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Hausgemeinschaft
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THEMA: Hausgemeinschaft
#12878
Hausgemeinschaft vor 10 Jahren, 9 Monaten Karma: 0
Hallo,brauche dringend hilfe!

unser Sohn stellt gerade einen HartzIV Antrag,
er ist 25 Jahre alt und wohnt noch bei uns zu Hause,er besucht die Schule und möchte das ABI nachholen,
nun will das Amt von meinen Mann und mir Lohnabrechnungen und einen Kontoauszug sehen.
Das Kindergeld stehe uns auch nicht zu, unser Sohn müsse dass für sich selber beantragen.
Wir haben ein Schreiben beigelegt das wir unseren Sohn auf keiner Art finanziel unterstützen.mir wurde dann von der Dame die den Antrag bearbeitet gesagt das unser Sohn dann keinen Antrag abgeben braucht da ihm dann nichts zusteht.

Wie ist nun die Rechtslage?
Müßen wir die Lohnabrechnungen und den Kontoauszug abgeben?
Das Kindergeld stehe mir zu, wurde mir von der Kindergeldkasse gesagt, das Amt sagt etwas anderes,was ist nun richtig?
Freitag habe ich nun einen Termin am Amt wo ich die Papiere vorbeibringen soll.
Ich bitte um eure Hilfe,

L.G.
Christiane
Christiane
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#12881
Re: Hausgemeinschaft vor 10 Jahren, 9 Monaten Karma: -6
Hallo Christiane,

das Kindergeld steht lt. Gesetz zwar immer einem Elternteil zu. Das Kind kann aber lt. Gesetz das Kindergeld für sich selbst beanspruchen, wenn die Eltern ihrer gesetzlichen Unterhaltspflicht ihrem Kind gegenüber nicht nachkommen. Und genau das haben Sie ja dem Amt gegenüber angegeben! Da Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II immer "nachrangig" sind ("subsidiär"), muss der Antragsteller zuerst alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, seine Bedürftigkeit zu verringern oder zu beenden, um Leistungen erhalten zu können. Dazu gehört aus Sicht Ihres Sohnes natürlich auch die Beantragung des Kindergelds, das ihm zusteht, wenn Sie ihm keinen Unterhalt leisten.

Einen Kontoauszug sowie Lohnbescheinigungen darf das Amt von Ihnen verlangen. Achten Sie aber darauf, die Dinge im Kontoauszug zu schwärzen, die das Amt nichts angehen (z.B. Rechnungsbeträge von Versandhäusern o.ä.). Ebenso dürfen nicht, wie leider oft üblich, die Kontoauszüge von 3 Monaten verlangt werden.

Falls es sich bei Ihrem Sohn um die Erstausbildung handelt (also nicht z.B. 2. Bildungsweg nach einer bereits abgeschlossenen Ausbildung)und er bei Ihnen im Haushalt lebt, sind Sie ihm gegenüber unterhaltsverpflichtet. Kindergeldanspruch haben Sie bzw. Ihr Sohn ohnehin nicht mehr lange: Bei Geburtsjahrgang 1982 bis zum vollendeten 26. Lebensjahr, bei Geb.jahr 1981 oder früher bis zum vollendeten 27. LJ, zuzüglich Zeiten des Wehr- oder Ersatzdienstes.

Hoffe, Ihnen etwas geholfen zu haben!

Gruß vom Bergmännchen
bergmännchen
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#12886
Re: Hausgemeinschaft vor 10 Jahren, 9 Monaten Karma: 0
Hallo Bergmännchen,

vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Unser Sohn macht die Schule über den zweiten Bildungsweg.
Und ich glaube dass wir ihm in dem Fall eben nicht Unterhaltspflichtig sind.

Er lebt bei uns und von uns, wir können ihn aber nicht auch noch finanziell unterstützen.
Er hat auch einen Nebenjob wo er so an die 100 Euro manchmal auch nur 40 Euro im Monat verdient.
Dieser Job ist auf Abruf, auch dass hat er am Amt angegeben.

Wie sieht dass nun in diesen Fall aus?
Müssen wir nun unsere Auszüge und Verdienstbescheinigungen vorlegen?
Ich frage mich, ob ihm überhaupt etwas zusteht vom Amt.

Und was ich nicht verstehe, wenn er nun ausziehen sollte dann hätten wir mit der ganzen Sache nichts mehr zu tun.
Wie ist das möglich? es sieht so aus als wenn das Amt lieber den ganzen Unterhalt bezahlt.

L.G.
Christiane
Christiane
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#12887
Re: Hausgemeinschaft vor 10 Jahren, 9 Monaten Karma: -6
Hallo Christiane,

es sieht ganz so aus, als wärt Ihr Eurem Sohn nicht mehr unterhaltspflichtig. Tatsächlich leistet Ihr ihm aber Unterhalt, nämlich durch Kost und Logis. Gegenüber dem Amt habt Ihr also eine "Falschangabe" gemacht! Vielleicht kann man den Schrieb, dass der Sohn keinerlei Unterhalt von euch bekommt, dahingehend ergänzen, dass er "nur" reinen Naturalunterhalt bezieht und keinen finanziellen, da er durch seinen Nebenjob ja auch eigenes Geld hinzuverdient.

Es stimmt: Solange der Sohn mit in eurem Haushalt wohnt, vermutet das Amt aufgrund des Verwandtschaftsverhältnisses, dass Unterhalt geleistet wird. Es sei denn, ihr schließt einen Untermietvertrag ab (schriftlich) und macht glaubhaft, dass ihr eine "Haushaltsgemeinschaft" seid, in der jede Partei getrennt wirtschaftet (also auch einkauft, kocht usw.). Entsprechende Nachweise über Mietzahlungen vom Sohn an die Eltern müssten natürlich dann auch vorgelegt werden (Quittungen z.B.), und bei einem eventuellen Hausbesuch vom Amt müsste das getrennte Wirtschaften nachvollziehbar ersichtlich sein (getrennte Lebensmitteleinkäufe, getrennte Kleiderschränke usw.).

Mein Tipp: Da euer Sohn über 25 Jahre alt ist, könnte er sich eine eigene Wohnung suchen und dann AlgII beantragen - dann würden auch die (als angemessen geltenden) Miet- und Heizkosten sowie der Regelsatz von 345,-€ für ihn übernommen. Paradox, aber wahr!

Wenn er seinen AlgII-Antrag in der momentanen Situation stellen möchte, werdet ihr eure Verdienstbescheinigungen vorlegen müssen. Und ob der Antrag dann viel Aussicht auf Erfolg hätte, wage ich zu bezweifeln...

Gruß vom Bergmännchen
bergmännchen
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#12888
Re: Hausgemeinschaft vor 10 Jahren, 9 Monaten Karma: 0
Hallo Bergmännchen,

vielen Dank,Du hast uns sehr geholfen.
Morgen muss ich zum Amt mit unseren Unterlagen.
Ich habe keine Falchangabe gemacht wegen der Unterstützung unseres Sohnes.
Wir haben schriftlich bestättigt dass wir unseren Sohn in keiner weise finanziell unterstützen.
Ich habe aber gesagt, dass er bei uns kostenfrei lebt.

Mal schauen was Morgen auf mich zukommt.

Vielen tausend Dank für deine Hilfe!

L.G.
Christiane
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