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Vermittlungsvorschlag
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Arbeitslosengeld
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THEMA: Vermittlungsvorschlag
#14787
Vermittlungsvorschlag vor 10 Jahren, 1 Monat  
hallo!!!

ich hab da nal eine frage, die mir ganz schön kopfzerbrechen bereitet.
ich habe vom arbeitsamt einen vermittlungsvorschlag als call center agent bekommen....
ich möchte sowas aber absolut nicht machen. habe vor ca 2 jahren mal kurz in einem call center gearbeitet, aber das ist überhaupt nichts für mich, ich kann das einfach nicht.
so, habe mich dann da beworben, und dann riefen die mich an und erklärten mir die tätigkeit. dann die Frage:"möchten sie das machen?" ich habe nein gesagt und es ihr erklärt. toll, durfte ich das denn überhaupt?? ich mache mir jetzt schon die ganze zeit gedanken. habe dann nochmal da angerufen wegen einer absage und die meinten, dass die das AA informieren würden....nur was für einen grund schreibe ich in den vermittlungsvorschlag???
habe jetzt angst ne sperre zu bekommen...könnt ihr mir helfen??
bin sein ende september 07 arbeitslos und bekomme alg1

danke schonmal

gruß
misslosco
misslosco

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#14789
Re: Vermittlungsvorschlag vor 10 Jahren, 1 Monat Karma: -6
Hallo misslosco,

kopiere Dir mal den Gesetzestext bzgl. Zumutbarkeit rein.
Falls das CallCenter dem AA angibt, dass Du ohne wichtigen Grund abgelehnt hast, muss Dir erst mal Gelegenheit zu einer persönlichen Anhörung beim Arbeitsvermittler gegeben werden, bevor eine Sperrzeit verhängt werden kann.
Solltest Dir dann gut überlegen, was Du dem sagst, falls bei Dir kein "wichtiger Grund" (s.u.) zutrifft wie z.B. erheblich niedrigerer Lohn als bisher, zu weiter Pendelweg usw.
Vorschlag: Gegendarstellung, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt haben muss, weil Du nie direkt "nein" gesagt hast, sondern es Dir z.B. nur an der Erfahrung dafür fehlt oder Du nicht weißt ob Du das kannst oder oder oder....

1) Einem Arbeitslosen sind alle seiner Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.

(2) Aus allgemeinen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn die Beschäftigung gegen gesetzliche, tarifliche oder in Betriebsvereinbarungen festgelegte Bestimmungen über Arbeitsbedingungen oder gegen Bestimmungen des Arbeitsschutzes verstößt.

(3) 1Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. 2In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. 3Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.

(4) 1Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. 2Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. 3Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. 4Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. 5Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. 6Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. 7Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.

(5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil sie befristet ist, vorübergehend eine getrennte Haushaltsführung erfordert oder nicht zum Kreis der Beschäftigungen gehört, für die der Arbeitnehmer ausgebildet ist oder die er bisher ausgeübt hat.



LG vom Bergmännchen
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