von der Firma Süd-Westdeutsche Inkasso GmbH einen Brief, in dem eine Zahlungsaufforderung über 40 EURO plus Mahngebühren für das Benutzen eines öffentlichen Verkehrsmittels enthalten war.
Ich sei am xx.03.2006 ohne Fahrschein angetroffen worden und solle nun die Gebühr zahlen.
In dem Brief war darüber hinaus auch ein Extrablatt enthalten, auf dem verschiedene Gründe für das evtl. NICHT-Bezahlen der Strafe aufgeführt waren, darunter auch der Grund: „Ich habe die Dienstleistungen der Berliner Verkehrsbetriebe nicht in Anspruch genommen“ ,weiter unten dann ein Feld zur Unterschrift.
Ich hab den oben genannten Grund angekreuzt, unten unterschrieben und das Ganze zurückgesendet.
Nun bekam ich wieder Antwort vom Inkasso-Unternehmen:

„Bei einer Fahrausweisprüfung am xx.03.2006 wurden folgende Personalien angegeben: mein Name, mein Vorname; mein Geburtsdatum, meine Strasse mit Postleitzahl.
Die Angaben werden in der Regel durch Vorzeigen des Personalausweises oder durch das Landeseinwohneramt während der Kontrolle bestätigt.
Wir entnehmen ihren bisherigen Angaben, dass eine dritte Person die o.g. Personalien missbraucht haben soll, um sich seiner Zahlungspflicht zu entziehen.
Sicher haben auch sie Interesse daran, den Berliner Verkehrsbetrieben bei den Ermittlungen behilflich zu sein. Zur Vermeidung von erneutem Namensmißbrauch ist es notwendig Ihre persönlichen Daten (Namen, Vornamen, Geburtstdatum) in der Abgleichdatei der BVG für die Dauer eines Jahres nach Vorfall zu speichern.
Hierzu benötigt die BVG ihre Einwilligung. […] … bitten wir sie, die diesem Schreiben beigefügte Versicherung (*) & die freiwillige Erklärung zu Speicherung ihrer Daten der BVG innerhalb von 10 Tagen […] zurückzusenden.
Beim Ausbleiben des Antwortschreibens sieht sich unser Auftraggeber veranlasst, die gebotenen zivilrechtlichen –und/oder strafrechtlichen Maßnahmen zur Klärung der Angelegenheit in die Wege zu leiten.“

* Hiermit versichere ich, dass ich an dem oben genannten Tattag kein Verkehrsmittel der BVG ohne gültigen Fahrausweis genutzt habe […].

So, also ich empfinde das ganze Schreiben als eine einzige Frechheit, denn 1. ist es wohl überflüssig zu erwähnen, das ich nicht in eine Kontrolle gekommen bin, 2. kann keine Ausweiskontrolle erfolgt sein, denn meinen Personalausweis besitze nur ich, gebe Ihn nicht weiter und er ist mir auch nicht gestohlen worden. 3. und das ist meine eigentlich Frage: Was soll ich tun? Wie verhalte ich mich jetzt korrekt? Versicherung unterschreiben? Datenspeicherung zustimmen? (Was soll das eigentlich bringen? Den Übeltäter, der mich da offenbar nicht leiden kann, bekommen die doch sowieso nicht und mir entstehen unter Umständen noch Nachteile?!). Ich beziehe allerdings auch ALGII und kann mir keinen Rechtsstreit leisten.
mrripper2k
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graphgraph
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#7883
Re: Problem mit InkassoFirma bzgl. Schwarzfahren vor 11 Jahren, 6 Monaten  
HI

ersteinmal: für diese Inkasso Gmbh nix weiter ausfüllen - unterschreiben- bitte überhaupt nichts mehr. Bevor du nicht einiges geklärt hast.
Wozu sollst du deine Daten für 1 Jahr abspeichern lassen, wenn ein netter Bekannter deinen Namen und Adresse zum Schwarzfahren nutzt, hilft dir dies ja auch nicht. Mir scheint das auch nicht ok zu sein, weil du ja ausdrücklich um die Erlaubnis gefragt wirst, und damit auf das Datenschutzgesetz Rücksicht genommen wird. Läge tatsächlich eine "Straftat" vor, müßte dieser Weg nicht eingeschlagen werden.
Womöglich bringst du dich dadurch wirklich erst in "Teufels Küche".

Dann sofort und umgehend persönlich mit dem Schreiben des Inkassobüros zu den örtlichen Berliner Verkehrsbetrieben, bei denen du schwarz gefahren sein sollst.
Abklären, ob diese Verkehrsbetriebe überhaupt diese Firma beauftragt haben, die Gebühren einzuziehen und du möchtest bitte "deine aufgenommenen Personalien" sehen. Darüber müssen ja Unterlagen bei den Verkehrsbetrieben existieren.

Nicht das dieser ganze Vorgang eine ganz miese Betrugsgeschichte ist, um an dein Geld und das Anderer zu kommen.

Wenn Betrug: sofort bei der Polizei Strafanzeige stellen.
Du hast als Alg2ler auf jeden Fall die Möglichkeit beim Amtsgericht einen Beratungsschein zu beantragen (kostet wohl 10 Euro), und dann einen Rechtsanwalt zur Beratung zu konsultieren, diese ist dann kostenfrei.
Sollte es tatsächlich so weit kommen, daß ein Verfahren eingeleitet wird, so steht dir bei deinem Einkommen PKH (Prozeßkostenhilfe) zu.

Eine andere Möglichkeit: an die Öffentlichkeit gehen.
Ich denke dies wäre ein interessantes Thema für Verbrauchersendungen wie Markt, ARD-Ratgeber etc. oder sogar die Blöd-Zeitung (dort gibt es doch auch eine Abteilung: wir stehen für ihr Recht ein).
Einfach mal über google an die Sender gehen und per mail deinen Fall dort schildern.
Meist lösen sich solche Geschichten nach Einschalten der Öffentlichkeit und Presse ganz schnell.

mfg kittie
kittie

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