Da meine Leistung ja zum 01.06.2006 ganz Eingestellt wurde und die Mündliche Anhörung vor dem Sozialgericht erst am 30.06.2006 war, musste ich mich etwas gedulden. Naja ohne Geld einfacher geasgt als getan.
Am 30.06.2006 Also vor dem Sozialgericht (wurde nach Bielefeld gelegt), mit DGB und der geladenen Zeugin Frau v. in den Saal. Der Richter Dr. K. ein Verteter der Argentur für Arbeit in Herford Herr L. wollten es jetzt wissen.
Etliche Fragen, etliche Vorwürfe. Meinerseits soweit alles wiederlegt, was auf EäG geahndet wird. Ist ja bei mir auch nicht der Fall.
Die Zeugin Frau V. wurde gefragt, wenn ich Krank sei, ob Sie mir dann einen Kaffee bringen würde oder mich zum Arzt Fahren würde, Sie antwortet Ja, das mache ich. (Dieses z.b. wird von diesem Richter als gegenseitige Unterstützung gewertet und bedeutet EäG).
Andere Sachen, die auch bei einer guten Nachbarschaft selbstverständlich wären bedeuten bei dem Richter EäG. ! ! !
Gut das er nicht weiß, das die Nachbarin WItwe ist und mir schon mal den BMW geliehen hat. Sonst wäre ich auch mit dieser in einer EäG.
Naja, alles zusammen, wird es hoffendlich gut ausgehen.
Am 03.07.2006
So, da nun immernoch kein Geld kommt, bin ich am 03.07.2006 zur ARGE gegangen um dort mal nach zu fragen wann ich denn jetzt Leistung bekomme. Denn das Verfahren beruht ja immer noch auf Indizien und Mutmaßungen.
Die einstweilige vom 02.06.2006 wurde auch noch nicht Kommentiert. Auch bei der ARGE ist nichts zu erfahren. Naja ich also runter auf die Straße. Das Maß war überschritten.
Wie gesagt, so getan.
War ich erst bei der Sachbearbeiterin der ARGE und habe keinerlei Neuigkeiten in erfahrung bringen können. Nichts weiter gesagt und bin raus gegangen.
2 Telefonate geführt und mich danach mit dem Transparent ( Brust / Rücken und in der Hand ) vor der ARGE hin gestellt.
Nach kurzer Zeit .... die ersten Passanten hatten mich angesprochen " Plauderstündchen " zeigten auch viel Verständniss und meinten auch das ist richtig das mal einer mit sowas die Aufmerksamkeit erregt.
Noch etwas später ..... besuch !
Vom Amtsleiter.
Guten Morgen Herr T. sie machen hier eine kleine Demonstration ? In der Öffendlichkeit ? Darf ich das mal Lesen ?
Klar dürfen Sie das lesen, ist ja für die Öffendlchkeit, sagte ich Ihm.
Bat mir dann auch ein Gespräch an. Ich sagte nur, ein Gespräch nütz mir momentan nicht viel, ich habe jetzt den 2ten Monat kein Geld. Ich brauche Resultate. Er gab zu verstehen, das er noch in meiner Angelegenheit Telefonieren wollte und ging wieder ins Büro.
Kurz darauf kamen die ersten Bekannten und machten auch noch Fotos von meiner Aktion. Es sammelten sich wieder Leuten an und lasen meine Botschaft. Ein Gesprächsstoff war ja vorhanden. Die Menschentraube löste sich leider wieder auf.
Dann kam mein erhofftes ..... Die Presse, kurzes Gespräch und die Nachfrage ob die andre Zeitung schon vor Ort war. Danach Datenübermittlung ein paar schriftstücke vorgezeigt und dann folgten einige Fotos.
Als die Presse dann wieder Fuhr, war es langsam Mittagszeit, die Geschäfte machten " Pause " und ich ging kurz drauf nach Hause.
Gerade mal frisch gemacht, wollte ich mich etwas ausruhen, da wurde aber nichts draus. Die Zeitung hat angerufen !
Ich sollte doch bitte mal bei der ARGE vorbei schauen und eine Einverstädnisserklärung abgeben, damit die Hintergründe der ARGE auch benannt werden können ( Datenschutz / Entbindung ).
Ich also wieder zur ARGE .... so nett habe ich den SB ja noch nie erlebt. Ein ausführliches Gespräch gefüht, mir wurde wirklich mal etwas Hilfe Angeboten. Es soll auch nach dem Ausgang der Mündlichen Anhörung vom 30.6.2006 sich sehr schnell was tun, wurde mir versichert. Auch ein mögliches Job Angebot wurde mir unterbreitet.
Auf die Frage ob ich mit der Demo weitermache, sagte ich, da habe ich kein Problem mit. ( Also jederzeit bereit ).
Also der Presse erst mal mitgeteilt, das ich mich kurzfristig Melde, wegen dem Bericht in der Zeitung. Sollte sich also seitens der ARGE nichts im Positiven bereich ergeben, steht mir der Weg sofort offen.
( Könnte ja auch ein sinnfoll Sachlicher bericht werden. )
Aber ... ich habe etwas erreicht.
Am 04.07.2006
Als ich vom Rathaus aus erfahren hatte das momentan kein Wohnraum da sei und ich auf eine Liste gesetzt wurde ging ich nochmals zur ARGE. Es wurde bestätigt, so lange ich keinen Wohnraum habe bekomme ich keine Leistung. Ich sagete aber es kann doch nicht sein, das es nur an der Wohnung scheitere und machte den Vorschlag .... dann Melde ich mich jetzt ab und verbringe die Zeit auf der Straße "bekomme ich dann Geld"?
Nein auf der Straße braucht bei uns leiner landen, die Stadt hat für diese Fölle Obdachlosenheime.
Das hatte mich schon erschüttert. Denke mal dort ist es nicht so angenehm wie unter freiem Himmel im Park oder unter einer Brücke.
Tja, dann bekam ich wieder den Anruf des Reporters der ansässigen Presse. Kurz entschlossen grünes Licht für den Bericht gegeben.
Am 05.07.2006 mein Bericht in der Zeitung.
Auaha .... recht groß und sehhhhr auffällig. Allein das Foto schon ca. 14 x 14 cm und der Bericht 4 Spalten breit fast die ganze Seite.
www.directupload.net/show/d/749/fkyh2vRh.jpg