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Guthaben auf dem Konto
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Arbeitslosengeld II
Zum Ende gehenSeite: 12
THEMA: Guthaben auf dem Konto
#13079
Guthaben auf dem Konto vor 10 Jahren, 8 Monaten Karma: 0
Hallo!
ich muss mich leider demnächst beim ALGII anmelden.
Die Regelung bzgl. des Vermögens ist mir nicht ganz klar: "200,-€ je Lebensjahr, mindestens jedoch 4.500,-€ und höchstens 13.000,-€".
Was wenn ich ca. 2800€ auf dem Konto habe?

Ich wollte es erst mal auf ein Sparbuch einzahlen - oder ist es dort auch nicht sicher?
Oder einfach auszahlen um später davon leben-die Regelleistung reicht doch nicht zum Leben aus...

Großes Dank im Voraus für Eure Hilfe!
Dalene
Dalene
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#13082
Re: Guthaben auf dem Konto vor 10 Jahren, 8 Monaten Karma: -6
Hallo Dalene,

wie du schon sagst - der dir zustehende Vermögensfreibetrag hängt von deinem Alter ab. Bei (insgesamt!) 2.800,-€ Vermögen musst du also mindestens 14 Jahre alt sein, damit dir der Betrag zusteht (also 2800 : 200) - und das, denke ich , ist bei dir doch der Fall!
Wenn du dir das Geld für "schlechte Zeiten" aufheben möchtest, zahl es auf dein Sparkonto ein. Das würde dir zumindest doofe Fragen vom Amt ersparen, wenn die einen aktuellen Auszug deines Girokontos sehen. Vor allem aber kann dann niemand mehr das Geld vom Girokonto wegpfänden, wenn du z.B. wegen Schulden mal Ärger mit einem Gläubiger haben solltest.

Wichtig: Du musst ALLE deine Vermögenswerte zusammenrechnen und im Antrag angeben, also auch Sparbücher, Immobilien, Autos, Lebensversicherung usw.. - und das darf insgesamt den Freibetrag von Alter x 200,-€ nicht übersteigen. Lügen bzw. Verschweigen bringt nichts, denn es laufen regelmäßig Datenabgleiche mit den Banken (z.B. über Zinseinkünfte).

Mach nicht den Fehler, vor lauter Angst erst mal alles aufzubrauchen, bevor du AlgII beantragst - ein bisschen Erspartes steht dir zu und du wirst es für Notfälle (z.B. die vielzitierte kaputte Waschmaschine) sicher mal gut brauchen können!

LG vom Bergmännchen
bergmännchen
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#13083
Re: Guthaben auf dem Konto vor 10 Jahren, 8 Monaten Karma: 0
Danke Bergmännchen
mich hat die untere Grenze verwirrt : 4500€... so als ob diese 2,8 erst aufzubrauchen wäre und nicht als Freibetrag einigermaßen sicher bliebe, weil es ja nicht die Grenze erreicht. Wozu diese untere Grenze?

Also:
erst alle Vermögenswerte zusammenrechnen (Auto mit Verkaufserlös?)
dann wenn was abzuziehen ist dann abziehen
und was verbleibt darf nicht (in meinem Fall 6000, oder 6000 + 750 ?)übersteigen,
wenn ja dann verwerten
Stimmts?

kommt das Auto überhaupt erst in die Berechnung wenn schon klar ist, dass der Wert des Autos die 5000 übersteigt - ich meine jetzt generell nicht in meinem Fall? Ist das Auto nicht immer zu verkaufen, wenn es als nicht angemessen gilt (obwohl es ein gewöhnliches Mittelklassewagen ist) ?

Hilfe!!!

Grüße
Dalene:)
Dalene
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#13084
Re: Guthaben auf dem Konto vor 10 Jahren, 8 Monaten Karma: -6
Hallo Dalene,

sorry für die Verwirrung die ich stifte - aber ich hab etwas bei deinem ersten Posting völlig übersehen! Du hast die "alte" Regelung zitiert, inzwischen haben sie die Regelungen bzgl. Schonvermögen wie folgt verändert:

Schonvermögen: jeweils 150,-€ pro vollendetem Lebensjahr, jedoch mindestens 3.100,-€ (also steht dir bis zu diesem Betrag unabhängig vom Alter alles zu!) und maximal 9.750,-€ (entspricht einem Alter von 65, wo AlgII-Bezug immer endet). Zusätzlich steht dir ein Freibetrag für notwendige Anschaffungen in Höhe von 750,-€ zu. Da du 30 Jahre alt zu sein scheinst, ist dein Vermögensfreibetrag also genau 4.500,-€ + 750,-€ = 5.250,-€.

Falls du wirklich Eigentümerin (und nicht nur Besitzerin / Nutzerin!) des Autos und also auch im Kfz-Brief eingetragen bist, prüft das Amt, ob das Auto in deinem Fall angemessen ist. Die 5.000,-€ gelten als grobe Richtschnur, feste Beträge gibt es hier aber nicht. Teilweise wurden, gerade im ländlichen Bereich mit schwachem öffentlichen Verkehrsnetz, schon Autos mit einem Wert von bis zu 10.000,-€ als angemessen anerkannt!
Sollte es als nicht angemessen eingestuft werden, wird die Summe, die den als angemessen geltenden Wert übersteigt, als Vermögen angesehen. Beispiel: Du hast einen Vermögensfreibetrag von 5.250,-€ und ein Auto, das lt. Schwacke-Liste 7.000,-€ wert ist. Das Amt stellt fest, dass nur ein Wagen bis zu einem Wert von 5.000,-€ angemessen für dich ist. Die Differenz zwischen tatsächlichem Wert und angemessenem Wert (7.000,-€ - 5.000,-€) beträgt also 2.000,-€. Diese 2.000,-€ werden dir als Vermögen angerechnet. Zusammen mit deinen 2.800,-€ Ersparnissen hast du also ein Vermögen von 4.800,-€ - und das liegt noch voll im Limit!

Wenn dein Sparvermögen zusammen mit dieser übersteigenden Summe aber insgesamt die 5.250,-€ übersteigt, musst du das Auto tatsächlich verkaufen und den Verkaufserlös verbrauchen, bis du auf deine Vermögensfreigrenze von 5.250,- "herunterverbraucht" bist, da sonst wegen übersteigenden Vermögens kein AlgII-Anspruch besteht.

Wird ein Auto als angemessen eingestuft, wird es gar nicht als Vermögen berücksichtigt und zählt also auch nicht in die 5.250,-€ mit hinein! Laut SGBII steht jedem AlgII-Empfänger ein angemessenes Auto zu (was aber nicht heißt, dass die Anschaffung eines noch nicht vorhandenen Autos vom Amt finanziert würde).

Ich weiß, es klingt furchtbar kompliziert...

LG vom BergmännchenB)<br><br>Post ge&auml;ndert von: bergmännchen, am: 21/03/2007 11:54
bergmännchen
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#13088
Re: Guthaben auf dem Konto vor 10 Jahren, 8 Monaten Karma: 0
nochmals Danke Bergmännchen!
nun habe ich die Formulare bei Arge geholt.
Was da alles gebraucht wird....

Müssen Kontoauszüge der letzten 3Monaten und Steuerbescheid wirklich eingereicht werden?

Reicht da nicht der letzte Kontostand?

obwohl..da ich im letzten Jahr noch gearbeitet habe ergab sich Erstattung, die ich im Feb. ausbezahlt bekam, wird wohl arge nachhacken und den 3monats Auszug haben wollen, wenn auf dem Konto weniger ist, oder?
Dürfen die das?

ehhh, ich hoffe, dass ich bald aus dem Schlamassel raus bin - d.h. Job habe....
Dalene
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#13089
Re: Guthaben auf dem Konto vor 10 Jahren, 8 Monaten Karma: -6
Hallo Dalene,

ob die das dürfen, ist eine gute Frage.

De Facto wurden schon Gerichtsentscheidungen gefällt, lt. denen das Verlangen der Kontoauszüge der letzten 3 Monate unzumutbar bzw. unzulässig sei. Trotzdem ist das in den meisten Ämtern leider immer noch gang und gäbe, die Vorlage der Kontoauszüge zu verlangen. Bzgl. Steuerbescheid habe ich keine Ahnung - vielleicht weiß da jemand anderes mehr??

Klar kannst du dich unter Hinweis auf besagt Entscheidungen (deren Aktenzeichen o.ä. ich leider nicht parat habe!) weigern, alle Kontoauszüge zu zeigen - die Frage ist nur, welche Konsequenzen das für dich hat. Kann sich halt eeeeewig hinziehen, bis dann trotzdem (ggf. nach Rechtsstreit) dein Antrag gewährt wird - und von irgendwas musst du ja in der Zwischenzeit leben können...

Tipp: Wenn dumm gefragt wird, wo denn die Summe von der Steuerrückzahlung hinverschwunden sei, kannst du immer noch behaupten, du hättest vorrangig Schulden begleichen oder andere Verbindlichkeiten bedienen müssen. Schuldenbegleichen kann dir jedenfalls kaum als unwirtschaftliches Verhalten zur Last gelegt werden!

Und nun drück ich die die Daumen für die Antragstellung!

LG vom Bergmännchen
bergmännchen
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