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Wohnungsrauswurf
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Fragen & Probleme
Zum Ende gehenSeite: 12
THEMA: Wohnungsrauswurf
#7656
Wohnungsrauswurf vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
Hallo...

Ich habe da ein Problem mit meiner Miete und hoffe das mir hier jemand helfen kann damit ich in meiner Wohnung bleiben kann.

Die Situation ist folgende...

Ich wohne seit fast 8 jahren in meiner jetzigen Wohnung und bin seit 5 jahren Sozialhilfe empfänger, mittlerweile hartz4 und habe einen 6jährigen sohn der dieses jahr eingeschult wird. Nun hat die Arge festgestellt das meine miete um 50€ zu teuer ist.

Ich habe der Dame dort auch erklärt das ich das soziale Umfeld meines Sohnes nicht ändern möchte, aber das war/muß ihr egal sein. Auch als ich sie fragte wie es den ist wenn ich die 50€ selber trage, bekam ich nur zu hören, das sie mir dann ja auch so oder so, weniger geld zahlen könne. Auch wenn ich mir etwas dazu verdiene wäre es nicht möglich hier wohnen zu bleiben.

Ich hoffe nun das ihr mir helfen könnt ein "hintertürchen" zu öffnen damit ich nun doch in meiner Wohnung bleiben kann. Habe schon nach vielen Wohnungen gesucht, aber im Einzugskreis der schule gibt es leider nichts zu meinem Preis.

Die MOG soll sich bei mir auf Kaltmiete+NK auf 327€ wenn das Haus vor ´76 gebaut ist beziehen und auf 373€ wenn es nach ´76 errichtet ist. Stimmt das dann auch so?

Möchte mich schonmal für alle Antworten bedanken.

Mfg Michaela
Myrte
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#7657
Re: Wohnungsrauswurf vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 3
Hi
hast du diese Umzugsaufforderung nur mündlich erhalten oder gibt es auch schriftliche Unterlagen darüber?
Nur "wer schreibt, der bleibt".

Bevor du selbst (erfolglos) mit dem Amt diskutierst, würde ich dir raten, dringend einen Anwalt für Sozialrecht zu nehmen und diesen alles regeln zu lassen. Es gibt da wohl für jedes Amt auch Ermessensspielräume. Und die Umzugskosten, die das Amt zu tragen hat, stehen in keinem Verhältnis zu den 50 Euro an Mehrmiete. Übrigens: wenn du keine Wohnung findest, hat das Amt die Maklerkosten zu tragen!

Beim Amtsgericht bekommst du gegen Vorlage deines Alg Bescheides einen Beratungsschein ( Kostet wohl 10 Euro), damit ist der Anwalt dann kostenfrei.

lieben Gruß und viel Erfolg
kittie<br><br>Post ge&auml;ndert von: kittie, am: 16/05/2006 14:08
kittie
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#7659
Re: Wohnungsrauswurf vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
Hi...
danke für deine Hilfe

Bis jetzt habe ich das ganze nur mündlich, soll es aber in den nächsten tagen schriftlich zugestellt bekommen.

Den Tip mit dem Anwalt nehme ich dankend an und werde das alles tun sobald ich das &quot;tolle&quot; Schriftstück in händen halte.

Wenn sich was ergibt werde ich dies hier natürlich auch posten....
Myrte
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#7660
Re: Wohnungsrauswurf vor 11 Jahren, 6 Monaten  
Hallo Myrte,

erst einmal möchte ich dem Beitrag von Kittie zustimmen.

Ergänzend hierzu:

Erst einmal kannst Du sehr wohl die fehlenden 50.-€ aus deiner eigenen Tasche drauflegen, dies darf und kann das Amt nicht verwehren.

Weiterhin:

Solltest du Umziehen wollen/müssen folgendes:

Wenn dich der Leistungsträger ( ARGE ) zur Kostensenkung bzw. Umzug auffordert, so hat er die darus resultierenden Kosten zu übernehmen.
Diese könnten sein:
-- Kosten für Telefonate
-- Kosten für den Kauf von Zeitschriften
-- Kosten für das Aufgeben von Annoncen
-- Fahrtkosten für Gesprächs und Besichtigungstermine
-- Kosten für Schufauskünfte etc.
-- Kosten für den Makler

Diese Kosten sind vom Leistungsträger nach § 22 Abs. 3 S.1+2 SGB II sowie § 22 Abs. 2 S.2 SGB II zu übernehmen.

Wichtig:

Solange es Dir nicht möglich ist eine angemessene Wohnung zu finden muss die ARGE die Kosten für deine unangemessene Wohnung weiterhin voll bezahlen.
§ 22 Abs. 1 S. 2.2 TS SGB II

Die Verpflichtung die Kosten weiterzutragen auch über die 56 monate Regelung hinaus ergibt sich aus § 22 Abs. 1 S. 3 SGB II wie auch LPK - BSGH § 12 Rz. 31

Ratschlag:

Solltest du eine Wohnung suchen müssen, so fertige ein Wohnungssuchprotokoll an, dieses muss beinnhalten:
-- auf welche Wohnung du dich beworben hast
-- wann und mit wem gesprochen wurde
-- wann besichtigt wurde
-- Ablehnungsgründe

So dürfte noch einige Zeit ins Land gehen bis sich da was tun würde, allerdings noch schriftlich zählt ... was die Tante dir mündlich sagt ist Schall und Rauch.

Also, Myrte und nun mal Kopf hoch und nicht unterkriegen lassen ....
Und denk dran, wir sind ja auch noch da

Liebe Grüße
Sabrina
Sabrina

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#7691
Re: Wohnungsrauswurf vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 11
Hallo Myrte,

es sind die absolut die richtigen Tipps, die Sabrina gegeben hat. Ich möchte ergänzend von meinen kürzlichen Erfahrungen in einer ähnlichen Sache berichten. Es ging auch um eine Auszugauforderung einer jungen alleinstehenden Mutter. Ihre Wohnung war ganze 21.46 € zu teuer und das Amt bemerkte dieses nach gut eineinhalb Jahren. Durch Zufall über gemeinsame Bekannte erfuhr ich von diesem Problem und nahm mich der Sache an. Das Ergebnis war, daß diese junge Mutter in ihrer Wohnung bleiben kann und die 21,46 € selber zahlt. Wie kam es dazu. Ich bin selber mit zum Amt (beistehend wie es amtsdeutsch heißt). Es gab eine mächtig heiße Debatte mit der SB. Über die von Hartz4-Gesetze und Zusatzbestimmungen u.s.w. und dann viel der eine alles entscheidene Satz der SB, auf den ich gewartet habe. Sie sagte wörtlich den Satz: &quot;Das bestimme ich&quot; und da hatte ich sie. Dieser Satz, aus gesprochen vor einem neutralen Zeugen mit Wut in den Augen. Was dann kam war einfach, das Gespräch habe ich umgehend abgebrochen und beim Amtsleiter fortgesetzt, gemeinsam mit der SB. Mein Vorhaben (das ich deutlich zum Ausdruck brachte) eine Dienstaufssichtbeschwerde einzureichen und der Tatsache, daß ich der Frau in Anwesenheit aller Beteiligten anriet sich einen Anwalt zu nehmen und Klage gegen das Amt einzureichen, führte &quot;im stillen Einvernehmen&quot; zum oben genannten Ergebnis.
Was will ich damit sagen. Die Hartz4 - Gesetze und Verordnungen sind so undurchsichtig, dass selbst die Mitarbeiter der ARGEn nicht verstehen wie sie ausgelegt werden sollen oder gar was sie nun wirklich bedeuten. So kommt es, das jeder SB sie so nimmt wie er sie braucht. Wichtig ist richtig zu hören und im richtigen Moment bei einer falschen Äußerung, bei dem Versuch einer falschen oder zweifelhaften Auslegung blitzschnell wie ein Falke zuschlagen und Du hast den Überraschungsmoment auf Deiner Seite.
Wichtig ist jedoch bei allen Gesprächen einen neutralen Zeugen an der Seite zu haben.
Ich bin überzeugt, dass Du Dein Problem zu Deinen Gunsten lösen wirst. Nur keine Angst zeigen, sondern kämpfen, kämpfen für Dein Recht angesehen zu werden was Du bist, ein Mensch und keine Aktennotiz. <br><br>Post ge&auml;ndert von: Falke, am: 18/05/2006 08:02
Falke
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Dies ist meine persönliche Meinung und keine Rechtsberatung!
 
#7693
Re: Wohnungsrauswurf vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
Vielen Dank für eure sehr hilfreichen Antworten.

Ich habe mittlerweile über eine bekannte den namen der vorgesetzten meiner SB rausgefunden und werde dieser Dame dann einen Brief zu kommen laßen mit den Gründen welche es mir nicht möglich machen hier auszuziehen und mit der bitte um einen neuen SB. Zeitgleich werde ich wohl auch meine Anwältin mit einschalten.

Sollte ich der Anwältin den Brief zeigen bevor ich ihn ,per Einschreiben ,abgebe? Oder gleich alles per Anwalt machen?
Zu diesen Fragen wäre mir eure Meinung nochmal wichtig.
Bisher ist mir auch noch kein Schriftstück zugestellt worden, aber das Gespräch war ja auch erst vor 2 Tagen.

Danke nochmals. Michaela
Myrte
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