Hallo zusammen,
ungefähr Mitte September habe ich meinen ALG2-Antrag abgegeben , lebe seitdem von meinen Ersparnissen (die jetzt weg sind) und warte immernoch auf einen Bescheid. Ich war schon zig mal da, habe den Antrag neugestellt und tausend Stellungnahmen zu verschiedenen Themen abgeben müssen...
Heute war ich noch mal bei der ARGE und nach fast drei Stunden Wartezeit wurde mir vom Sachbearbeiter gesagt, dass mein Antrag wahrscheinlich abgelehnt wird.
Es ist für die ARGE nicht erklärbar wie ich mein Kontostand von ca. 2500 Euro am 1.10. zustandegebracht habe. (Bis auf ein Sparbuch mit 300 € habe ich kein weiteres Vermögen)
Dann hält die ARGE es für nicht plausibel, dass man mit 110 €, die man (als Nichtraucher) monatlich im Supermarkt ausgibt, leben kann.
Außerdem sind meine wenigen Barabhebungen verdächtig.
Was nun???

Ich bin fast pleite und die unterstellen mir indirekt, dass ich Einkommen beziehe, dass ich nicht angegeben habe. Ich bin doch nur aufgrund, der mittlerweile begründeten, Unsicherheit so sparsam. Wer muss hier eigentlich was beweisen? Wie soll man die eigene Sparsamkeit beweisen.
Da ich ab Montag einen Fulltime-Job habe

befürchte ich, dass ich mich aus zeitlichen Gründen kaum noch dagegen wehren kann und meine Ersparnisse nie wieder sehe. (Das Geld für Umzug und Zimmer muss ich mir übrigens von meinen Eltern leihen, die selbst ALG2 bekommen)
Wie kann ich mich wehren, ohne jedes mal persönlich vorzusprechen usw.. Ich ziehe in ein komplett anderes Bundesland um und will einfach nur noch die Kohle haben, die mir schon seit Monaten zusteht aber nicht gezahlt wurde.
Meine ganze Familie ist total sauer aber gleichzeitig auch ratlos. Kann mir jemand einen Tip geben, was ich nun machen sollte. Wie kann ich mich gegen diese Willkür wehren.
MfG
Stephan