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schwanger und arbeitslos
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Fragen & Probleme
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THEMA: schwanger und arbeitslos
#15862
schwanger und arbeitslos vor 8 Jahren, 8 Monaten Karma: 0
Hallo!
Ich bin seit 3 Jahren in keiner richtig festen Anstellung mehr gewesen. Da ich verheiratet bin, beziehe ich keine Leistung, bin jedoch auf dem ARBEITSAMT als arbeitssuchend gemeldet und gehe da auch regelmäßig hin. Bis auf Trainingsmaßnahmen war aber noch nichts. Nun bin ich seit 4 Wochen schwanger. Was habe ich nun zu beachten? Muß ich das sofort dem Arbeitsamt melden? Mir wurde gesagt, ich könne nach der Geburt Arbeitslosengeld 1 beantragen - stimmt das? Bekomme ich eine Erstausstattung bzw. Kindergeld?
Es wäre nett, wenn mir jemand einen Rat geben könnte.
Luci78
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#15873
Re: schwanger und arbeitslos vor 8 Jahren, 7 Monaten Karma: -5
Luci78 schrieb:
Hallo!
Ich bin seit 3 Jahren in keiner richtig festen Anstellung mehr gewesen. Da ich verheiratet bin, beziehe ich keine Leistung, bin jedoch auf dem ARBEITSAMT als arbeitssuchend gemeldet und gehe da auch regelmäßig hin. Bis auf Trainingsmaßnahmen war aber noch nichts. Nun bin ich seit 4 Wochen schwanger. Was habe ich nun zu beachten? Muß ich das sofort dem Arbeitsamt melden? Mir wurde gesagt, ich könne nach der Geburt Arbeitslosengeld 1 beantragen - stimmt das? Bekomme ich eine Erstausstattung bzw. Kindergeld?
Es wäre nett, wenn mir jemand einen Rat geben könnte.



Moin

Trotz Hartz IV haben viele Menschen den berechtigten Wunsch ein Kind zu bekommen. Da bleibt natürlich die Frage offen, ob man sich als ALG 2 Empfänger/in diesen Wunsch auch finanziell erfüllen kann. Denn die eh schon angespannte persönliche Lage läßt für viele diesen Wunsch nach hinten anstellen.

Notwenige Hilfen
Bei einer Schwangerschaft wird die Hilfe im "Rahmen der Hilfen zur Gesundheit, §§ 47 - 52 SGB XII", gewährt werden. Dabei spielt im Wesentlichender § 50 SGB XII eine Rolle. Es werden folgende Leistungen nach dem SGB XII gewärt.

Zum einen der Pauschalbetrag für die Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Entbindung stehen. Dh. auch zum Teil Umstandskleidung, Anschaffung von Gütern die im Zusammenhang der Schwangerschaft stehen. Konkret bedeutet dies zum Beispiel Säuglinhs- Erstausstattung, Wiege usw.

Zum anderen muss die Versorgung mit Arznei- und Heilmitteln gewährleistet werden. Da eine Hebamme während der Schwangerschaft eine wesentliche Versorgung während der Schwangerschaft dastellt, werden diese Kosten ebenfalls für ALG 2 Bezieher/innen übernommen.

Alle notwendigen Arztkosten die im Zusammenhang der Schwangerschaft stehen, werden ebenfalls übernommen. Außerdem besteht ein Anspruch auf häusliche Pflege gem. § 65 Abs. 1 SGB XII sowie auch Pflege in einer stat. Einrichtung.

Und die Eltern?
Wichtig ist noch zu wissen, dass das Einkommen und Vermögen der Eltern nicht berücksichtigt werden, auch wenn die Schwangere bei ihnen wohnt. Das heißt, dass die Eltern der Schwangeren nicht finanziell beansprucht werden können, egal wie die häusliche Situation ist.

Der Vater?
Zu prüfen ist aber auch, ob nicht Ansprüche gegenüber anderen Stellen oder Personen besteht. Denn zu einer Schwangerschaft gehören nun einmal auch zwei Menschen. Insbesondere der Kindesvater muss eine Unterhaltszahlung vornehmen, wenn dieser entsprechend über ein eigenes geregeltes Einkommen verfügt. Ist der Kindesvater ebenfalls ALG 2 Empfänger, so wird im Regelfall der Satz an das ALG 2 angerechnet. Das bedeutet laut Gesetzgeber das die Unterhaltsleistungen gegen den Vater d. Kindes gem. §§ 1615 k und 1615 l BGB bei alleinstehenden werdeneden Mütter angerechnet werden. Eine Übersicht über die Leistungen des Kindesvaters können Sie anhand der Düsseldorfer Tabelle einsehen. Einen kostenloses Download finden Sie hier

Zuschläge
Für werdende Mütter wird ab der 13. Schwangerschaftswoche ein "Mehrbedarf" von 17 Prozent des Regelbedarfes angerechnet. Im Westen stehen Ihnen also neben den 345 Euro für Alleinstehende (311 Euro mit Partner) weitere 58 Euro monatlich zu. Müttern mit einem minderjährigen Kind steht ein Zuschlag von 36 Prozent oder 124 Euro zu.

Quelle: www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartz...rschaftbeihartz4.php

Wer ist zum Bezug von Leistungen berechtigt?

Leistungen des ALG II, genauer gesagt die Grundsicherung für Arbeitssuchende, erhalten grundsätzlich alle erwerbsfähigen und hilfsbedürftigen Personen.

Daraus ergibt sich, dass die jeweilige Person dem Arbeitsmarkt tatsächlich zur Verfügung stehen muss, um Leistungen zu erhalten.
Wer bekommt keine Leistungen?

Das Gesetz, genauer § 7 SGB II, definiert einige Personengruppen, die nicht zum Erhalt von Leistungen des ALG II Berechtigt sind, da diese dem Arbeitsmarkt in der Regel nicht zur Verfügung stehen.
Personen unter 15 und über 65 Jahren

Keine Leistungen erhalten demnach Personen unter 15 oder ab 65 Jahren, sowie Altersrentner. Für die erstgenannten erhalten die Erziehungsberechtigten Sozialgeld, Sozialhilfe oder einen Kinderzuschlag. Die Personen über 65 sowie Altersrentner erhalten gegebenenfalls Leistungen aus der Sozialhilfe neben der Rente.
Nicht erwerbsfähige Personen

Als nicht erwerbsfähig angesehen werden Personen, die unter den normalen Bedingungen des Arbeitsmarkts auf Grund von Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit nicht mindestens drei Stunden pro Tag arbeiten können. Ebenfalls keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben Personen, die länger als sechs Monate in einer stationären Einrichtung untergebracht sind.
All diesen Personen stehen gegebenenfalls Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU), der so genannten Sozialhilfe, zu.
gewöhnlicher Aufenthaltsort nicht in Deutschland

Dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen auch Menschen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt nicht in Deutschland haben.
Demnach steht auch diese Personengruppen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und hat daher auch keinen Anspruch auf Leistungen des ALG II. Diese Regelung gilt sowohl für Deutsche, als auch für Ausländer, die in Deutschland eine Arbeitserlaubnis haben oder bekommen könnten.

EU Bürger, die zur Arbeitssuche nach Deutschland einreisen haben ebenfalls keinen Anspruch auf Leistungen des ALG II. Kurzfristige Abwesenheit aus Deutschland (z.B. Urlaub) steht einem Anspruch allerdings nicht entgegen. Ebenfalls keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben Asylbewerber. Diese erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Quelle: www.sozialleistungen.info/con/hartz-iv-4...-ii-berechtigte.html

Und ganz nebenbei >> Im Sozialgesetz Buch 2 (SGB2) steht öhm schwarz auf Weiss geschrieben das du das Recht auf Leisten hast
ThunderKiss
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graphgraph
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