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Arbeitsunfähig und Arbeitslosengeld
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Fragen & Probleme
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THEMA: Arbeitsunfähig und Arbeitslosengeld
#7390
Arbeitsunfähig und Arbeitslosengeld vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
Hallo!

Ich bin seit 01.02.06 arbeitslos und beziehe Arbeitslosengeld 1 bis zum 7.7.06.

Da ich jedoch seit Februar an einer chronischen Urtikaria (Nesselsucht) verbunden mit sehr starken Juckreiz und Hautrötungen erkrankt bin, fühle ich mich im momentanen Zustand kaum mehr in der Lage eine normale Arbeit anzunehmen.

Kann mir jemand helfen, wie ich bei meiner jetzigen Situation vorgehen soll?
Steht mir trotzdem Arbeitslosengeld zu, trotz meiner Beeinträchtigung oder gibt es dafür eine andere Leistung die ich beantragen muss/kann?

Praktisch "klebt" mir das Arbeitsamt ständig an den Fersen, obwohl ich kaum die Möglichkeit habe, eine übliche Beschäftigung anzunehmen.

Würde mich sehr über Hilfe freuen.

Viele Grüße

Silent
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graphgraph
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#7392
Re: Arbeitsunfähig und Arbeitslosengeld vor 11 Jahren, 6 Monaten  
Hallo silent

Hier mal etwas Grundsätzliches zum Thema Arbeitsunfähigkeit während des Bezuges von ALG I,
vielleicht hilft das schon mal etwas weiter
Arbeitsunfähigkeit: Wer Arbeitslosengeld bezieht, in dieser Zeit erkrankt und dadurch zeitweise arbeitsunfähig ist, erhält bis maximal 6 Wochen weiter Arbeitslosengeld. Danach bekommt er von der Krankenkasse ein Krankengeld. Dieses ersetzt das Arbeitslosengeld. Um später wieder Arbeitslosengeld zu erhalten, muss man sich erneut bei der Agentur für Arbeit persönlich arbeitslos melden. Die Arbeitsunfähigkeit ist durch ein ärztliches Attest nachzuweisen.

Das Arbeitslosengeld verringert sich, wenn man nicht mehr in der Lage ist, die gleiche Zahl an Stunden zu arbeiten, wie vor der Arbeitslosigkeit. Zum Beispiel, wenn man wegen verminderter Erwerbsfähigkeit nur noch halbtags arbeiten kann.


Liebe Grüße
ramona35
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#7393
Re: Arbeitsunfähig und Arbeitslosengeld vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
Danke für die Antwort.

Fällt dann das Krankengeld in der gleichen Höhe aus, wie mein jetziges Arbeitslosengeld oder ist dies höher/ geringer?

Angenommen ich wäre nur in der Lage halbtags zu arbeiten, würde ich dennoch Arbeitslosengeld in der Höhe des ALG2 erhalten, zumindest soviel, dass mein Lebensunterhalt gesichert ist?
silent
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Fresh Boarder
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graphgraph
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#7394
Re: Arbeitsunfähig und Arbeitslosengeld vor 11 Jahren, 6 Monaten  
SGB V § 47b Höhe und Berechnung des Krankengeldes bei Beziehern von Arbeitslosengeld, Unterhaltsgeld, Kurzarbeitergeld oder Winterausfallgeld
(1) Das Krankengeld für Versicherte nach § 5 Abs. 1 Nr. 2 wird in Höhe des Betrages des Arbeitslosengeldes oder des Unterhaltsgeldes gewährt, den der Versicherte zuletzt bezogen hat. Das Krankengeld wird vom ersten Tage der Arbeitsunfähigkeit an gewährt.

(2) Ändern sich während des Bezuges von Krankengeld die für den Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld maßgeblichen Verhältnisse des Versicherten, so ist auf Antrag des Versicherten als Krankengeld derjenige Betrag zu gewähren, den der Versicherte als Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld erhalten würde, wenn er nicht erkrankt wäre. Änderungen, die zu einer Erhöhung des Krankengeldes um weniger als zehn vom Hundert führen würden, werden nicht berücksichtigt.

(3) Für Versicherte, die während des Bezuges von Kurzarbeiter- oder Winterausfallgeld arbeitsunfähig erkranken, wird das Krankengeld nach dem regelmäßigen Arbeitsentgelt, das zuletzt vor Eintritt des Arbeitsausfalls erzielt wurde (Regelentgelt), berechnet.

(4) Für Versicherte, die arbeitsunfähig erkranken, bevor in ihrem Betrieb die Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeiter- oder Winterausfallgeld nach dem Dritten Buch erfüllt sind, wird, solange Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts im Krankheitsfalle besteht, neben dem Arbeitsentgelt als Krankengeld der Betrag des Kurzarbeiter- oder Winterausfallgeldes gewährt, den der Versicherte erhielte, wenn er nicht arbeitsunfähig wäre. Der Arbeitgeber hat das Krankengeld kostenlos zu errechnen und auszuzahlen. Der Arbeitnehmer hat die erforderlichen Angaben zu machen.

(5) Bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ist von dem Arbeitsentgelt auszugehen, das bei der Bemessung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zugrunde gelegt wurde.

(6) In den Fällen des § 232a Abs. 3 wird das Krankengeld abweichend von Absatz 3 nach dem Arbeitsentgelt unter Hinzurechnung des Winterausfallgeldes berechnet. Die Absätze 4 und 5 gelten entsprechend.

Liebe Grüße
ramona35
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