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Arbeitgeber und ARGE Portal....
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ARGE
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THEMA: Arbeitgeber und ARGE Portal....
#5634
Re: Arbeitgeber und ARGE Portal.... vor 11 Jahren, 9 Monaten  
Also mal ganz ernsthaft...


was ich so von anderen Arbeitgebern gehört habe, ist teilweise sehr erschreckend für mich und teilweise eine echte Schande für so manchen Berufsstand.

In der Regel sind Arbeitgeber, gerade in mittelständischen und kleinen Betrieben selten Unmenschen. Wir stehen vor der Problematik, trotz der aktuellen Wirtschaftlage weiterhin zu existieren, trotz Konkurrenz und immer schwierigerer Auftragslage (Das heißt nicht, dass wir keine Aufträge haben, nur die Umstände werden immer schwieriger)

Für unseren Fall gilt im Moment zB dass wir einen größeren Auftragsschub erwarten, der innerhalb einer relativ kurzen Zeit abgearbeitet werden muss. Da ein Mitarbeiter sich beruflich verbessern konnte und dadurch ausgefallen ist, muss ich also eine Stelle neu besetzen mit jemanden, der bereit ist zumindestens phasenweise Überstunden zu leisten und ggf auch Samstag uns Sonntags zu arbeiten. Da im Handwerk nach Stunden bezahlt wird und es auch Überstunden und Wochenendzuschläge gibt, finde ich es aus Arbeitgebersicht ausreichend wenn ich darauf hinweise, dass es zu Überstunden kommen kann, von einer Übervorteilung des AN kann keine Rede sein.

Da ich keinen Bewerber nur für kurzfristige Arbeiten einstelle, sondern immer langfristig, werde ich also lieber fordern dass ein Arbeitnehmer in Stoßzeiten Überstunden leistet, anstatt einen weiteren Bewerber kurzfristig anzustellen, der kalkulatorisch mir keinen Gewinn bringt, da die Anlernphase einfach zu lange dauert (wir fertigen für den asiatischen Markt)

es ist eine ganz einfache Geschichte: Ich brauche jemanden, der eine abgeschlossene Ausbildung hat, in seinem Bereich verlässlich und selbstständig arbeiten kann (und willig dazu ist) - jemand auf dem Arbeitsmarkt entspricht dem, und will arbeiten..... also sollte man doch zusammen finden.

Ein Beispiel aus dem Dezember:

Ein arbeitsloser Produktionshelfer aus meinem Bekanntenkreis hat mich angesprochen ob ich nicht was für ihn wüsste, so für 6-8 Wochen, dann könne er seine neue Arbeitsstelle antreten. Da wir da gerade enorme Atoßzeit bei uns hatten, habe ich ihm angeboten für 6Wochen bei uns in der Endmontage als Helfer mitzuarbeiten, allerdings muss er in diesen 6 Wochen mit 60 Stunden pro Woche rechnen. Dem hat er sofort zugestimmt, vor allem da ja nach Stunden abgerechnet wird, und alles was über die 38 1/2 Stunden geht, Überstundenzuschüsse gibt.

Nun ja nach 10 Tagen kam die erste Krankschreibung....für 3 Tage. Nach weiteren 5 Tagen die nächste. Nach weiteren 3 tagen die nächste ..... und soweiter bis der befristete Vertrag ausgelaufen war.

Meine Problematik war, dadurch dass er sich immer nur kurzfristig krank schreiben hat lassen, konnte ich keine Krankheitsvertretung suchen, da die Fristen zu kurz waren. Er war fest im Produktionsablauf mit eingeplant, also musste ich kurfristig neu planen, wodurch es zu vereinzelten Hemmungen in der Produktion kam.

Für mich hat dieser Mitarbeiter nichts gebracht ausser zusätzlicher Arbeit und Papierkrieg und unnötigen Kosten.

Daher verzichte ich in Zukunft auf befristete Verträge, und stelle lieber jemanden ein, den ich innerhalb der Probezeit wieder loswerden kann, wenn er mich im Stich lässt.

Gruß
Dwayne
Dwayne

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