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Wie lange müssen Eltern zahlen?
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THEMA: Wie lange müssen Eltern zahlen?
#3938
Wie lange müssen Eltern zahlen? vor 11 Jahren, 10 Monaten  
Hallo erstmal! Ich hab mal eine kleine Frage: Ich bin 31 Jahre alt und wohne zusammen mit meinen Eltern und meinem berufstätigen Bruder in einem Einfamilienhaus, das meinen Eltern gehört. Da ich keinen Mietvertrag mit meinen Eltern habe, habe ich auch noch nie Miete von der ARGE bekommen, das ist aber auch nicht das Problem. Das Problem ist, dass die ARGE mir jetzt auch noch die 345,- € auf rund 190,- € runtergekürzt hat, mit dem Hinweis, dass meine Eltern und mein Bruder ja für mich aufkommen können. Und das obwohl ich mehrere von meinen Eltern und meinem Bruder unterschriebene Bescheinigungen eingereicht habe mit der Bestätigung, dass sie mich NICHT finanziell oder in Sachleistungen unterstützen.

Es sieht jetzt also so aus, dass ich insgesamt ca. 190,- € von der ARGE bekomme, von denen ich 150,- € Verpflegungsgeld an meine Eltern zahle. Nach Abzug von Kontoführungsgebühren und Versicherungsprämien bleiben mir monatlich ca. 20,- € zum Leben.

IST DAS KORREKT??? Wie lange müssen meine Eltern für mich zahlen? Bis in alle Ewigkeit? Für Hilfe wäre ich sehr Dankbar!!!
Knuddel

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#3939
Re: Wie lange müssen Eltern zahlen? vor 11 Jahren, 10 Monaten  
Hallo Knuddel,

du hast völlig recht !!!!

Lege sofortigen Widerspruch gegen den Bescheid ein !!!

Mit 31 Jahren bildest du eine eigene Bedarfsgemeinschaft und nicht deine Eltern mit dir.

Mein Tipp:

1. Widerspruch einlegen.
2. Mietvertrag mit den Eltern machen ( wenn die es so haben wollen bitte )
3. Nebenkosten müssen anteilig getragen werden ... also Bescheinigungen über Heizkosten,Abwasser,Kanal,Müll,Schornsteinfeger etc. einreichen.
4. Solltest du rechtlichen Rat brauchen, so hast du die Möglichkeit dir beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungsschein ausstellen zu lassen dieser ist Kostenfrei und man bekommt diesen in der Regel sofort mit.

Also wenn die mit solchen Mitteln hier die Leute abziehen, dann hole dir das was dir gesetzlich zusteht.

Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

Liebe Grüße
Sabrina
Sabrina

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#3942
Re: Wie lange müssen Eltern zahlen? vor 11 Jahren, 10 Monaten  
hallo knuddel! ich würde dir raten,gegen den bescheid in widerspruch zu gehen.
du hast natürlich auch die möglichkeit dagegen mit einem anwalt für sozialrecht vorzugehen,was ich dir empfehlen würde. die argen versuchen immer wieder die arbeitslosen unter druck zu setzen und meinen sie wehren mit ihrem bescheiden im recht aber genau das gegenteil ist der fall,es geht den argen nur darum so viel geld wie möglich zu sparen.
wegen die kosten für den anwalt,gehst du am besten zu eurem zuständigen amtsgericht und besorgst dir einen beratungsschein der ist kostenlos und gehst mit dem zu einem anwalt für sozialrecht und schilderst dem dein fall. der kann auch wenn nötig für dich prozesskostenbeihilfe beantragen,frage deswegen ruhig mal nach. ich sage mal,das was für dich zum leben über bleibt ist ein witz und bestimmt nicht richtig was da abgegangen ist.deine eltern müßen natürlich auch nicht bis in die steinzeit für dich bezahlen. du bist 31 jahre und bildest eine eigene bedarfsgemeinschaft.ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. aber ziehe mal am besten die sache mit dem anwalt in betracht,manchmal geht es einfach nicht ohne.ich weiß wo von ich spreche,habe selber mein recht mit der hilfe eines anwalts bekommen.aber du wirst sicherlich schon das richtige machen. kopf hoch,du schafst das schon!
Franky

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#3943
Re: Wie lange müssen Eltern zahlen? vor 11 Jahren, 10 Monaten  
Erstmal Danke Sabrina und Franky! Einen Mietvertrag wollen meine Eltern leider nicht mit mir machen, von wegen Steuer und so (ich kenn mich damit nicht so aus). Aber ich werde gegen den Bescheid jetzt Widerspruch einlegen mit noch einer schriftlichen Bestätigung, dass meine Eltern und mein Bruder nicht für mich zahlen. Ich weiß auch nicht, was das alles soll: Letztes Jahr waren die Wohnverhältnisse genauso wie jetzt und da hat die ARGE den vollen Betrag gezahlt. Und nun nicht mehr. Dämliche Bürokraten! Naja, mal sehen, was dabei rauskommt. Der Anwalt sollte wohl wirklich die allerletzte Lösung sein. Ich hoffe, so weit muss es nicht kommen...
Knuddel

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#3944
Re: Wie lange müssen Eltern zahlen? vor 11 Jahren, 10 Monaten  
Ach ja, was ich noch fragen wollte: Gibt es irgendwelche Form-Vorschriften, wie so ein Widerspruch auszusehen hat?
Knuddel

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#3946
Re: Wie lange müssen Eltern zahlen? vor 11 Jahren, 10 Monaten  
Name .........................................................
Strasse .......................................................
PLZ/Ort ......................................................
Datum: ............................

An die ausstellende Behörde
(Arbeitsagentur; Sozialamt, Arbeitsgemeinschaft ARGE)
..........................................................................
Strasse .............................................................
PLZ/Ort .............................................................

per Einschreiben oder gegen Empfangsbestätigung



Betr.: KD-Nr. ...................................... / Bescheid zum SGB II vom ….….............……


Widerspruch wegen nicht rechtmäßiger Bemessung der Regelleistung sowie Unterschreitung eines realitätsgerecht bemessenen Existenzminimums durch die Regelleistung

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen o.g. Bescheid über Leistungen nach dem SGB II bewilligt für den Zeitraum vom .................. bis .................. lege ich hiermit Widerspruch ein.
Begründung:
Die Regelleistung ist nicht entsprechend §§ 28, 40 SGB XII errechnet worden. Die dort festgelegten Vorschriften zur Errechnung der Regelleistung hätten jedoch Anwendung finden müssen. Denn das SGB II enthält keine eigenen Bestimmungen zur Errechnung der Regelleistung. Die in § 20 Abs. 2 SGB II durch einen festen Geldbetrag ausgewiesene Regelleistung soll (mit Ausnahme der Kosten der Unterkunft) aber denselben Bedarf decken, dessen Deckung auch der gem. §§ 28, 40 SGB Xll zu errechnende Regelsatz dient.
Dass die Errechnung der Regelleistung des SGB II nicht den Vorschriften des § 28 SGB XII folgte, sondern in starkem Maße auf empirisch nicht fundierten und nicht haltbaren Annahmen beruht, führt dazu, dass die bewilligte Regelleistung tatsächlich nicht der Sicherung eines realitätsgerecht bemessenen Existenzminimums genügt. Ich sehe mich in meinen Grundrechten nach Artikel 1 und 2 des Grundgesetzes verletzt.

Mit freundlichen Grüßen

…………………….........…
Unterschrift


Hallo Knuddel,

so oder so ähnlich kannst Du deinen Widerspruch schreiben ... unter Downloads in den blauen Buttons auf der linken Seite findest du einige Widerspruchsschreiben und anderes ... schau einfach mal rein.

Liebe Grüße
Sabrina
Sabrina

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