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Androhung von Sanktionen
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Fragen & Probleme
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THEMA: Androhung von Sanktionen
#12261
Androhung von Sanktionen vor 10 Jahren, 12 Monaten Karma: 0
kurzer Sachverhalt:
Es geht um zwei Arbeitsangebote: eines als Vertriebsmitarbeiter für Großdrucker (war im Vertriebsinnendienst und habe davon eigentlich kein Ahnung) habe mich am Freitag per mail bei dem Unternehmen beworben - normales Anschreiben und ein beigefügter CV (Curriculum Vitae). Am Mittwoch der darauf folgenden Woche bekam ich ein Schreiben mit der Androhung um Kürzung der Leistungen um 30% (Sie haben mit Ihrer email Bewerbung ein Zustandekommen eines Vorstellungsgespräches mit der Bewerbungsform hintertrieben). Habe gleich den zuständigen Personalsachbearbeiter angerufen und ganz freundlich nachgefragt was aus meiner Bewerbung geworden ist: original Wortlaut..."auch Sie waren das mit der komischen emailadresse und dem CV im Text - also so was hat sich bis jetzt noch keiner zugetraut..das ist ja keine Bewerbung sondern ein Witz" ich habe mich dann immer noch freundlich von Ihm verabschiedet und ihm alles Gute gewünscht.
Tja und noch eine FA. ABC (name geändert) sucht 13 MA für die Betreuung und Neukundenaquise im Telekommunikationsbereich. Die Position beinhaltet....
nur zur Info diese Anzeige ist wöchentlich in diversen Werbemagazinen etc.
Habe beid er zuständigen Dame angerufen. Meine Fragen: Handelt sich um eine solzialversichungspflichtige Tätigkeit...
Antwort - kommen Sie zu einem unverbindlichen Vorstellungstermin vorbei...
Frage: Können Sie mir die Frage vorab beantworten und noch mehr über die Tätigkeit mitteilen...
Antwort: Wir haben auch sozialversicherungspflichtige Arbeiten...kommen Sie doch zu einem Vorstellungstermin vorbei...
Dummerweise habe ich dies nicht getan..und jetzt droht mir die ARGE mit einer Leistungskürzung wegen "Sie haben sich auf einen Vermittlungsvorschlag nicht beworben/nicht gemeldet"
OK im ersten Fall da ist die Sachlage wohl klar aber bei der zweiten Androhung habe ich nichts schriftliches....Was kann ich hier tun???
tweety13
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#12286
Re: Androhung von Sanktionen vor 10 Jahren, 11 Monaten Karma: 11
Hallo tweety13,

da Du im Vertriebsinnendienst gearbeitet hast, gehe ich davon aus, daß Du Dir Datum, Uhrzeit und den Namen der Dame mit der Du telefoniertest notiert hast.

Ich würde jetzt ein klärendes Gespräch mit den Amt suchen, denn aus dem Inhalt des Telefonates geht eindeutig hervor, dass es sich um eine nichtsozialpflichtige Stelle handelt. Als Vertriebsmitarbeiter müsste man diesen Umstand eigendlich erkannt haben.
Nehme jemanden Deines Vertauens mit zum Amt als Zeugen und kläre den Sachverhalt auf. Sage klipp unjd klar, daß es sich um die vom das Amt ausgeschriebene Stelle ein nichtsozialpflichabgabepflichtige Stelle handelt und somit eine Leistungskürzung nicht gerechtfertigt ist (Notfalls in schriftlichen Widerspruch gehen).
Die Ämter wissen, daß sie solche Stellen nicht vermitteln dürfen, sondern lediglich empfehlen können.
Die Ablehnung einer empfohlenen Stelle zieht keine Sanktionen nach sich.
Falke
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#12295
Re: Androhung von Sanktionen vor 10 Jahren, 11 Monaten  
Hallo Tweety.

Eigene Erfahrung.


Also, gegen eine Kürzung kannst du einpruch einlegen.

Begründung: Die Bewerbung per Email war rechtens.
Es handelt sich bei einer Bewerbung per E-Mail um ein Standart medium wie die Post oder Fax. Moderne Komunikation!!!!
Die Bewerbung per Mail ist nicht ungewöhnlich, eher an der Tagesordnung. Ich bin in keinster weise Haftbar dafür zu machen das die Firma XXXX dies ablehnt.Sollten Sie mir auf grund der Tatsache das meine Bewerbung per Email bei Firma xxxx eingegangen ist und nicht für gut befunden wurde, meine Leistung um 30 % kürzen sehe ich mich gezwungen, wiederspruch gegen eine Kürzung einzulegen und gegebenenfalls eine Klage vor dem Sozialgericht einzureichen.


Hochachtungsvoll.........

Gruß Roman<br><br>Post ge&auml;ndert von: hupelmann, am: 02/12/2006 11:17
Hupelmann

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#12329
Re: Androhung von Sanktionen vor 10 Jahren, 11 Monaten Karma: 0
so erstmal besten Dank für die Antworten...

Hatte heute Termin bei meiner Beraterin - das mit der Callcentertätigkeit ist vom Tisch, hat wohl eingesehen (dies aber nicht zugegeben)das es sich hier eindeutig nur um eine selbständige Tätigkeit handelt.
Nur das Thema mit der Onlinebewerbung wollte Sie Anfangs nicht schlucken - Sie meinte ich hätte ein unvorteilhafte email geschrieben. Nach einer kurzen Diskussion über Wortklauberei habe ich Ihr ein Urteil vom BSG in Kassel vorgelegt (ein Arbeitsloser darf sich bei einer Bewerbung unvorteilhaft für eine angebote Stelle darstellen ohne das Arbeitslosengeld gesperrt wird). Das wurde dann eingehend von Ihr studiert und mit dem Satz &quot;was Richter so alles entscheiden&quot; kommentiert.
Daraufhin hat Sie mich aus dem Raum geschickt (Sie müsse sich mit Ihrer Teamleiterin beraten) und jetzt kommt es - Sie bestehen auf einer 30%igen Kürzung des Regelsatzes für drei Monate.
Dann bemängelte Sie plötzlich die Form meiner Bewerbungen (sind top optimiert) und bat hier auch um Besserung (in welchem Kindergarten sind wir denn hier) bis zum nächsten Termin.
Tja dann meinte Sie noch alles ok - wobei ich verneinte nichts ist ok, 30% Kürzung werde ich nicht akzeptieren. Die Verabschiedung: Sie hören von uns schriftlich quittierte ich mit einem freundlichen &quot;schönen Tag noch&quot;.
Und was habe ich jetzt zu erwarten??? - An alle Experten....
tweety13
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#12341
Re: Androhung von Sanktionen vor 10 Jahren, 11 Monaten Karma: 11
Hallo tweety13,

Widerspruch einlegen. Das Recht ist auf Deine Seite.
Wenn nicht anders, kann hier nur noch ein Anwalt helfen.
In meinen Augen und wenn ich den Vorgang hier richtig deute begeht Deine ARGE eine Rechtsbeugung zu Ihren Gunsten. Lass Dir das nicht gefallen und wehre Dich bis zum Äußersten.
Falke
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