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nachträgliche Aberkennung der Miete
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KdU & Wohnraum
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THEMA: nachträgliche Aberkennung der Miete
#2736
nachträgliche Aberkennung der Miete vor 11 Jahren, 11 Monaten  
Hallo alle zusammen,

ich hab da ein Problem. Ich bin seit 2J. 8M. arbeitslos
und bekomme seit 1.1.05 Alg II. Ich wohne in einer 2 Zi. Wohn.,Bj.59, 45m²,Miete 398,-(368,- Miete + NK. Hzg. 30,-) und das seit 13 Jahren. Die Miete wurde mir von Anfang an anerkannt und ich habe den vollen Satz erhalten. Ich bekam keine Frist für einen Umzug, kein Brief über irgendwelche Bedenken seitens der ARGE. Doch jetzt bekam
ich ein Brief mit dem Hinweis, ich zitiere

"der festgesetzte Mietzins in Höhe von 368,- liegt über der in Nürnberg festgesetzten Mietobergrenze für eine Person.Wir beabsichtigen die Mietobergrenze festzusetzen. Sie schreiben weiter, daß sie die Miete nur für 6 Monate anerkennen. Die ARGE bittet mich Ihnen mitzuteilen, ob die Wohnung kernsaniert ist (d.h. neue Fenster, neue Heizung etc.)Es ist eine Bestätigung vom Vermieter nötig. Außer meiner Duschwanne, wurden die Fenster und die Heizung vor meiner Zeit gemacht

Meine Frage ist: Darf die ARGE im nachhinein die Miete aberkennen und mir nur 297 ,- Miete zuerkennen, was ein Verlust für mich wäre, oder noch schlimmer, muß ich ausziehen?
Spanickel

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#2738
Re: nachträgliche Aberkennung der Miete vor 11 Jahren, 11 Monaten  
Hallo Spanickel,

alles über die Kosten der Unterkunft findes du hier:

www.arbeitslosen.info/content/view/198/10/

Du bekomst ab den 01.01.05 ALG II. Da war für die ARGEN das gesamte Thema Harz IV noch neu. Aus diesem Grunde hast du Anfangs noch Glück gehabt und dir wurden die Kosten der Unterkunft noch bewilligt.

Nunmehr findet alle 6 Monate eine neue Überprüfung deiner Lebensverhältnisse statt und auch die Sachbearbeiter der ARGEN sind ein wenig schlauer geworden ;)Der Bedarf wird somit alle 6 Monat neu ermittelt.

Die Argen bewilligen nur noch die Miete nach dem ortsüblichen Mietspiegel; bei uns ist das ca. 5 € pro qm.

Damit du genügend Zeit hast dir eine neue Wohnung zu suchen, bekommst du eine Frist von 6 Monaten. Bis dahin wird deine Miete in der von dir genannten Höhe bewilligt.

Leider ist seit Harz IV die Situation für viele bedeutend schlechter geworden.

Du kannst versuchen, deinen Vermieter zu überreden, die Miete "sozialamtsfähig" zu machen. D. h., dein Vermieter muss mit der Miete runter gehen. In unsere Stadt machen das gerade diese Vermieter, die ihre Wohnungen schlecht vermietet bekommen

Sollten noch Fragen offen sein, melde dich bitte.

Gruß
Remhagen
Remhagen

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#2742
Re: nachträgliche Aberkennung der Miete vor 11 Jahren, 11 Monaten  
Danke, ich habs gelesen.

Trotzdem habe ich noch Fragen.
Erstens: So wie ich den Brief verstanden habe, wollen die bis zum 22.12. eine Bestätigung vom Vermieter, wann die Kernsanierung war. Was hat das mit der Ermittlung der Miete und den Nebenkosten zu tun? Ich meine, wenn die mir eine Frist geben wollen, dann sollen sie es doch tun. Oder könnte es doch toleranterweise positiv ausgehen?

Zweitens: Mit welchem Argument soll ich denn mein Vermieter überzeugen?. Es ist eine Versicherungsgesellschaft. Das sagt schon alles. Denen ist es egal, wenn eine Wohnung ein paar Monate leer steht.

Drittens: Was ist bei einer Gesamtmiete von 398,- wahrscheinlicher,das sie nur 297,- übernehmen oder muß ich umziehen? Und wer bezahlt mir den Umzug? Gibt es da Hilfen?

Viertens: Es gibt doch meines Wissens eine Toleranzgrenze. Meine Kaltmiete ist ja immerhin noch unterhalb der Obergrenze. Die Nebenkosten sind halt so hoch u.a. für die Stadt (Müllabfuhr etc.)Ist das von Stadt zu Stadt verschieden oder sind die alle so?
Spanickel

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