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Vermittlungsgutschein, Umzugskosten, Selbständigk.
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Fragen & Probleme
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THEMA: Vermittlungsgutschein, Umzugskosten, Selbständigk.
#16095
Vermittlungsgutschein, Umzugskosten, Selbständigk. vor 6 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
Hallo,

ich bin seit 3 Jahren selbständig im Nebengewerbe und hauptberuflich arbeitslos (Anlage EKS) Ich beziehe seit mehreren Jahren Hartz IV. Mein Gewerbe hatte ich vor 2 Wochen aufgrund eines Umzugs nach Berlin abgemeldet. Da meine bisherige Wohnung ein paar Euro (ich glaube es waren 7€) über dem Satz lag, wurde ich jahrelang gedrängt, diese zu wechseln. Ich habe mich immer geweigert und von meinem eigenen Geld draufgezahlt.

Ich überlegte am 01.05. nach Berlin zu ziehen um meine Bewerbungschancen zu verbessern und um mich mit einem guten Freund (erstmal)im Nebengewerbe erneut selbständig zu machen. Mein Sachbearbeiter für Selbständige bei der Arge sagte mir, dass ich ich einen Mietzuschuss bewilligen lassen könnte, selbst wenn ich keine sozialversicherungspflichtige Stelle bis zum Umzug nach Berlin finden würde, da in unserer Stadt, in meinem Tätigkeitsfeld nur wenig berufliche Perspektive bestand und ein Umzug nach Berlin der Sache dienlich und durchaus förderungsfähig wäre. Zumal meine Wohnung ja eh nicht innerhalb der gewünschten Parameter lag. Er könnte dafür zwar nicht an seinen Topf, aber es gäbe die Möglichkeit dennoch. Ich müsste lediglich den Umzug früh genug anmelden und den Zuschuss beantragen. Mit diesem Schein solle ich mich dann in Berlin bei der Arge anmelden.

Einen Tag später erhielt ich zufällig eine Nachricht, dass ein Freund aus seiner Wohnung in Berlin ziehen würde und ich umgehend die Wohnung übernehmen könnte (sie war auch günstig genug und nicht größer als 50m²). Ich musste allerdings bis zum folgenden Tag eine Entscheidung treffen. Da ich die Kündigungsfristen meiner aktuellen Wohnung einhalten musste, habe ich sie umgehend gekündigt und alles notwendige angeleiert.

Als ich die folgenden Tage (das war vor ca. 2 Monaten) den sogenannten "Mietzuschuß" beantragt habe- mit der Begründung "in Berlin gäbe es ein meinem Arbeitsumfeld bessere Bewerbungschancen", wurde mein Antrag abgelehnt und ich musste meinen Umzug mit allen Renovierungskosten, etc. selbst aufbringen. Dies brachte mich in eine existenziell bedrohliche Situation, da ich jetzt bereits viel Geld leihen musste um alles zu bewältigen. Alleine die Renovierungskosten meiner alten Wohnung beliefen sich nach 8jähriger Wohnzeit auf über 500€.

Ich habe umgehend Widerspruch erhoben, der leider ebenfalls abgewiesen wurde. Die falsche Beratung meines Sachbearbeiters führte also zu einer größeren Verschuldung. Um dieser Situation entgegen zu wirken hatte ich mich umgehend bei mehreren Firmen in Berlin beworben um evtl. doch noch ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu finden.

Daraufhin rief mich eine private Arbeitsvermittlerin an, die mir eine Stelle in der Nähe von Berlin anbot. Die Stelle passte genau auf mein Bewerbungsprofil und ich war total froh. Sie war ebenfalls begeistert, dass ich bei der Arge bin und wollte selbstverständlich durch einen Vermittlungsgutschein bezahlt werden (mir ist klar, dass es auch schwarze Schafe unter PVs gibt, allerdings war mir das in diesem Moment egal, da ich natürlich auch auf eine Wendung beim Thema Mietzuschuss hoffte, sollte der Job vermittelt werden, ich war aber durchaus bereit dort länger zu bleiben, sollte alles zustande kommen - das Stellenprofil war genau das, was ich suchte).

Den Vermittlungsgutschein beantragte ich umgehend nach dem Gespräch mit dem PV. Dieser Antrag wurde allerdings mit einem Paragraphen aus dem SGB III abgelehnt..." da ich angeblich nicht 6 Wochen arbeitslos gewesen wäre. (ich glaube es war § 421g SGB III)

Mein Gewerbe war an diesem Tag 2 Wochen und einen Tag abgemeldet. Allerdings bestand dieses ja nur im Nebengewerbe - hauptberuflich war ich ja arbeitslos und das seit vielen Jahren.
Da das SGB III ja eigentlich gar nicht für Hartz IV-Bezieher gilt, frage ich mich jetzt, ob dieser Paragraph so angewendet werden kann, oder ob ich rechtlich dagegen vorgehen kann.

In der Folge bin ich jetzt durch die genommene Möglichkeit einer Stelle in Berlin gezwungen, sämtliche Umzugs-, Renovierungs-, und Helferkosten selbst zu tragen. Ich habe mich natürlich mehr als verausgabt und mußte sämtliche Gelder, die ich mir irgendwo leihen konnte auftreiben um dieses entstandene Chaos zu bewältigen - und das alles aufgrund einer falschen Beratung.

Erschwerend hinzu kommt, das mein Neu-Antrag noch nicht durch ist und ich für diesen und wahrscheinlich den nächsten Monat total in der Luft hänge. Zahlt in solchen Fällen das Sozialamt eine Art "Überbrückungsgeld" oder wie ist das geregelt?

Gibt es Hoffnung, vor einem Sozialgericht den Fall mit Erfolg prüfen zu lassen, oder bleibe ich auf meinen Kosten sitzen?

Lohnt es sich evtl. einen Überprüfungsantrag zu stellen? Ich wurde von einem Bekannten darauf hingewiesen aber habe persönlich noch keine Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Für Eure Hilfe bedanke ich mich im Voraus und hoffe auf hilfreiche Kommentare, bei mir brennt momentan finanziell echt die Hütte, wie ihr euch sicher vorstellen könnt!
alex2007
Fresh Boarder
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graphgraph
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Letzte Änderung: 09.05.2011 08:29 von alex2007.Grund: Weitere Ausführungen
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