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"Nette" Sachbearbeiter
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ARGE
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THEMA: "Nette" Sachbearbeiter
#5602
"Nette" Sachbearbeiter vor 11 Jahren, 9 Monaten Karma: 0
Hallo!

Entschuldige mich gleich mal, falls ich hier in die falsche Rubrik schreiben sollte.

Zu meiner Person:

Bin 29 Jahre, aleinerziehende Mama von 2 Kinder im Alter von 12 und 9 Jahren. Beziehe nun seit letztes Jahr Juli Arbeitslosengeld 2 und genau so lange, habe ich versucht einen zuständigen Sachbearbeiter zu erwischen.

So, es geschah das Unglaubliche, ich hatte letzte Woche einen Termin bei meiner Sachbearbeiterin. Sollte zu diesem Termin Bewerbungsunterlagen von mir mitbringen. Gesagt getan, doch diese "nette" Person schaute sich diese nur an und äusserte sich ziemlich abfällig über meinen Lebenslauf (habe keine abgeschlossene Ausbildung). Gab mir auch deutlich zu verstehen, dass ich von ihr wohl nichts zu erwarten hätte und es ihnen nur darum geht, dass ich so schnell wie möglich aus der Statistik verschwinde.
Ich wurde immer kleiner auf meinem Stuhl und fühlte mich immer unwohler.
Habe heute nochmals einen Termin dort und jetzt schon Bauchschmerzen. Ach und sie möchte, dass ich zu dem heutigen Termin, meine kompletten Bewerbungen vom letzten Jahr so wie Absagen mitbringen solle
Habe aber nicht alle Bewerbungen sowie Absagen aufgehoben. Wusste nicht das ich dies muss! Bis auf die Anträge, hatte ich nie einen Ansprechpartner, es hieß immer nur, wir kommen auf sie zu.

Nun zu meiner Frage, muss man sich alles gefallen lassen? Meine damit, muss man sich wie ein Angeklagter oder wie ein Mensch zweiter Klasse behandeln lassen?

Sorry, ist bisschen lang geworden.

Lieben Gruß Herbstmond
Herbstmond
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#5608
Re: "Nette" Sachbearbeiter vor 11 Jahren, 9 Monaten  
Hi Herbstmond

nicht kleinkriegen lassen!!!!!!
Du hast z.B. die Möglichkeit, eine Begleitung mit zum Amt zu nehmen. Dieser Beistand darf bei den Gesprächen dabei sein, wenn du dies möchtest. Dies kann auch deine nette Sachbearbeiterin dir nicht verbieten.
Hast du die Möglichkeit bei dir am Wohnort eine Arbeitsloseninitive, Frauenzentrum, Zentrum für Migranten etc. aufzusuchen? Da gibt es Unterstützung, Beratung und auch Beistand!
Ansonsten nimm eine Freund/in mit - ich denke, diese Sachbearbeiterin wird vorsichtiger mit ihren Äußerungen, wenn ein Zeuge dabei ist.
Zu dem Nachweis deiner Bewerbungsaktivitäten:
Hast du nicht eine Bewerbungsliste geführt???
oder den Antrag zur Beteiligung des Amtes an den Bewerbungskosten im letzten Jahr eingereicht?
Daran sind deine Aktivitäten was Bewerbungen angeht zu sehen, auch wenn du nicht mehr alle Unterlagen hast.
Ich wüßte auch ehrlich nicht, wo bei AA geschrieben steht, wie lange "alte" Bewerbungsunterlagen archiviert werden müssen.
Argumentiere ganz selbstbewußt, du hast Frühjahrsputz gemacht......
Eine Liste der Bewerbungen läßt sich bis zum nächsten Amtstermin sicher auch noch "reaktivieren"
du hast ja noch Unterlagen, die du vorweisen kannst.
Und laß dich nicht niedermachen! Alleinerziehend mit 2 Kindern - denke an die schöne Vorwerkwerbung: ich führe ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen, manage.......
Wenn´s hart auf hart kommt, verbitte dir freundlich -ohne laut zu werden- diese Art der Behandlung.
Schließlich sind wir ja nicht alle freiwillig hier ohne Arbeit und ohne uns Arbeitslose hätte die nette Sachbearbeiterin im Amt auch keinen Job und würde zu den 5 Millionen gehören!!!!!

Also: Beistand suchen, nicht alleine hingehen und informieren, informieren....

lieben Gruß kittie
kittie

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#6288
Re: "Nette" Sachbearbeiter vor 11 Jahren, 8 Monaten Karma: 1
Hallo!

Ich habe seit kurzem auch einen sehr "netten" "Fallmanager". Er ist total mit Vorurteilen belastet und sieht mich nur als "faulen Sack".

Vielleicht vorab: Ich leide unter Shizophrenie, Depressionen und hatte einen Bandscheibenvorfall. Ich habe zwar Führerschein, aber kein Auto, lebe "auf dem Land". Ideale Voraussetzungen, einen Job zu finden. Darüber hinaus bin ich fast 30.

Überraschend für mich war, dass nach Überleitung an die ARGE, wohl keinem meine Unterlagen interessieren. Mein "persönlicher Fallmanager" wusste nichts von meiner Erkrankung, dass ich auch schon stat. in Behandlung war etc. Und dass, obwohl ich auch schon von einem AA-Amtsarzt untersucht worden bin.

Ich frage mich (und euch): Macht sich da wirlich keiner Mühe. Arbeiten auch die "persönlichen Fallmanager" nach dem "zack-zack-Prinzip".

Das erste (und bisher einzigeste Gespräch) verlief Anfangs sehr gut, mündete aber fast im Streit.
Streit auch, weil ich nicht verstand, dass ich ich keine 200 Euro Fröderung bekäme, obowhl dann ein Taxi-Teilzeit-Job dabei rausspringen könnte. (200 Euro für Lra-Gebühren, Untersuchung und Fahrgastbeförderungs-Prüfung). LIEBER stecken die mich in die dritte oder vierte (zähle gar nicht mehr mit) ARGE-Maßnahme (wie schreibe ich Bewerbung... - bin darin inzwischen fast Profi!)

Habe mir gleich gedacht, dass das wieder voll der BRINGER ist, mit den "persönlichen Beratern".

Geil daran ist, dass die "persönlichen Berater" nur ihir Türschild gewechselt haben. Also voll qualifiziet sind. Vom Sachbearbeiter zum "persönlichen Berater". Anfangs machte ich mir Hoffungen, als im Fernsehen berichtet wurde, dass nun künftig wohl "ganz persönliche, individuelle Berater" sich im Lanzeit-Arbeitslose kümmern.
Giesecke1
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