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Kampf gegen Hartz-IV-Missbrauch
Welch eine unendliche Geschichte: Immer und immer wieder reicht es den Reichen nicht, sie müssen mit Hilfe der Politiker und Journalisten auf den Arbeitslosen herumreiten, sie diskriminieren, strafen, kürzen. Dies geht nun schon seit Jahren so, und niemand wehrt sich im Grunde in der Öffentlichkeit dagegen. Es ist wie im Mittelalter, als man sagte: "Iiih gitt, diese widerlichen Bettler, man sollte sie einsperren, zum Teufel jagen, in Arbeitshäuser stecken, umerziehen, und ihnen aber keinesfalls Geld geben" Diese Attitüde blüht gedeiht, und keinem fällt das mehr auf. Dass schon damals Adlige und Kaufleute diese Armen selbst produzierten, und auch heute die Armen ein Resultat dieser Wirtschaft sind, störte und stört heute niemand. Also muss man diese Leute, die Arbeitslosen, dauernd kontrollieren, kürzen, wenn möglich ohne Geld lassen. Dass all diese krankhaften Ideen und Ablenkungen schon jahrhundertelang keinen "Erfolg" hatten, scheint niemand mehr zu wissen. Dass andererseits neben der Armut die Reichen regelmässig in Milliardenhöhen abzocken, ausnutzen, tricksen, wird moralisch nicht mehr hinterfragt. In einigen Jahrzehnten sind Arbeitslose keine richtigen Menschen mehr, wie eben Sklaven, Bettler, Hausierer und Tagelöhner es eben auch nicht sein durften. Wie Charles Dickens schrieb, durfte Olivier Twist im Armenhaus nicht mal sagen, dass er mehr zu essen haben will. Unverschämtheit war das, und heute sehen es Politiker und Journalisten als Unverschämtheit an, dass Arbeitslose ein wenig mehr haben möchten. Wir leben schon in einer zwei Klassengesellschaft, wir sind schon so weit. Es wird nicht mehr gefragt, wo hin will die Menschheit?
Sondern unter dem Deckelmantel angeblicher Sparkurse wird ein neues Menschenbild wieder auf den Sokel gehoben: Die "Leistungsträger", die "Erfolgreichen" sind bessere Menschen, von Gott auf die Welt geschickt, um den Armen zu zeigen, wie es geht.
Reflektiert, gedacht, Zusammenhänge überschaut, wird nur noch in der Technik, wenn es um Börsenzahlen, Umsätze, Software, und ähnlichem geht, nicht aber um die menschliche humane Gesellschaft. Die neuen Aufsteigerjournalisten werden gar nicht wissen, was ich eigentlich sagen will ... Gute Nacht, Deutschland