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Der Weg zur eigenen Wohnung wird schwieriger
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Arbeitslosengeld
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THEMA: Der Weg zur eigenen Wohnung wird schwieriger
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Der Weg zur eigenen Wohnung wird schwieriger vor 11 Jahren, 8 Monaten Karma: 0
ergo also noch schnell vor den 1. 4. 06 einen Mietvertrag unterschreiben.
Kamen

Was die Änderung der Hartz-Gesetze für Betroffene und für die Stadt bedeutet
Reiner Steffen, Leiter des Fachbereichs Soziale Leistungen im Rathaus, wird ab dem nächsten Monat genauer hinschauen, wenn es darum geht, einem jungen Arbeitslosen die Miete zu bezahlen.
Es ist nicht so, dass Steffen den jungen keine eigene Wohnung gönnt. Aber wenn sie Arbeitslosengeld II (ALG II) beziehen, dann bekommen sie ihre Miete von der ARGE für den Kreis Unna - und damit ist auch Steffens Fachbereich, der sich um die Geldleistungen für die Langzeitarbeitslosen in Kamen kümmert, mit im Boot.
„Wenn bisher ein junger Arbeitsloser bei den Eltern ausgezogen ist, blieb uns nichts anderes übrig, als die Wohnkosten zu bezahlen“, schildert er die geltende Rechtslage. Doch die ändert sich bald: Denn zum 1. April tritt eine Neuerung des Sozialgesetzbuches II in Kraft, in dem die unter dem Namen Hartz bekannt gewordenen Reformen geregelt sind: Dann erhalten ALG II-Empfänger nur noch dann die Miete bezahlt, wenn der Träger - also in Kamen der Fachbereich Soziale Leistungen - zugestimmt hat.
Grund für die Gesetzesänderung ist das liebe Geld. Die Bundesregierung macht unter anderem den Auszug zahlreicher arbeitsloser Jugendlicher, die dann einen Anspruch auf die Mietzahlung haben, für die unerwartet hohen Hartz-Kosten verantwortlich.
Auch Steffen rechnet damit, dass es die Stadtkasse spüren wird, wenn künftig mehr junge Arbeitslose bei ihren Eltern wohnen bleiben - zumindest langfristig. Denn für die Mietkosten kommt der Kreis auf, der sich wiederum über die Kreisumlage der Kommunen finanziert: „Wenn wir da einen deutlichen Kostenrückgang werden wir es mittelbar spüren.“
Steffen sieht in dem neuen Recht letztlich eine Rückkehr zu Praxis der Vor-Hartz-Zeiten, als Arbeits- und Sozialamt noch völlig getrennt arbeiteten und die Stadt sich in Eigenregie um ihre Sozialhilfeempfänger kümmerte: „Wir haben immer darauf geachtet, dass junge Leute erst eine eigene Wohnung beziehen, wenn die finanziellen Möglichkeiten da sind.“ Entsprechend werde sein Fachbereich ab dem 1. April handeln: Wenn ein junger ALG II-Empfänger den Antrag auf die Miete stelle, schalte er das Jugendamt und den Allgemeinen Sozialen Dienst ein. Die prüfen, ob es wirklich notwendig ist, dass die junge Frau oder der junge Mann von zuhause auszieht: „Und nur bei einem entsprechenden Bericht werden wir den Antrag genehmigen“, sagt Steffen.
Unter 25-Jährige, die bereits eine Wohnung haben und arbeitslos sind oder es möglicherweise werden, müssen sich allerdings keine Sorgen machen, dass sie demnächst zurück zu den Eltern müssen, sagt der Fachbereichsleiter: „Da gibt es Bestandsschutz.“
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