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Aufforderung z. Senkung Unterkunftskosten
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KdU & Wohnraum
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THEMA: Aufforderung z. Senkung Unterkunftskosten
#9340
Aufforderung z. Senkung Unterkunftskosten vor 11 Jahren, 5 Monaten  
Hallo alle zusammen,

bin mehr durch Zufall hier gelandet, frei nach dem Motto: Im Internet findet man für alles Hilfe.

Ich habe eine selbst genutzte Eigentumwohnung, Unterkunftskostenstufe ist lt. Agentur 280,00 €
Da ich noch im ersten halben Jahr ALG II bin, wird derzeit "voll" bezahlt, das sind 325,51 € (Schuldzinsen und NK)
Und zwar 276,77 € Zinsen (Abtrag) und 48,74 € NK und 53 € Heizung.
Weniger bezahlen will das Amt nun wegen Unangemessenheit (70 statt 50 qm und Möglichkeit, den Dachboden auszubauen) 45,51 € im Monat.

Vorschlag vom Amt, wie man reduzieren kann, waren: Vermieten oder Vorsprache bei der Bank, die Zinsen zu senken - kommt aber leider beides nicht in Frage.

In dem Schreiben steht, dass die Kosten so lange Berücksichtigung finden, wie es unmöglich ist, die Kosten durch Umzug oder Vermieten zu senken.

Ergänzend noch: Ich bezahle für Heizung über 100,00 € im Monat, bekomme aber nur 53,00 € erstattet.

Wie kann ich am Besten hierauf reagieren?
ZumHaareRaufen

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#9343
Re: Aufforderung z. Senkung Unterkunftskosten vor 11 Jahren, 5 Monaten Karma: -6
Die Angemessenheitsgrenze liegt bei einem Wohnhaus bei 130m² und einer Eigentumswohnung bei 120m², ist dies nicht der Fall wird geprüft ob Teile des Wohneigentums "verwertbar" sind z.b. durch Untervermietung. Die Mieteinnahmen werden allerdings gleichzeitig mit als Einkommen angerechnet, kommt keine Vermietung zustande wird die Mieteinnhame trotzdem als fiktiv mit angerechnet.
So ein um und Ausbau kostet dich aber auch wieder viel Geld und ich glaube nicht das sich das Amt daran beteiligen möchte oder du findest jemanden mit dem Du als WG zusammen wohnen möchstest, Gruß tammy
Tammy
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graphgraph
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Wir brauchen mehr Arbeitsplätze, nicht mehr Druckmittel gegen Arbeitslose ( Heinrich Franke)
 
#9345
Re: Aufforderung z. Senkung Unterkunftskosten vor 11 Jahren, 5 Monaten  
hallo!

ich würde mich an deiner stelle von einem anwalt für sozialrecht beraten lassen, beratungsschein gibt es beim amtsgericht,der ist kostenlos und mit dem schein gehst du zu einem anwalt für sozialrecht und läßt dich beraten,denn du bist garnicht in der lage unterzuvermieten ect,hatte genau den selben fall,habe die sache an den anwalt abgeben und sie ohne gerichtsverhandlung erreicht das die unterkunftskosten in voller höhe weiter bezahlt werden.

hoffe du hast erfolg!

gruß frank
Franky

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#9346
Re: Aufforderung z. Senkung Unterkunftskosten vor 11 Jahren, 5 Monaten  
hallo!

habe hier noch ein urteil für dich !Landessozialgericht Berlin-Brandenburg

Grundsatzurteil:
Arbeitslose Eigenheimbesitzer können höheres Arbeitslosengeld II verlangen
Mit einem Grundsatzurteil hat kürzlich das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg erstmals zu der umstrittenen Frage Stellung genommen, ob die Bezieher von Arbeitslosengeld II auch die Kosten für die Finanzierung und den Unterhalt eines Eigenheims als Teil des Arbeitslosengelds II verlangen können (Aktenzeichen: L 10 AS 103/06).

Dabei hat das Landessozialgericht entschieden, dass das bisher gewährte Arbeitslosengeld II für diesen Personenkreis zu niedrig bemessen war. Geklagt hatte ein Ehepaar aus Brandenburg, dem ein Einfamilienhaus mit etwa 91 qm Wohnfläche gehört, das noch mit beträchtlichen Krediten finanziert wird. Die für das Arbeitslosengeld II zuständige Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung hatte bis zum Juni 2005 auch die Finanzierungskosten sowie die Betriebs- und Nebenkosten für das Haus als Teil des Arbeitslosengelds II gezahlt. Ab Juli 2005 wurde dann der Zahlbetrag erheblich gesenkt, weil jetzt nur noch die Kosten für eine (fiktive) 65qm- Mietwohnung gezahlt wurden.
Mit dieser Klage hatte das Ehepaar jetzt bei dem Landessozialgericht teilweise Erfolg.
Die Richter entschieden, dass die Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung die
tatsächlichen (vollen) Betriebs- und Nebenkosten zahlen muss. Für die
Finanzierungskosten gelte das aber nicht: Hier dürfe eine Vergleichsmiete in Ansatz gebracht werden. Alle diese Kriterien seien sowohl auf Häuser als auch auf Eigentumswohnungen anzuwenden.
Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falles hat das Landessozialgericht die Revision zum Bundessozialgericht zugelassen.

Quelle: Presseerklärung vom 12. Mai 2006
Franky

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#9347
Re: Aufforderung z. Senkung Unterkunftskosten vor 11 Jahren, 5 Monaten  
hallo!

hier noch eine info!

Arbeitslose, die im Eigenheim leben, haben unter Umständen Anspruch auf ein höheres Arbeitslosengeld II. ARAG Experten verweisen dabei auf ein aktuelles Urteil: Betroffene können die Kosten für die Finanzierung bis zur Höhe einer Vergleichsmiete und die vollen Betriebs- und Nebenkosten für ihr Wohneigentum als Unterstützungsleistung verlangen.


Ein Ehepaar aus Brandenburg hatte geklagt, weil die zuständige Arbeitsgemeinschaft (ARGE) ihnen die Zahlung von 800 Euro monatlicher Kostenbeteiligung für ihr Haus verweigerte. Die Richter vertreten jedoch die Auffassung, dass ihr Eigentum unter das geschützte Vermögen falle. Die ARGE wurde somit verpflichtet, die vollen Betriebs- und Nebenkosten für das bewohnte Haus zu übernehmen, die Kosten der Finanzierung seien jedoch auf eine Vergleichsmiete beschränkt. Wegen der Bedeutung des Falles hat das Landessozalgericht Berlin-Brandenburg die Revision zum Bundessozialgericht zugelassen (AZ: L 10 AS 103/06).

Quelle: www.versicherungs-nachrichten.de/rechtss...wohneigentuemer.html
Franky

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#9401
Re: Aufforderung z. Senkung Unterkunftskosten vor 11 Jahren, 5 Monaten  
Herzlichen Dank für eure spontane Hilfe, jetzt bin ich doch um einiges schlauer und weiß, wie ich die Angelegenheit anfassen kann
ZumHaareRaufen

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