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Alogeld I minus Alogeld II => Armut
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Arbeitslosengeld II
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THEMA: Alogeld I minus Alogeld II => Armut
#4695
Alogeld I minus Alogeld II => Armut vor 11 Jahren, 9 Monaten Karma: 0
Hallo an alle,

Wir beziehen AlgII. Seit 28.10.2005 sollten wir AlgI beziehen, da mein Mann gekündigt worden ist. Der Antrag wird jedoch nur mit den vollständigen Unterlagen angenommen. Also mussten wir auf die Arbeitsbescheinigung und andere Unterlagen des Arbeitgebers warten. Am 29.11.2005 waren alle da. Also Anruf bei der Agentur für Arbeit (Call-Center - kein Kommentar!): nächster verfügbarer Termin am 20.12.2005!


Am 20.12.2005 Termin bei der Agentur für Arbeit. Alle erforderlichen Unterlagen vorgelegt, Antrag vollständig ausgefüllt: keine Beanstandungen. Die Dame meinte allerdings, dass wir darauf achten sollten, möglichst bald die Aufenthaltserlaubnis meines Mannes (Amerikaner) verlängern zu lassen (läuft zum 06.02.2006 aus), da die Agentur für Arbeit nur Leistungen für die Dauer der Aufenthaltserlaubnis bewilligen könne. Also gut.

Am 23.01.2005 haben wir die Aufenthaltserlaubnis bis 2009 verlängert bekommen. Die gescannte Version haben wir am selben Tag noch an die Agentur für Arbeit geschickt. Bis heute noch keine Eingangsbestätigung dafür.

Bis gestern immernoch kein AloGeldI-Bescheid, obwohl uns AlgI schon seit 28.10.2005 zusteht. Nachrichten, die beim Call-Center der Agentur für Arbeit (so zwecklos wie ein Kropf) hinterlassen wurden, werden ignoriert - kein Rückruf seit über einer Woche. Im Computer war der Call-Center-Angestellten jedoch ersichtlich, dass in unserer Sache noch immer nichts passiert ist!

Also sind wir persönlich zur Agentur für Arbeit vorstellig geworden. Dort meinte die Sachbearbeiterin, die am 20.12.2005 unseren Antrag entgegengenommen hatte, dass sie noch auf die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis warte - obwohl sie mit der laufenden Aufenthaltserlaubnis schon Leistungen vom 28.10.2005 - 05.02.2006 hätte bewilligen können! Von der email mit der gescannten Aufenthaltserlaubnis wusste sie trotz Angabe der Kundennummer in der email nichts.
Was für ein Laden!!!

Heute dann der Knaller:
AlgII-Überweisung ist angekommen... in verminderter Form, da entgegen der email-Beteuerungen unseres ARGE-Sachbearbeiters davon ausgegangen wurde, dass wir AlgI beziehen. Jetzt haben wir 400 EUR, wobei die Miete (angemessen!) allein schon 428 EUR ausmacht! Wir können weder Miete noch Strom noch sonst irgendeine Rechnung überweisen, da man von 400 EUR ja schon kaum leben kann.

Der ARGE-Sachbearbeiter hat sich krankgemeldet; seine Zimmerkollegin kann trotz Akteneinsicht keine Auskünfte geben.

Inzwischen hat sich die Dame der Agentur für Arbeit, die sich monatelang nicht gemeldet hatte und auch auf beim Call-Center hinterlassene Nachrichten nicht reagiert hatte, gemeldet (nachdem ich über den Call-Center eine Unterlassungsklage angedroht hatte):

Sie habe die Leistungen bewilligt. Für 4 Monate. Da ARGE jedoch einen Erstattungsanspruch geltend gemacht hat, bekommen wir diese Woche noch die Differenz ausgezahlt: 110,00 EUR!!!

Von ARGE wurden für Februar nur 400 EUR ausgezahlt, weil dort das AlgI, das wir aber erst Ende Februar bekommen werden, wenn die Festkosten für März anfallen! Und wie, bitte-schön, sollen wir jetzt unsere Rechnungen bezahlen?! Ein Vorschuss kann laut Agentur für Arbeit nicht gewährt werden, da die Leistungen für Februar erst Ende Februar zustehen.

Der Staat treibt uns wissentlich und absichtlich in Schulden: wir können diesen Monat keine einzige Rechnung bezahlen; keine Miete, kein Strom, Fernwärme, Telefon, nichts. Wir sollen mit 510 EUR zu dritt zurechtkommen. Allein die Miete ist 428,00 EUR!!! Das kann doch nicht Sinn der Sache sein!

Welche rechtlichen Möglichkeiten haben wir jetzt?
Gibt es eine Übergangshilfe für den Übergang von AlgII auf AlgI? Kann der Erstattungsanspruch einfach hinter unserem Rücken und ohne unser Einverständis befriedigt werden???


Es kann doch nicht angehen, dass jeder, der von AlgII auf AlgI umgestellt wird, einen Monat lang ein läppisches oder gar kein Einkommen hat!!! Wenn man von AlgII in die Berufstätigkeit kommt, bekommt man doch auch Übergangshilfe!

VG
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