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Erreichbarkeitskontrolle! Telefonanrufe durch BA
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Arbeitslosengeld II
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THEMA: Erreichbarkeitskontrolle! Telefonanrufe durch BA
#119
Erreichbarkeitskontrolle! Telefonanrufe durch BA vor 12 Jahren, 3 Monaten Karma: 0
ALG-II-Empfänger werden angerufen um Daten abzugeleichen und deren Verfügbarkeit zu prüfen.
Vordergründig geht es wohl darum, mindestens ca. 30.000 ALG-II-Empfängern die Leistungen zu streichen, aus dem Bestand der BA zu streichen und aus der Statistik herausfallen zu lassen.

Dann heisst es nämlich wieder in den Schlagzeilen:
" Erneut Erholung auf dem Arbeitsmarkt "

Und so nett verpackt liesst sich dieser neue Schachzug in Presseveröffentlichungen:

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) muss ihre Arbeitslosenstatistik um Tausende Langzeitarbeitslose nach unten korrigieren.
Als Ergebnis einer Telefonaktion, bei der die BA bis vergangene Woche durch Befragungen die Daten von 180.000 Arbeitslosengeld-II-Beziehern überprüft hat, würden fünf Prozent oder 9000 Fälle aus der Statistik herausfallen. Das sagte ein BA-Sprecher der FTD.

Betroffene werden zum Klärungsgespräch eingeladen
Bei weiteren 16 Prozent oder knapp 29.000 Beziehern von Arbeitslosengeld II (Alg II) habe die BA "Klärungs- oder Änderungsbedarf" ausgemacht. Die Betroffenen würden von örtlichen Jobcentern zum Klärungsgespräch eingeladen. Ergäbe sich danach, dass sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stünden, würden auch sie aus der Statistik genommen, sagte der Sprecher.

Revision: Alg-II-Bezieher-Daten nicht korrekt
Hintergrund der Telefonaktion war eine stichprobenartige Erhebung der BA-Revision im Frühjahr. Sie hatte ergeben, dass die Daten von bis zu 20 Prozent der Alg-II-Bezieher im BA-Computersystem nicht korrekt sein könnten. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement hatte daraufhin erklärt, die Arbeitslosenstatistik sei um bis zu 20 Prozent deutlich überzeichnet. Dahinter verbarg sich die Hoffnung, durch eine Bereinigung der Statistik um fehlerhafte Eingruppierungen

die Zahl der registrierten Arbeitslosen noch vor der Bundestagswahl im September erheblich senken

zu können.

Bereinigung der Statistik braucht Zeit
Diese Hoffnung Clements dürfte allerdings enttäuscht werden: Zwar legte die erste Telefonaktion der BA in der Tat hohe Fehlerquoten offen. Doch kann die Behörde aus rechtlichen Gründen nur jene Fälle aus der Statistik nehmen, bei denen tatsächlich nachgewiesen wurde, dass Betroffene dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Erst mit Zeitverzögerung dürfte die Bereinigung der Statistik daher de facto zu einer spürbaren Verringerung der Arbeitslosenzahl führen.

"Bereinigungspotenzial":
Zahl der Arbeitslosen könnte um bis zu 500.000 sinken


Das Bereinigungspotenzial ist mittelfristig allerdings groß: Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der knapp 2,8 Millionen als erwerbslos eingestuften Alg-II-Bezieher könnte die Erwerbslosenzahl bei einer Fehlerquote von fünf Prozent künftig um 140.000 abnehmen. Berücksichtigt man zusätzlich jene 16 Prozent, bei denen die BA nach der Stichprobe Klärungsbedarf sieht, könnte die Zahl allein durch die statistische Bereinigung rechnerisch sogar um bis zu eine halbe Million sinken.

Urlaubszeit bei ALG-II?: Von insgesamt 350.000 angerufenen Personen nur 180.000 erreicht
Für einen hohen Korrekturbedarf spricht auch, dass die BA bei der Telefonaktion nur etwa die Hälfte der Alg-II-Bezieher überhaupt zu Hause erreichen konnte. Von insgesamt 350.000 Personen hätten die Callcenter auch nach dreimaliger Kontaktaufnahme nur 180.000 angetroffen, sagte der BA-Sprecher. Davon wiederum hätten 19 Prozent Angaben zu ihrer Person abgelehnt. Die Beantwortung der Fragen sei freiwillig gewesen. Auch wer nicht kontaktiert werden konnte oder keine Angaben gemacht hat,
werde zu einem Klärungsgespräch eingeladen.

Telefonaktion soll weiter gehen
Die Behörde will die Telefonaktion in den kommenden Wochen fortsetzen. An der ersten Anrufwelle hatten nur 200 der bundesweit knapp 360 Arbeitsgemeinschaften teilgenommen, die die Jobcenter betreiben. Eine zweite Welle soll jene Alg-II-Bezieher der übrigen 160 Arbeitsgemeinschaften erreichen, die den Status "arbeitslos" tragen und über acht Wochen lang keinen Kontakt zu ihrem Jobcenter hatten.
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