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Das abstrakte Vorstellungsgespräch 2005:
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Bewerbung
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THEMA: Das abstrakte Vorstellungsgespräch 2005:
#130
Das abstrakte Vorstellungsgespräch 2005: vor 12 Jahren, 3 Monaten Karma: 0
(Mit Genehmigung des Verfassers Spätlese)
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Auch so kann ein Vorstellungsgespräch ablaufen: Grauenhaft!
Bewerbung: Ablauf Vorstellungsgespräch 2005

Nach etlichen Bewerbungen in diesem Jahr endlich mal wieder eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Immerhin die 2. im Jahr 2005! Dieses Gespräch hat aus meiner Sicht alles getoppt. Daher möchte ich Gesprächsablauf und meine Impressionen ich hier ausführlich schildern.

Termin: 13.08.2005 – 9.00 Uhr
Zu besetzende Stelle: Sachbearbeiter Einkauf im Innendienst

Aus Rechts- bzw. Datenschutzgründen bezeichne ich in der Beschreibung des Gesprächsverlaufes die einladende Firma, bzw. den Geschäftsführer mit „Knallerpreis-Fachmarktkette“ bzw. H. „Knaller“.

Besuchs- und Gesprächsverlauf:

Etwas früher um 8.50 Uhr bei der „Knallerpreis-Fachmarktkette“ im Firmengebäude erschienen, mich am Empfang angemeldet. Ich durfte in der Wartezone Platz nehmen, es käme in ein paar Minütchen jemand, der mich abholen würde.

Punkt 9.00 Uhr kam eine grinsende Dame auf mich zumarschiert, vorsichtshalber stand ich schon mal auf und ging einen Schritt auf diese zu. Kommentar von dieser Dame: „Zu Ihnen will nicht jeder, mein Herr.“ Ich: „... hätte jetzt zeitlich gut zu meinem Termin gepasst“ – Sie: „Aber gerade auch maximal nur das, mein Herr.“ Muss sich wohl sexistisch belästigt gefühlt haben und bog scharf rechts ab zum Kaffeeautomaten. Dann nichts mehr bis 9.25 Uhr – wurde dann doch noch von einer deutlich gefälligeren Dame abgeholt und in den Besprechungsraum des Firmeninhabers, H. Knaller, geleitet.

An einer offen stehenden Verbindungstür zum Hochregallager kamen wir vorbei: Sehen konnte ich 4 Lagermitarbeiter in einheitlicher Knallerpreis-Firmenkleidung und mit roten Knallerpreis-Schutzhelmen ... und 2 weitere, einen mit einem bestimmt 40 Jahre altem Moped-Jethelm und einen weiteren mit einem alten Bundeswehr-Stahlhelm, hinten drauf klebte Logo „BMW“, vorne drauf „AGE OF THE EMPIRE“.

Stiller Protest, na ja, lustig halt – oder reicht es in dieser Firma nicht mal für einen ordentlichen Schutzhelm?

Vorher konnte ich noch im Vorbeigehen einen Blick auf eine Pinnwand „Interne Mitteilungen für die Belegschaft“ werfen. Eine einzige fett gedruckte Überschrift konnte ich mir merken = „H. Knaller legt die verbindlichen Mehrarbeitszeiten für alle 650 Mitarbeiter an Wochenenden vor Weihnachten bis zum (Datum) fest und teilt Ihnen diese rechtzeitig vorher zur Kenntnisnahme mit. Um strikte Einhaltung wird gebeten“.

Im Besprechungsraum von H. Knaller:
Besprechungsraum etwa 2,50 x 2,50m² groß, trotzdem hatte man es irgendwie geschafft einen Tisch mit 5 Stühlen und 2 Schränkchen dort hineinzustellen – eng, Quetschpassung und Bullenhitze.

Geschäftsführer H. Knaller:
Genau wie ich: in den 40ern, wohlbeleibt, kritisch, meckrig, leicht angeschwitzt und unfreundlich wirkend. (Aber: ca. 15cm kleiner als ich.) (Dachte mir gleich: der genau so ein ..... wie ich es sein kann.)

Gegenseitige Vorstellung und Begrüßung, mein Sitzplatz wurde mir zugewiesen.

Gesprächseröffnung und –ablauf:
H. Knaller: Ja, 204 Bewerbungen hatten wir auf die zu besetzende Stelle, rund 20 Bewerber habe ich für diese vakante hochverantwortungsvolle Tätigkeit zum Gespräch eingeladen. Sie gehören mit dazu, obwohl Sie ja schon einige Jahre von der Praxis entfernt sind. Berichten Sie zunächst über markante Stationen in ihrem Lebenslauf und anschließend was sie denn über meine Knallerpreis-Fachmarktkette schon wissen.

(Anmerkung:
Auffällige Verhaltensweise von H. Knaller: Dieser Geschäftsführer konnte mir nicht in die Augen sehen, schaute nach links oder rechts auf den Boden oder an die Decke, beim Blickrichtungswechsel von links nach rechts oder umgekehrt verschloss er immer seine Augen, bevor sich die Blickrichtung evtl. getroffen hätte. Dieses Fehlverhalten mit dem Ausdruck der persönlichen Unhöflichkeit und Missachtung meiner Person behielt H. Knaller während des gesamten Gesprächs so bei. Außerdem konnte ich einen Minderwertigkeitskomplex beobachten, der offensichtlich auf fehlende bzw. verkrüppelte Fingerglieder der rechten Hand des Geschäftsführers H. Knaller zurückzuführen ist. Ständig versuchte er seine verstümmelte Hand zu verbergen, was aber nicht gelang – irgendwie hatte der den inneren Zwang immer mit dem Stumpen seines rechten Mittelfingers auf der Tischkante herum zu trommeln.)

Ich: (Lebenslauf in Kurzform geschildert und das was aus dem Internet bzw. meinem letzten Besuch in einem Knallerpreis-Fachmarkt vor ein paar Jahren bekannt war – der nächste Knallerpreis liegt etwa 30km von meinem jetzigen Wohnort entfernt, so dass ich keine Erfordernis sehe, Spaßfahrten ohne zwingenden Anlass dorthin zu unternehmen.)

H. Knaller: Ja Danke, da wissen sie ja schon einiges, was vollkommen richtig ist. Berichtigen muss ich sie allerdings wegen unserer Sortimentseinteilung – zwischenzeitlich führen wir komplette abgeschlossene Sortimente mit Anspruch auf Kompetenz und Vollständigkeit. Das gilt für die Bereiche Bürobedarf/Schreibwaren, weiße Ware, Werkzeuge/Bastelbedarf, Kfz-Grundzubehör, PC-Zubehör, Haushaltswaren usw. usw. . Aber ich bin ja schon enttäuscht so zu erfahren, dass sie sich vor diesem brisanten Gespräch nicht einmal einen meiner Knallerpreis-Fachmärkte angeschaut haben, gerade wo sie doch als Arbeitsloser so viel Zeit haben ... aaahh, ich sah auch, sie fahren einen Audi A8, da wäre es doch eigentlich für sie kein Problem gewesen sich mal einen meiner aktuellen Knallerpreis-Fachmärkte vorher anzuschauen? + !

(Anmerkung:
Das der A8 ein ausgeliehenes Kundendienstfahrzeug meiner Kfz-Werkstatt war, geht ja keinen was an – oder? + ich empfinde Geschäftsführer H. Knaller als Widerling!)

Ich: Verstehen Sie bitte, H. Knaller, der nächste Knallerpreis-Fachmarkt liegt etwa 30km von meinem jetzigen Wohnort entfernt, so dass ich keine Erfordernis sehe, Leerfahrten ohne Erfordernis dorthin zu machen - wissen Sie, Auto fahren kann man ja nicht ohne Kosten- und Zeitaufwand. Umsonst gibt´s nichts. ... Ich habe ihnen ja in meiner Bewerbung ausdrücklich Punkt für Punkt mitgeteilt, worin meine speziellen Produkt- und Marktkenntnisse bestehen und in welchen Bereichen das nicht der Fall ist. Eigentlich habe ich mir erhofft, dass Sie mir ihre Unternehmensstrategie und die damit verbundenen Hauptumsatzproduktbereiche sowie ihre persönlichen Geschäftsziele heute schwerpunktmäßig mitteilen. ... Ja, genau, ich bin heute mit einem A8 hier – große Menschen brauchen ein der Größe nach angemessenes Auto, ich sah schon: In Ihrem Hause fährt man den Standard-Audi A4, na ja, ist ja auch ein weit verbreiteter Firmenfahrzeugtyp und ein nettes Auto was sich wirtschaftlich betreiben lässt. ...

(Anmerkung: MEIN MOMENTAN BENUTZTES Fahrzeug schien Geschäftsführer Knaller wohl mehr zu interessieren als meine Bewerbung. MEIN EIGENES Fahrzeug ist ja lediglich nur ein VW-Passat-Kombi des vorletzten Modelljahrganges. Aber es reicht ja, wenn ich das weiss.)

H. Knaller: Es ist ja schon unüblich, dass arbeitslose Bewerber mit einem Audi-A8 zum Vorstellungsgespräch erscheinen ....

Ich: Sie dürfen versichert sein, H. Knaller, dass MEIN EIGENER Privat-PKW dem Arbeitsamt bekannt ist und im Rahmen der ALG-II-Gesetze anstandslos genehmigt wurde. ... Ich muss ja schließlich die Möglichkeit haben bei anstehenden Vorstellungsgesprächen sicher und pünktlich von A nach B zu kommen.

(Anmerkung: H. Knaller sichtlich verunsichert und lenkt auf andere Themen über. Trommelt wieder mit seinem Mittelfingerstumpen auf der Tischkante.)

H. Knaller: Ein paar praktische Dinge und Fragen, weil sie sind ja nun doch schon einige Jahre von der Realität entfernt, habe ich mal für sie vorbereitet: =

-1.) Auf dem Tisch im ca. 5m² großen Besuchszimmer lag ein rotes Seidentuch unter dem sich diverse Gegenstände abzeichneten.
H. Knaller: Unter dem roten Tuch liegen 50 völlig verschiedene und willkürlich von mir ausgesuchte Gegenstände. Ich hebe jetzt das Tuch für genau 5 Sekunden an und sie merken sich mindestens 10 Gegenstände, decke alles wieder zu und sie nennen mir diese dann.
Da lagen dann z. B.: Apfel, Radiergummi, Zündkerze, Glasmurmel, Diskette, Buch, Visitenkarte, Gummibadeentchen, Steine, Stecknadel ... usw. usw.
Ergebnis: Habe H. Knaller dann ca. 15 Gegenstände genannt.

-2.) Englischtest: Ein einfacher, in englischer Sprache abgefasster, Geschäftsbrief wurde mir von H. Knaller zwecks a.) Vorlesung und b.)anschliessender mündlicher Übersetzung durch mich überreicht. Ich habe dann wie gewünscht vorgelesen und das Englisch in Deutsch übersetzt.
Ergebnis: H. Knaller schaute in diversen Texten bzw. Papieren nach und meinte „Ja Danke“ sehr gut, reicht schon, wirklich flüssig – sie sprechen ja wirklich locker Englisch – wissen sie ich spreche eigentlich kaum Englisch, nur das „was man unbedingt so braucht“ und „was man sich selbst anlernt“ – aber Sie können das wohl! Merke ich schon...
(Habe H. Knaller dann angeboten, dass wir uns gerne im Fall von Zweifeln gerne in engl. Sprache weiter unterhalten können, was er aber tunlichst überhörte und nicht weiter darauf einging.)

(Anmerkung: Woher DER wohl dann meint das wissen zu können? Andererseits: Recht könnte er haben, denn wie in meinen Bewerbungsunterlagen vermerkt, hatte ich zig Jahre lang mit englischsprachigen Unternehmen schriftlich und mündlich zu tun.)

-3.) Der „Absatztest“: Mehrfach fragte ich, ob ich mal einen kleinen Blick in sein Lager werfen dürfte und ob er mir einen seiner Kataloge überlassen könnte.
Gesagt getan, wir durchschritten schätzungsweise 2000m² Hochregallager – alles ordentlich und fein, wirklich positiv.
Ich frage mit einem Fingerzeig in die oberen Regalborde: „Könnte ich mir bitte so einen Katalog mitnehmen?“
H. Knaller: „Gerne doch, dafür sind die ja da - sie sind gerade vor mir, wenn sie mal auf die Leiter dort steigen und sich selbst einen nehmen wollen ...?“
Ich: Leiter rauf, Katalog entnommen. Brav „Danke“ gesagt.
Antwort H. Knaller: „Prima, ich wollte nämlich mal ihre Absätze sehen ... nur ein kleiner Test. Bei Männern deuten nämlich abgenutzte Schuhabsätze auf Nachlässigkeit hin. Wissen sie, bei Frauen deuten abgelaufene Schuhabsätze sogar auf einen allgemeinen oberflächlichen Lebenswandel hin.“
Ich: „Zur Vorstellung komme ich immer nur mit gutem Schuhwerk ... oohh, H. Knaller, Vorsicht bitte – sie haben sich da wohl die Naht unter ihrer linken Hosentasche eingerissen, nicht dass das noch weiter einreißt – passiert ja schnell, schade um ihren guten Zwirn, das kostet ja heute alles so viel.“

Besichtigung damit kommentarlos beendet.

(Anmerkung: H. Knaller hat wirklich echte Menschenkenntnis. Har, har ... )

H. Knaller: „Ein paar Fragen hätte ich noch an Sie – wir gehen jetzt mal zurück in den Konferenzraum, meine Zeit ist etwas begrenzt.“

(Anmerkung: Kicher, 5m² „Konferenzraum“.)

Was nun folgte war offensichlich der Kompetenz-, Intelligenz-, Sozialfähigkeits-, Team- und Unternehmergeisttest des H. Knaller. Ein übliches Spielchen heutzutage.
Nun ein Auszug aus den Preisfragen des H. Knaller:
-1.) Benennen Sie ALS AKTIVER KÄUFER mal einige Hersteller aus dem Schreibwaren und Waschmittelbereich. (= Herlitz, Henkel, Geha, Elba usw. usw.)
-2.) WAS benötigen sie in logisch konsequenter Reihenfolge bei ihrer Morgentoilette? Nennen Sie mir mindestens 10 Punkte. (= (Schnaps, Lust zum Aufstehen) – ähh, nein = Licht, Wasser, Rasierapparat, Seife, Waschlappen, Kamm, Zahnbürste usw. usw..)
-3.)Ergänzen Sie das Sprichwort: „WENN ZWEI SICH STREITEN, DANN ........?“ Meine Antwort: „ ..... freut sich der Dritte.“ H. Knaller: „Das sagt jeder – was verstehen sie denn unter Streit, aber nur innerbetrieblich?“ Was kann aus Streit, aber nur innerbetrieblich, entstehen?“ Ich: (Meinungsverschiedenheit, Kontroverse, Abneigung Mitarbeiter untereinander, Streit kann nützlich sein, alles kann sich klären – Aussprache ist wichtig, erzeugt unter Umständen bessere Zusammenarbeit usw. usw.). H. Knaller: „Prima, das stimmt mich zufrieden – muss ich ja mal fragen, wo sie so doch ziemlich weit von der Berufspraxis entfernt sind... .“
-4.) Erläutern Sie bitte den Begriff Teamgeist und Teamfähigkeit.

(Anmerkung: Ich war nun schon ziemlich verärgert daher ...)

Ich: „Dieses Gerede bezüglich Teamfähigkeit und Teamgeist ist eigentlich ein Schuh von gestern. Viele Unternehmen sind nun schon von dieser Modeerscheinung wieder abgegangen, weil Teamfähigkeit und Teamgeist u. a. zur Folge haben, dass über alles und jede Selbstverständlichkeit endlos diskutiert wird, der Arbeitstag sinnlos vertan wird ... und ... die Auswirkungen sehen sie ja, H. Knaller, selbst im Misserfolg der deutschen Wirtschaft. Selbstverständlich muss sein, dass alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen, ein offenes und kooperatives Verhältnis zur Geschäftsführung besteht, Geschäftsführung und Mitarbeiter müssen EINS sein, Vertrauen muss gegenseitig vorherrschen - nur so kann es funktionieren – alles andere sind nur Parolen von Psychologen und Unternehmensberatern, die Geld mit diesen Strategien erschleichen.“

-5.) Nennen sie mindestens 5 neuartige Technologietrends der letzten Jahre. (= z. B. Plasma-Bildschirme, Hybridgetriebe, Digital-Kameratechnik, Wasserstoffmotoren usw.). H. Knaller: „ Ja Danke, und nun bitte eine ganz neuartige Technologiestufe ... „ Ich: „Ja, unbemannte infrarot-lasergesteuerte Stealth-Tarnkappen-Kampfdronen – z. B. der US-Airforce – mit 20.000km Reichweite und der Fähigkeit Dank 3 Tonnen mitgeführter PC-ferngesteuerter Präzisionswaffenlast über 20 Ziele gleichzeitig auch aus 30km Höhe zu bekämpfen.“ H. Knaller: „Ja Danke – das meinte ich zwar nicht unbedingt, aber sie haben ein gutes Grundwissen – das ist heute viel wert.“

(Anmerkung: Ob der wohl auch öfter eine Tarnkappe auf hat?)

Abschließender Gesprächsteil:

H. Knaller: „Ich suche eigentlich einen Einkaufsleiter, der auch vor Ort in der Lage ist Qualitätsbewertungen, Preisverhandlungen und Einkaufsentscheidungen zu treffen. Dazu sind häufig Reisen zu den Herstellern nach China, Korea, Russland und nach Südamerika erforderlich. Wären sie dazu bereit? Die Frage muss ich ja stellen. Außerdem muss der neue Mitarbeiter die 10 bisherigen Mitarbeiter anleiten und führen können. Würden Sie sich das zutrauen? Dann habe ich festgestellt; Sie kennen sich ja zum großen Teil gar nicht mit den Produkten aus – welche Zeit benötigen sie ggf. um sich hier einzuarbeiten? Wir haben 100 Millionen Euro Einkaufsvolumen – eine verantwortungsvolle Position, sie verstehen?

Ich:
„Ich darf ihre Fragen von hinten beginnend beantworten. Wie sie meinem ihnen vorliegendem Zeugnis des letzten Arbeitgebers entnehmen können, hatte ich früher einen Einkaufsbereich mit einem Einkaufswert von ca. 140 Millionen Euro und das mit 4 Mitarbeitern bei 60.000 Einzelartikeln. Da sollte es mit 10 Mitarbeitern auf jeden Fall klappen das zu bewältigen. Einarbeitung in die Materie ist eine Sache der Einarbeitung, der Unterstützung durch Geschäftsleitung und Mitarbeiter und des persönlichen Interesses. Ich denke schon, dass ich bei entsprechender Unterstützung auf Grund meiner Merk- und Lernfähigkeit in der Lage bin, mich in ihre 15.000 Artikel innerhalb 2-3 Monaten vom Grundsatz her einzuarbeiten.
Eine Gegenfrage als Antwort, H. Knaller, hätte ich:
Wieso suchen sie nun einen Einkaufsleiter, der auch ständig im Ausland reist und dort die Kaufentscheidungen trifft? Sie haben doch in ihrem Inserat ausdrücklich nach einem „Sachbearbeiter Einkauf im Innendienst“ gesucht.“

H. Knaller:
„Ja, da müssten sie schon flexibel sein ... (räusper) ... aber das ist oft ein häufiges Problem mit Erwerbslosen. Wissen sie, meine Mitarbeiter sind zwar gute Disponenten – aber im Einkauf, im operativen Tagesgeschäft, können sie mit denen keinen Krieg gewinnen – das ist wohl auch eine Frage der Fähigkeit und der Bereitschaft des „nach vorne denkens.“.

(Anmerkung: Ich kam mir nicht nur vor wie ein Blödmann, sondern auch wie ein Schnellkochtopf mit zugeschweißtem Sicherheitsventil, kurz vor der Explosion ... weiß nicht mal, wen er wirklich einstellen will und erklärt seine Mitarbeiter gegenüber Firmenfremdlingen zu Deppen.) Daher ...

... Ich:
„H. Knaller, keine Frage ich bin mehr als flexibel. Kein Thema für mich: Ich fange morgen bei Ihnen an – entweder als Sachbearbeiter im Innendienst für die angebotenen 2200 Euro brutto/Monat oder auch als Einkaufsleiter-international mit Reisetätigkeit für 6600 Euro brutto/Monat + Spesen + Bekleidungszulage + Firmenfahrzeug ohne Selbstbeteiligung + zusätzliche Betriebsrente + Unfallversicherung + Miete für Zweitwohnsitz in der Nähe eines internationalen Flughafens – wenn sie der Meinung sind, dass auf Grund ihres Einkaufsvolumens und ihrer Sortimente diese kostenintensive und unproduktive Reisetätigkeit erforderlich ist. Vielleicht findet sich aber auch einer ihrer heutigen Mitarbeiter, der bereit ist, diesen Posten zu übernehmen – wäre doch von Vorteil, weil ihre Mitarbeiter sind ja alle sicher schon eingearbeitet und beherrschen somit das 1x1 der „Knallerpreis-Fachmarktkette“.

H. Knaller:
„Ja, da möchte ich mich erst einmal für das Gespräch bei ihnen bedanken, alles weitere besprechen wir dann evtl. in einer weiterführenden Unterredung beim nächsten Mal. Sie erhalten dann ggf. eine neue Einladung von mir.“

(Anmerkung: Bitte, hoffentlich nicht – ich schreie jetzt schon vor Schmerzen.)

Verabschiedung + Schönes Wochenende!
<br><br>Beitrag bearbeitet von: MALE2000, vom: 15.08. 2005 16:05
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