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Schikane beim 1€ Job
(1 Leser) (1) Besucher
Ein-Euro-Jobs
Zum Ende gehenSeite: 12
THEMA: Schikane beim 1€ Job
#12409
Re: Schikane beim 1€ Job vor 10 Jahren, 10 Monaten Karma: 0
Hallo Ihr Lieben!
Sehr geehrte Andere.

Die ILO - Internationale Arbeiter(Labour) Organisation ist mir auch mal aufgefallen.

Ergänzend : Artikel 12 unseres Grundgesetzes
(1)Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder Aufgrund eines Gesetzes geregelt werden.
(2)Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
(3)Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulassig.

Die Interpretation dieser Worte ist vielseitig.
Das erleben wir beim lesen der Gesetze(in unserem Denken)
und erkennen dies an unserem real-existierenden Einsatz im EineuroJob.
Jede EineuroJobberin ist (am Ende) nur ihrem eigenen Gewissen verpflichtet.

Das Verteilen und Organisieren von Arbeit und Geld haben wenige in den Händen.
Die gesellschaftlich notwendige Arbeit leistet das "arme, dumme" Volk, die Arbeitsleistung bekommt die Einsatzstelle geschenkt und das meiste Geld (aus unser aller öffentlichen Kassen)
bekommt der Träger der Maßnahme für Verwaltung und Organisation von den "Armen und Dummen".

Entweder unterstützt man das, in dem man durch sein tägliches Verhalten diese Verhältnisse stützt und fortlaufend-bestätigend, wieder und wieder, diese Realität erzeugt,
oder : man kann sich (jederzeit) anders entscheiden.

Ich habe meinen EineuroJob hingeschmissen, weil : "Ich mache das so nicht mit."
Mitmachen wiederspräche meinen tiefsten inneren Überzeugungen.

Ein gesetzes-konformes Mitlaufen in einer Gesellschaft,
die ihre Kinder und ihre Alten über Ausbeutung und Zwangsarbeit versogt,..
das ist schon ganz besonders peinlich.

Übrigens, weil die Gesetzes-Ausführungen und Umsetzungen sind wie sie sind,
und ich bin wie ich bin, habe ich selbst vorgeschlagen, meine überlebenswichtigen Bezüge (345EURe) um 30% zu kürzen. Auch deshalb selbst vorgeschlagen, damit meine Jobmanagerin -die durchaus in Ordnung ist- mir gegenüber kein schlechtes Gewissen haben braucht.

Ich habe im EineuroJob, wie im JobCenter, fast ausnahmslos gute Leute getroffen.
Schade, dass sie all ihr vielseitiges Wissen und Können im Sinne der andauernden Umverteilung und deren Begünstigten einsetzen.

Es geht um nichts, als um das Aufrechterhalten einer Realität, die seit mehr als 30 Jahren (Club-of-Rome) als "nicht zukunfts-fähig" erkannt und benannt ist.

Und jede und jeder Einzelne hat jederzeit die Möglichkeit zu sagen :"Mit mir nicht."
Jede EineuroJobberinnen hat diese Chance, jede JobCenter-Mitarbeiterin und jede Angestellte bei Bildungs- oder Maßnahmenträgern, jede Politikerin kann jederzeit sagen:"Mit mir, so nicht."

Am Ende jedoch, kann man sich nur selbst befreien, Einzelne, ebenso wie Gruppen von Menschen; ja ganze Gesellschaften, wie es letztlich die ganze eine irdische Gesellschaft, die Menschheit ansich ist, die sich befreit. "Der Schlüssel liegt im Auto." - also im Selbst.

Denn es kommt niemand, der neue Arbeitplätze schafft,
es kommt auch keiner, der "das neue Geld" aus NewYork mitbringt.
Die Arbeit ist da, das Land ist fruchtbar und es ist Licht, seht Ihr es nicht?

Viel Freude
BratwurstmitSenf
BratwurstmitSenf
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#12797
Re: Schikane beim 1€ Job vor 10 Jahren, 8 Monaten Karma: 0
hallo bratwurstmitsenf,
das hast du schön gesagt. aber was machen wir mit der angst der vielen, vielen. der angst davor, sich zu wehren, weil sie denken, dann ales zu verlieren. obwohl sie doch schon mit dem rücken zur wand stehen? oder ist es das fehlende durchdenken der konsequenzen, das "was kann mir eigentlich noch passieren". irgentwie haben die franzosen viel weniger angst als die deutschen...
oder fehlt einfach die perspektive, das wissen, wofür man kämpft?
discoverer
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#12810
Re: Schikane beim 1€ Job vor 10 Jahren, 8 Monaten Karma: 0
Liebe Lesende, hey discoverer,

> discoverer schrieb: .. das hast du schön gesagt.
Danke, dann mögen die Worte wirken

> aber was machen wir mit der angst der vielen, vielen. der angst davor, sich zu wehren,
> weil sie denken, dann ales zu verlieren. obwohl sie doch schon mit dem rücken zur wand stehen?
Ja, die Angst ist fürchterlich, ich sag:"Da ist keine Wand!" .. doch, ohne je einen Blick nach hinten geworfen zu haben, antworten Ängstliche:"..dann ist da ein Abgrund." Aber, was tun :"Du kannst dem Kind beim Gehen lernen helfen, doch gehen "muss" es selbst." "Das Kind" sind die Vielen (wie Du schreibst) in Angst.

> Du erwähnst : .. sich zu wehren ..
Wenn Du Dich aktiv wehrst(kämpfst) gegen "Etwas", dann bestätigst Du dieses "Etwas" in seiner Existenz und bewirkst -im Zweifel sogar- das Gegenteil von dem, was Du erreichen wolltest.. das wogegen Du Dich wehrtest, geht gestärkt aus (wiederrum seiner) der Gegenwehr hervor.. ABER

Wenn Du Dich friedlich(passiv) wehrst, begehst Du die Wege und trittst in den Fußstapfen von Menschen wie Nelson Mandela, Ghandi oder Jesus.. Der Trick ist das Anerkennen der selbsternannten, mächtigen Eliten als gleichwertige Menschen..

"Sie" erheben sich über Dich, doch Du tust es Ihnen nicht(!)gleich, Du erhebst Dich nicht über Sie, sondern respektierst Sie als Deinesgleichen, nämlich lebende Wesen und Mensch bei dem Versuch, sich zu entwickeln.

Dabei ist Entwicklung eine "innere Angelegenheit". Ich kann Dich nicht entwickeln, Du kannst mich nicht entwickeln, wir können uns nur helfen, gehen zu lernen..

> Du schriebst: ..oder ist es das fehlende durchdenken der konsequenzen, das "was kann mir eigentlich noch passieren".
Die Konsequenzen sind wieder und wieder durchdacht, bekannt und benannt. Es kann kaum noch schlimmer kommen, ich schrieb mal:"Das dunkelste Kapitel der Menschheitsgeschichte findet jetzt -im Moment- statt.", woraufhin ein eDemokratie-Forum geschlossen wurde..

Heute verweise ich lieber auf den bekannten Lichtenberg:"Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll."(Georg Christoph Lichtenberg, 1742-94)
( de.wikiquote.org/wiki/Georg_Christoph_Lichtenberg )

Das Durchdenken der Konsequenzen hat zu Ergebnissen geführt.
Diese finden sich auch in internationalen Vereinbarung, nämlich in der Agenda21 oder der lokalen Agenda21(u.a. z.B.Kyoto-Protokoll..) als gemeinsamer Grund zum Handeln.

Begriffe wie "Agenda" oder "Nachhaltig" und die Folgen im Handeln werden (notwendiger Weise, aus Sicht Vorherrschender) zu kapitalisieren versucht. Das ist natürlich dumm, den die alten Systeme vergangener Jahrtausende sind überholt. Wir sollten uns nicht damit aufhalten, sie "zu bekämpfen".

Wir haben zu tun! Es macht keinen Sinn den ganzen Tag im JobCenter rum-zu-hängen oder "Bewerbungen" zu schreiben, sich oder andere Menschen "zu verkaufen", denn man verkauft keine Menschen, pfui, das ist ja peinlich.

Als Frage des Selbstverstands(wie verstehe ich mich selbst) als einzelner Mensch und als in der Gruppe aller Menschen(wie verstehen wir uns als Menschheit), verbietet es sich auch, Kinder verhungern zu lassen.

Die Konsequenz für den Einzelnen(im Alten lebend -trotzdem) durch sein alltägliches Verhalten die Verhältnisse zu verbessern hat Folgen.. noch können wir wählen und uns die Konsequenzen selbst auferlegen,..

Ich hoffe, die Verhalten der, die "das Alte" leben, provozieren nicht noch mehr Brüche und Verwerfung (Zerstörung, Leid und Tod), ich weiss, "Sie" haben nichts anderes Gelernt.

Nach Konsequenzen gefragt (von Dir, lieber discoverer).. will ich wenige wichtige nennen, es wundert nicht, wenn Menschen diese Konsequenzen scheuen, doch das hilft nichts, man braucht ja nicht gleich die ganze Palette :

Hacke nicht für Geld, Arbeite nicht für Geldgierige, verkaufe Dich nicht. Minimiere den Umsatz an Resourcen und Geld, schmeiss nicht weg, verschenke, lerne reparieren und lerne vom "großen alten chinesischen Bruder": kauf Dir ein Fahrrad, lerne und lehre es zu reparieren und zu benutzen.

Kümmere Dich um Dein direktes Umfeld und arbeite auch dort, damit der erarbeitete Wert Dein Umfeld befruchtet, dann befruchtet es wiederum auch Dich.. lebe und arbeite, wo Du wohnst, vertraue Dir und dem Umfeld, es wird Dich ernähren und kleiden..

..gehe in die nächste Schule, sieh was es zu tun gibt.. bring Dich ein, leiste "WertArbeit", versuche mit anderen gemeinsam zu kochen und zu essen.. und sei es nur ein Apfel, den Du teilst, ..wähle "ungültig".

> irgentwie haben die franzosen viel weniger angst als die deutschen...
.."die" können ja auch wieder in die Schule(n)..

> oder fehlt einfach die perspektive, das wissen, wofür man kämpft?
Da ist "nur" Leben und viel gute Arbeit..(kein Kampf, dämpfe Deine Kämpfe) und die Perspektiven ändern sich mit der Bewegung

Alles Gute und alles Liebe
BratwurstmitSenf

(-> Dieter Duhm,"Angst im Kapitalismus", das Buch hat mir die Angst erklärt)
BratwurstmitSenf
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