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Reisekosten Vorstellung mit "ALG-II-Reisen"
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THEMA: Reisekosten Vorstellung mit "ALG-II-Reisen"
#14194
Reisekosten Vorstellung mit "ALG-II-Reisen" vor 10 Jahren, 3 Monaten Karma: 2
Wäre es nicht traurig, dann könnte man fast schon lachen, was in diesem Arschlochland BRD so alles möglich ist.
Bewerbungspflicht ALG-II - eine neue Episode aus der beliebten Serie "Kann denn Schwachsinn Sünde sein?":

Nach mehr als 12 Monaten hat sich meine ARGE letztens mal wieder 1 Vermittlungsvorschlag mit RFB aus dem Darm gedrückt: Zeitlich befristet auf 6 Monate, keine Möglichkeit der Weiterbeschäftigung danach - nur 20 Wochenstunden im Mehrschichtdienst, keine Verdienstangabe usw.
... und als i-Tüpfelchen in einem fast 700km entfernten Ort bei einem "Personalverleiher" der mich auch noch zum Gespräch einlädt, aber jedwede Reisekostenerstattung schriftlich ablehnt.

Wie sieht´s da wohl aus mit der Reisekostenerstattung?
Variante PKW,
die ALG-II-Empfänger sind ja dazu verdonnert (wenn überhaupt) alte und evtl. unzuverlässige bzw. unwirtschaftliche Fahrzeuge zu besitzen ... also 1400km hin und zurück = mindestens Euro 270 NUR für Benzin und Motorölverbrauch.
SB: "Geht nicht, gibt´s nicht - lt. Bundesreisekostengesetz
KÖNNEN für PKW-Bewerbungsfahrten maximal 130 erstattet werden ..."
Meine Einrede, dass ich die restlichen 140 Euro nicht verfügbar habe wurde mit einem prima Vorschlag vom SB beantwortet: "... dann machen Sie dorthin halt eine Bahnfahrt, die übernehmen wir ..." Ich: "Hier die ausgedruckte Bahn-/Busverbindung 2 Klasse, 5-6 x umsteigen, die einfache Strecke 9 Stunden 42 Minuten Fahrtdauer - klappt ja nicht an einem Tag ..." Der SB: "Gut, in solchen Fällen können wir zusätzlich Hotelkosten für 1 Übernachtung übernehmen ..." Ich: "Das klappt bei 9 Stunden 42 Minuten pro Einzelfahrt nicht mit einer Übernachtung ..." SB:"... ich nehme das so auf ... dann erstatten wir ggf. 2 Übernachtungen für ein einfaches Hotel."
(P.S.: da meinte der SB noch zu mir: "... da sehen sie mal eine andere Gegend, es ist schön dort ...")

So, die Bahnfahrkarte 2. Klasse kostet 239 Euro hin und zurück + 16 Euro Autobus + lt. Telefonat 35 Euro in einem Landgasthof/pro Nacht.
ÖPNV-Variante = 325 Euro voll erstattungsfähig
eigene PKW-Variante = 270 Euro - davon jedoch nur 130 Euro erstattungsfähig ...
???
DER, der diese Regelung erfunden bzw. abgesegnet hat, muss es im Vollsuff getan haben!

Also, sonst 3 Wochen Sperrfrist, machte ich doch diese wunderbare Reise á 9h42Minuten mit der Bahn. Schon das 2. Umsteigen klappte wegen Verspätung nicht, das zog sich dann durch die nachfolgenden Verbindungen und schliesslich strandete ich dann gegen 0.20 Uhr 180km vor dem Zielort ... es fuhr kein Zug mehr.
Nach ein paar Stunden durchschwitzt, unrasiert die Reise fortgesetzt, direkt zum Personalverleiher ... 40 Minuten verspätet angekommen ... der: "... hätten sie doch angerufen ..." - ich: "... habe mein Tel. vor 4 Jahren abgeschafft, in der Regionalbahn war leider kein Telefon ..." (allgemeine Belustigung, großer Spass)

Ja, und wie soll es anders sein - damit man weiss, warum man tagelang 1400 km hin + rück durch die BRD reist?:
PV: "... die obige Stelle bei unserem Kunden wurde bereits besetzt ... alternativ hätten wir mehrere Tätigkeiten, auch 20 Std. die Woche, anzubieten. Die genaue Tarifgruppe kann ich jetzt noch nicht sagen, Zahlung erfolgt jedoch nach BZA, ggf. auch in Kombination mit einem Stück- bzw. Werklohn ..." und schiebt mir den allgemeinen Manteltarifvertrag rüber. Aber keine exakte Gehaltsaussage ("... können wir erst machen wenn der Arbeitgeber sich entschieden hat, und wir nochmal mit ihm gesprochen haben; er verhandelt auch mit unseren Mitbewerbern ...")

Ich: "... also wie soll man bei 20 Wochenstunden auf seine Kosten kommen geschweige denn noch was übrig behalten, bei einem Stück-/Werklohnvertrag geht das ja sowieso nicht ... ist für mich absolut uninteressant ... und ich möchte schon hier von Ihnen wissen ob ich mit tollen Stundenlöhnen von 5, 7 oder gar 9 Euro die Stunde brutto rechnen kann..."
(Besuchsbestätigung hatte ich mir schon vorher geben lassen)
Kurz und gut ... Gespräch am Ende ... "wir erstellen mal ein Profil von Ihnen, vielleicht können wir Ihnen später mal was anbieten ..."
(Ich bin dieser netten PV-Mitarbeiterin gar nicht mal persönlich böse und ungewogen - sie gibt mit ihren jungen Jahren wahrscheinlich nur den Sondermüll über ihren Mund an andere weiter, den man ihr in Schulungen eingetrichtert hat.)

2. Übernachtung im Gasthof auch storniert, hat er zum Glück kostenfrei gemacht und mit der Bahn zurück gereist. Verbindung klappte wieder nicht, auf einem Teilstück ICE-Fahrpreis nachbezahlt. Rückreisezeit auch ca. 11 Stunden statt 9 Std. 42 Minuten lt. Plan.

Ja, Reisebelege abgegeben, dann Wochen später die Reisekostenerstattung: Die vorab beantragte Bahnfahrt 2. Klasse für 239 Euro wurde erstattet, natürlich nicht der ICE-Zuschlagsanteil bei der 11stündigen Rückfahrt ... "nicht erstattungsfähig" hiess es da.
Widerspruch eingelegt - abgelehnt: ich hätte ja eine spätere Verbindung (wohl die mit 20 Stunden Einzelreisezeit und einer weiteren Übernachtung auf der Bahnhofsbank) in Anspruch nehmen können, oder die vorab beantragte Hotelübernachtung um mit dem planmäßigen Zug zurück reisen zu können ... usw. undsofort ... bla, bla, bla,
(Krönung war dann noch, als der SB beim nächsten Besuch meinte "hach, schade, dass es nicht geklappt hat".)

ABER:
Diese Menschen machen sich nicht einen einzigen Gedanken, welch unsinnige Kostenlawine mit Null Erfolg sie da tagtäglich auslösen. Aber immerhin bekommt ein ARGE-SB z. B. im Dienstrang eines Inspektors ca. 2400 Euro monatlich für seine kreative, fach- und sachkundige Bearbeitung, Beurteilung und Einschätzung der Dinge ... und natürlich für seine zahlreichen und seriösen "existzenzabsichernden" Stellenangebote.
(Ja richtig, natürlich bin ich neidisch - ich gebe es ja zu, so ein Pöstchen hätte ich auch gerne. Hab´ mich auch schon erkundigt, man will mich aber nicht, weil mir ein Studium fehlt.

***

Fazit:
Derartige Vorgänge bzw. Abläufe gepaart mit feudalistischer Großkackerei bestätigen mir immer wieder die Peinlichkeit der asozialen und geistig maroden Gesellschaft in Deutschland.

Abgesehen davon:
Strafrechtlich bzw. gesetzlich verboten gehören sowieso Zeit-/Leiharbeitsfirmen, PV´s bzw. teilweise kriminell veranlagte Unternehmerbanden die Ihren Profit durch moderne Sklavenarbeit auf dem Rücken der Arbeitnehmer erwirtschaften.

Arbeitnehmer, die heute oder schon womöglich seit Jahren nach BZA oder IGZ arbeiten werden beim Eintritt in die Rente ein böses Erwachen erleben: Existenzsichernd werden diese Renten nicht sein - lasst Euch das mal bei diesen Hungerlöhnen der Personalvermittlungsbuden ausrechnen ...
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#14199
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#14207
Re: Reisekosten Vorstellung mit "ALG-II-Reisen" vor 10 Jahren, 3 Monaten Karma: 2
@Hartzbeat:

Nicht falsch verstehen, schreibe das für uns alle - nicht speziell auf Dich bezogen.
- geht in Ordnung, genau so auch Kritik - habe kein Problem damit!

- &quot;zu richtiger “Erwerbs”-Arbeit reicht’s offensichtlich nicht&quot;, nee, leider wohl richtig, nachdem ich früher ca. 25 Jahre &quot;richtiger&quot; Erwerbsarbeit in Vollzeit am Stück nachgegangen bin. Ältere Arbeitslose werden auch heute nicht unbedingt mal eben eingestellt ---&gt; 24 Jahre, widerspruchslos, anspruchslos, untertänig, unkritisch, allzeit verwendbar, skrupellos/kriminell, spermaspritzend und vor allem BILLIG musst Du heute sein, um einen halbwegs auskömmlichen Arbeitsplatz zu erhalten.
(Wir leben ja heute in einer dekadenten Zeit, in der selbst schon die Bestellung für Konzertkarten oder 12 Pizzen von einem Callcenter in Indien entgegengenommen werden um sie anschliessend in Berlin z. B. auszulösen ...)
Dazu kommt, dass ich natürlich auf Grund gemachter Erfahrungen bei der ehrenwerten Branche der &quot;Personalüberlassung&quot; sowieso mit solchen Leuten auf Kriegsfuss stehe: Wenn ich mir diese Tarifverträge, die Löhne und diese verwinkelten, verklausulierten und mit Tretminen gespickten &quot;Anstellungsverträge&quot; (IGZ, BZA, AMP z. B.) ansehe, so kommt mir das kalte Kotzen. Der AN hat lediglich Pflichten, der AG fast nur Rechte und Öffnungsklauseln.
Wenn diese Branche auch nur ein Minimum an Anstand und Seriosität gegenüber dem Arbeitnehmer hätte, so würde diese einen Arbeitsvertrag, auch heute noch im Jahr 2007 korrekt und umfassend formuliert sowie mit allen rechtlichen und finanziellen Bestandteilen mit allen Rechten und Pflichten für AN und AG auf 1/2 bis 1 DIN-A4-Seite abfassen. Das ist ohne Probleme möglich - natürlich macht man das nicht, sondern setzt Verträge vor deren Inhalte und Aussagekraft, behaupte ich einfach mal, 75% der Arbeitnehmer nicht verstehen bzw. voll übersehen können. Und 100%, behaupte ich auch mal, der Arbeitnehmer gehen sowieso nicht gerne bzw. freiwillig und glücklich der Arbeit über PV nach.

- Wie gesagt, es handelte sich um eine &quot;PFLICHTbewerbung&quot; mit Rechtsfolgebelehrung (s. Antwortformular Rückseite) und der Maßgabe unverzüglich beim AG vorstellig zu werden, eine schriftliche Bewerbung mit Gehaltsvorstellung ging natürlich voraus. Und wenn dann eine Einladung erfolgt ... was will ich da machen? Ansonsten würde ich derartig komprimierten Schwachsinn nicht verfolgen.

- PFLICHTbewerbung = muss man leider doch wohl kreuz + quer die BRD bereisen - 2 Sperren bzw. Gerichtsverfahren habe ich deswegen schon durch. Auch wenn man im Nachhinein irgendwann vielleicht Recht bekommt, so bleiben trotzdem immer Kosten an einem hängen. Der Klage- bzw. Gerichtsweg ist nur für DIE gemacht, DIE es sich finanziell leisten können.
Am Rande bemerkt:
Wir haben ja angeblich Hochkonjunktur und erhöhte AN-Nachfrage. Aber bei uns gibt´s praktisch kaum Stellenangebote befristet/unbefristet durch den AG direkt - sondern fast nur durch dieses pestilenzartige Krebschgeschwür, PV genannt - und wöchentlich kommen neue Auswüchse dazu.
Dabei kann ich das kostentechnisch absolut nicht nachvollziehen: Ohne diese Zwischenstufe, die ja für Ihre &quot;Vermittlungstätigkeit&quot; und Selektion auch kräfig kassiert, hätten alle mehr davon - der AN mehr auf der Gehaltsabrechnung, der AG spart auch - nämlich das was die PV´s sich auf´s Konto raffen.

- 3. Reale Kosten, ICE-Zuschlag? - Nun, weder der SB noch ich weiß VORHER, ob durch irgendwelche Verspätungen oder andere Umstände nich vorhersehbare Fahrpreisaufschläge fällig werden (vor allem, wenn man alle paar Jahre mal Bahn fährt) ... und dann wird man einfach nach §-Lage behandelt - und ehrlich gesagt ist es auch schwer, alle Eventualitäten zu berücksichtigen. (Außerdem ist wohl die &quot;billigste&quot; Verbindung zu wählen und die sieht sowieso keinen ICE vor wie ich zu hören bekam, auch dann nicht, wenn man 10 oder 12 Stunden unterwegs ist.)

- zu 4.: anstatt Dich durch die BRD schicken zu lassen = völlig richtig, mein &quot;Reise-/Vorstellungserlebnis&quot; hat mich dazu lernen lassen - noch einmal passiert mir das garantiert nicht; bzw. für ALLE Vermittlungsvorschläge werde ich im Vorfeld sämtliche Detailpunkte explizit klären - ansonsten gibt´s halt keine Spassreisen mehr.

- zu 6.: die entlassen gerade massenweise ihre Leute. In den letzten Jahren haben die vermehrt nur befristete Arbeitsverträge ausgegeben und die laufen dieses Jahr alle aus. =
bei uns stellen sie ein, lediglich z. B. &quot;ausgeliehene&quot; Telekomiker u. ä. werden wegrationalisiert bzw. zurück (in die Auffanggesellschaft) gegeben.

- zu 7.: “Gesetzlich verbieten....” - Da gebe ich Dir voll und ganz recht, wenn jedoch Leute dafür BDR-Reisen unternehmen, wird das Ganze nur legitim unterstützt. Also mach das am besten gar nicht - oder überlege Dir, wie es anders geht, so dass Du nicht noch einen Nachteil hast. Hier gibt’s wirklich was für Dich zu tun. =
Natürlich, alles richtig - einerseits hätte ich aber gerne einen ordentlichen Arbeitsplatz, andererseits winken ja an jeder Ecke Sanktionen bzw. Sperren und das System sieht ja erst mal vor, dass man gegen alles erst mal aufwändig Klage erheben muss und es dann in 6, 12 oder 24 Monaten zur Verhandlung kommt. Wenn dann gesperrt wird ... da wohne ich schon unter der Brücke und die haben genau das erreicht, was das System bzw. die erlogene und erstunkene Gesetzgebung vorsieht, nämlich: ERST WIRD MAN KAPUTT, ARM UND KRANK GEMACHT, DAMIT MAN ANSCHLIESSEND FESTSTELLEN KANN, DASS MAN MENSCHLICHER MÜLL IST DER ZU NICHTS TAUGT.

Deswegen habe ich an diese Sache auch ein Haken gemacht, eine Wiederholung gibt´s bestimmt nicht - und alle (deswegen schrieb ich das Ganze) müssen halt mal lesen, was für ein geplanter Schwachsinn dahinter steckt.

So, ich mach jetzt Wochenende im Schrebergarten ...
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#14270
Re: Reisekosten Vorstellung mit "ALG-II-Reisen" vor 10 Jahren, 3 Monaten Karma: 2
Gut, die Lösung ist sicher im Kernsatz
&quot;“Richtig bewerben - aber wie?”&quot;
versteckt.

Ich meine nicht die Form und Norm von Bewerbungsunterlagen, da kenne ich sicher die meisten gängigen Varianten, sondern die hierin enthaltenen Aussagen.

Manch ein schon länger Erwerbsloser geht evtl. eingeschüchtert und planlos in Bücklingshaltung zu Werke.
Es läuft ja oft so:
Es kommt ein &quot;halbgewalktes&quot; Stellenangebot als sog. Pflichtbewerbung.
&quot;Halbgewalkt&quot; bedeutet, dass bei ca. 50% viele wichtige Aussagen fehlen:
a.) eigentlich immer fehlt die konkrete bzw. minimale Verdienstmöglichkeit in Euro, eine Tarifgrundlage, also z. B. die Nennung eines Manteltarifvertrages, fehlt auch bei den meisten &quot;Vermittlungsvorschlägen&quot;
b.) auch fast immer fehlt bei &quot;Personaldienstleistern&quot; die Angabe, ob es sich um eine 1. Festeinstellung durch den AG, um eine 2. befristete/unbefristete Personalüberlassung bei einem bestimmten AG oder um eine 3. befristete/unbefristete Personalüberlassung in Einsatzwechseltätigkeit bzw. bei verschiedenen AG´s handelt. Besonders in der letzten Variante können sich für den AN´erhebliche Kosten verbergen.
c.) Auch Rahmendaten, wie z. B. der Punkt &quot;Eigener Fahrzeugeinsatz erforderlich&quot; sind oft nicht enthalten, bzw. werden arglistig dem Interessenten verschwiegen - stellen ja aber einen Kostenfaktor dar.
d.) auch sollte man nicht vergessen, wenn die Angabe &quot;sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis&quot; fehlt zu prüfen, ob es überhaupt ein solches ist, oder ob man etwa z. B. für eine &quot;dubiose Kosmetikspackenfirma&quot; als selbst. Vertreter arbeiten soll.
e.) und wenn da steht: &quot;sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis&quot; - so fehlt manchmal die Angabe z. B. Vollzeit, Teilzeit, 20 Stunden, Mehrschichtarbeit, Nachtarbeit usw. undsofort.

f.) dann sollte man, denke ich, auch dringend die Kostensituation vor Ort zu prüfen: Ist z. B. ein Arbeitsort 50km rd. um München, Stuttgart oder Frankfurt angegeben - braucht man sich keine Illusionen hinsichtlich einer günstigen Mietwohnung zu machen - Kaltmieten von 9 - 14 Euro pro m² + Nebenkosten sind hier die Regel - 1-Raumwohnungen sind fast nicht zu bekommen und wenn, dann kosten die in solchen Ballungsräumen auch 300-400 Euro kalt. Das allgemeine Lebenshaltungskostenniveau liegt mit Sicherheit deutlich höher als das z. B. in MVP oder Sachsen-Anhalt.

Und da muss man halt vorher rechnen (denn die sog. Mobilitätsbeihilfe ist eine sog. KANN-Leistung und zeitlich befristet; die von der AA gewährten aufüllenden Kombilöhne entsprechen auch nur dem ALG-II-Niveau) was man BRUTTO/NETTO verdienen MUSS um schuldenfrei über die Runden zu kommen.

Also dürfte bei 90% aller dubiosen Stellenangebote helfen, diese Fragen penetrant zu klären bzw. zu stellen und natürlich mit einer der Arbeitsaufgabe und dem Kostenniveau entsprechenden Mindestverdienstsumme/brutto zu kombinieren.

Ich meine, was soll DAS: Durch diese Personalverleihertarife wird man u. U. trotz qualifiziertem Abschluss in die Richtung gedrängt für z. B. 7,38 oder 8,47 Euro brutto die Stunde arbeiten zu gehen (s. BZA oder IGZ-Tarif). In etlichen Fällen kommen aber auch derartige Summen faktisch nicht zur Auszahlung, da sie mit weiteren Knebelbedingungen und Öffnungsklauseln kombiniert sein können, die u. U. dem PV´ler/ZA´s weitere Kürzungen ermöglichen.
Bedeutet nichts anderes, als dass man hinterher feststellt z. B. für 4-5 Euro netto die Stunde gearbeitet zu haben, bzw. versklavt worden zu sein. Mit solchen Verdiensten kommt jedermann unweigerlich in die Schuldenfalle.
Und man sollte bedenken, wurde kürzlich wieder mehrfach in den Medien gebracht: Da wo UNSEREINS mit 7,38 oder 8,47 Euro brutto/Stunde abgespeist wird zahlt das Unternehmen bzw. der tatsächliche AG dass 2-3fache an die PV´s/ZA´s, die sich dadurch ein dickes Konto anhäufen.

. (PUNKT) - Fazit:
Mit allem Nachdruck sollten solche Punkte möglichst im Vorfeld geklärt sein ... und man nennt im Vorfeld eine dementsprechend angemessene Brutto- Gehaltsvorstellung mit eingebautem Verhandlungsspielraum, die dem von Festangestellten in vergleichbarer Tätigkeit entspricht. Unseriöse Stellenanbieter wird das nachhaltig abschrecken!

Bauern wollen 50% mehr, Supermärkte bis zu 70% mehr, Eisenbahner 20% mehr, die Bundestagsabgeordneten wollen auch jedes Jahr noch mehr, alles füllt sich die Taschen, usw. - also, warum sollen Arbeitslose für Hungerlöhe bei Sklaventreibern knechten? Hier fehlt es bei den Arbeitslosen an Einheit!

EIN MINDESTLOHN MUSS HER - natürlich nicht, so wie von der Politik teilweise gewünscht in Höhen von 4,50 - 6 Euro; so was kann nur von unternehmerbeeinflussten Hirnverbrannten kommen - 10 - 12 Euro die Stunde Mindestlohn brutto müssen her.
Und schon sprudelt es in den Rentenkassen, bei der Pflegeversicherung, bei der Arbeitslosenversicherung, den Krankenkassenbeiträgen ... der Finanzminister bekommt vor Freude einen Herzinfarkt: &quot;Hilfe, mein Konto läuft über - was soll ich mit dem ganzen Geld machen?&quot;
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