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ALG 1 nach alten oder neuen Recht ?
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Arbeitslosengeld
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THEMA: ALG 1 nach alten oder neuen Recht ?
#3639
ALG 1 nach alten oder neuen Recht ? vor 11 Jahren, 10 Monaten Karma: 0
Ich habe notgedrungen am 30.12.05 einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung unterschrieben. Der Vertrag wurde aus gesundheitlichen Gründen abgeschlossen. Als Ausgleich für den Verlust des Arbeitsplatzes wird eine Abfindung entsprechend §§ 9,10 Kündigungsschutzgesetz gezahlt.
Ich habe mich nun am 2.1.06 beim Arbeitsamt gemeldet und unter anderen darauf hingewiesen, das ich krank aus der Kur am 29.12.05 entlassen wurde und weiterhin krank geschrieben bin. Das Arbeitsamt hat dann auf dem Anmeldebogen das Datum nebst meinen 50% GDB vermerkt.
Wenn ich wieder gesund bin soll ich wieder kommen, ferner ist die Sachbearbeiterin der Meinung das für mich das ALG 1 nach dem neuen Recht in Frage kommt.
Gestern habe ich noch den Rechtsbeistand der Gewerkschaft aufgesucht, er ist der Meinung wenn ich mich jetzt noch gesund schreiben lasse, das alte Recht gilt.
Das alte Recht beinhaltet für mich 22 Monate ALG, ab Februar gilt das neue Recht mit nur noch 12 Monaten ALG.
Wer hat nun Recht?
blacky16
blacky16@arcor.de
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#3641
Re: ALG 1 nach alten oder neuen Recht ? vor 11 Jahren, 10 Monaten Karma: 3
Erst ab dem Datum, wo Du gesundgeschrieben bist, stehst Du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Erst ab diesem Termin beginnt der Termin der Arbeitslosigkeit. Wenn Du Pech wird Dich das Arbeitsamt erstmal zum medizinischen schicken, um festzustellen ob Du dem Arbeitsmarkt auch tatsächlich zur Verfügung stehst.

Desweiteren dürftest Du mit einer Sperre des Arbeitslosengeld rechnen, da Du Aufhebungsvertrag Deines Arbeitsverhältnis zugestimmt hast. Desweiteren werden sie Dir Teile Deiner Abfindung eiskalt anrechnen.

Gab es bei Euch keinen Betriebsrat oder Gewerkschaft, der Dich vor Unterzeichnung des Aufhebungsvertrag beraten hat. Wenn der Betrieb Dich hätte loswerden wollen, dann hätte er Dir kündigen müssen. Im Falle der Kündigung hättest Du dann Klage vor dem Arbeitsgericht erheben können. Bei einer Klage vor dem Arbeitsgericht zahlt jede Partei in 1. Instanz die eigenen Kosten unabhängig davon, wie das Verfahren ausgeht.

Aber das Kind ist ja nun schon in den Brunnen gefallen.Wenn Du siehst, was Du von Deiner Abfindung netto ausbezahlt bekommen hast, kommen Dir wahrscheinlich die Tränen.
Jim
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#3661
Re: ALG 1 nach alten oder neuen Recht ? vor 11 Jahren, 10 Monaten Karma: 0
Ich habe 12 Jahre um meinen Arbeitsplatz gekämpft, kann und will nicht mehr dem Druck stand halten.Bin mittlerweile 51 und will nicht meine Gesundheit weiter opfern.
Ich gehe davon aus das mir von der Abfindung 94... brutto nebst 9... Freibetrag noch ca 60... übrig bleiben.
Meines Wissen beträgt die Sperre doch 3 Monate bei einen Aufhebungsvertrag.
Das mir das restliche Vermögen nach 9 bzw 12 Monaten ab ALG II angerechnet wird ist mir klar.
Dies ist für mich kein Beinbruch da ich sowieso mit 60 in die vorgezogene Rente wechseln will, das heisst ich muß ca 7 Jahre finanzieren, was wohl machbar sein dürfte da ich ja noch Kleingeld habe und keine Miete zahlen muß. Das einzige was meinen Plan durch einander bringen kann wenn mein 12 Jahre alter Wagen den Geist aufgeben will.
blacky16
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#3665
Re: ALG 1 nach alten oder neuen Recht ? vor 11 Jahren, 10 Monaten Karma: 3
Das Problem was langjährig Beschäftige haben sind Defizite im Umgang mit der Agentur für Arbeit.Sie kennen überhaupt ihre Rechte und Ansprüche nicht.Sie brauchten sich nie mit dem Problem einer eventuellen Arbeitslosigkeit auseinandersetzen, da der Arbeitsplatz gesichert war. Plötzlich haben sich die Zeiten jedoch geändert und man hat seinen Arbeitsplatz verloren.

Mir ist es genauso ergangen. Ich war 53 Jahre als mein Arbeitgeber meinen Arbeitsplatz wegrationialisierte und ich mit Abfindung aus dem Unternehmen ausscheiden mußte. Ich bin im Jahre 2004 arbeitslos geworden. Mir wurde Arbeitslosengeld 1 für 26 Monate bewilligt.

Aber was sind 26 Monate.Die Zeit ist schnell abgelaufen und dann wartet schon Hartz IV. Zum Glück habe ich dann mit 54 Jahren noch eine Stelle im Bewachungsgewerbe gefunden. Leider war die Stelle nur auf 12 Monate befristet und endet am 28. Februar 2006. Nachdem 01. März 2006 ist mir von einem anderen Bewachungsunternehmen ein unbefristeter Arbeitsvertrag mit einer Probezeit von 6 Monaten angeboten worden. Da der Verdienst wesentlich geringer ist gegenüber dem Lohn, den ich vorher erhalten habe, bekomme ich vom Arbeitsamt einen Lohnzuschuss. Dieses nennt sich Entgeldsicherung für ältere Arbeitnehmer. Diese Entgeldsicherung wird bezahlt für die restliche Laufzeit, wo Du Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 hast. Sie richtet sich nach der Höhe Deines neuen Bruttolohns.

Wichtig ist, bevor Du einen neuen Arbeitsvertrag unterschreibst, muß Du dieses beim Arbeitsamt beantragen. Neben einem Barzuschuss bezahlen die auch Beiträge zur Rentenversicherung. Jetzt geht es darum, genau wie bei Dir die vorgezogene Rente mit 60 Jahren zu erreichen.
Jim
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