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ich fühl mich schlecht vorsicht lang
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Zum Ende gehenSeite: 123
THEMA: ich fühl mich schlecht vorsicht lang
#6609
Re: ich fühl mich schlecht vorsicht lang vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
das hört sich ja alles ziemlich schlimm an, für mich stellt sich dabei die Frage, ist es eine objektive oder eine subjektive Beschreibung der Zustände am Arbeitsplatz.

Aus Erfahrung weiß ich, dass die Einschätzung solcher Situationen überwiegend das Resultat subjektiver Wahrnehmung der Betroffenen ist, da sie nicht in der Lage sind, objektiv mit solchen Situationen umzugehen.

Es ist viel zu einfach, persönliche Probleme, egal welchen Ursprunges, auf die Situation am Arbeitsplatz abzuschieben - und andere für den eigenen Zusammenbruch verantwortlich zu machen.

Wer mit bestimmten Bedingungen am Arbeitsplatz nicht klar kommt, sollte sich vielleicht ein anderes Betätigungsfeld suchen oder schlicht zu Hause bleiben.
markusw
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#6611
Re: ich fühl mich schlecht vorsicht lang vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
@marusw

Arbeitszeiten von 12 bis 14 Stunden sind durchaus nicht subjektiv. Da kann ich unter anderem auch aus eigener Erfahrung sprechen.
Was aber ganz klar in unserer heutigen Wirtschaft abhanden gekommen ist, ist humanes Denken. Das hast Du bestens mit deiner unten stehenden Aussage bestaetigt.
Wer mit bestimmten Bedingungen am Arbeitsplatz nicht klar kommt, sollte sich vielleicht ein anderes Betätigungsfeld suchen oder schlicht zu Hause bleiben.
Allein schon diese Aussage disqualifiziert dich auf ganzer Linie ... und das mein ich ganz objektiv.

Gruss Richy
Richy
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„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut sind, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.“
Marcus Tullius Cicero, röm. Politiker 106 - 43 v. Chr.
 
#6612
Re: ich fühl mich schlecht vorsicht lang vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
etwas überzogen - auf der ganzen Linie disqualifiziert...

es geht doch nicht nur um humanes Denken am Arbeitsplatz, da mußt du schon viel früher aufstehen und in den Familien, Kindergärten und Schulen nachschauen - das ist ein soziologisches Problem...

Wie kannst du erwarten, dass gerade dieses humane Denken am Arbeitsplatz erfolgt, wo die Wirtschaft alle Regeln infolge der Globalisierung vergißt? Wenn du ein Unternehmen möchtest, dass humanes Denken auf seine Fahnen geschrieben hat, warum gründest du nicht ein solches.

Ich behaupte mal schlicht weg: Wer in einer humanen Familie lebt ist locker in der Lage inhumane Bedingungen am Arbeitsplatz schadlos zu überstehen - fehlt der Rückhalt in der Familie - dann kannst du alles vergessen.

Ob diese inhumane Gesellschaft akzeptabel ist oder nicht, sollte an anderer Stelle diskutiert werden - aber du kannst wohl kaum erwarten, dass ein Wirtschaftsunternehmen die Funktionen einer intakten Familie übernimmt.

Abgesehen davon gibt es Unternehmen, die sich nicht, wie in einer Studie festgehalten wurde, wie Psychopaten am Markt verhalten; eventuell sollten Menschen, die mit der Problematik nicht klar kommen eben doch ein anderes Unternehmen suchen, welches Rücksicht auf zartbesaitete Mitarbeiter nehmen kann.<br><br>Post ge&auml;ndert von: markusw, am: 08/04/2006 18:50
markusw
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#6614
Re: ich fühl mich schlecht vorsicht lang vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 0
Wie kannst du erwarten, dass gerade dieses humane Denken am Arbeitsplatz erfolgt, wo die Wirtschaft alle Regeln infolge der Globalisierung vergißt? Wenn du ein Unternehmen möchtest, dass humanes Denken auf seine Fahnen geschrieben hat, warum gründest du nicht ein solches.Genau das ist ja das Problem ... Alle Regeln ueber Bord geworfen (natuerlich ist daran auch nur die Globalisierung schuld, da kann man ja schon mal was vergessen ). Aber ich kann es mir doch nicht so einfach machen. Auf den zweiten Satz erwartest Du doch nicht wirklich eine Antwort?es geht doch nicht nur um humanes Denken am Arbeitsplatz, da mußt du schon viel früher aufstehen und in den Familien, Kindergärten und Schulen nachschauen - das ist ein soziologisches Problem...Nur weil mein Nachbar sein Kind schlaegt, schlage ich doch nicht meins. (Nur zum Verstaendnis ... mein Nachbar schlaegt sein Kind nicht!) Ich wuerde ganz einfach sagen das ist nur eine Sache des Charakters.Ich behaupte mal schlicht weg: Wer in einer humanen Familie lebt ist locker in der Lage inhumane Bedingungen am Arbeitsplatz schadlos zu überstehen - fehlt der Rückhalt in der Familie - dann kannst du alles vergessen.Womit wir wieder beim Charakter waeren ... Dir ist scheinbar noch nicht aufgefallen dass der menschliche Körper keine Maschine ist. Laut deiner Aussage lebt jeder der Probleme mit den Bedingungen am Arbeitsplatz hat (sei es durch ueberzogene Forderungen an die koerperliche Leistungsfaehigkeit oder was auch immer) in einer nicht intakten Familie()weil hier ja der Rueckhalt fehlt, was eine Familie ja ausmacht).du kannst wohl kaum erwarten, dass ein Wirtschaftsunternehmen die Funktionen einer intakten Familie übernimmt.Das erwartet auch niemand. Aber ein Unternehmen steht - aufgrund der Abhaengigkeit seiner Arbeitnehmer ihm gegenueber - in der Fuersorgepflicht fuer seine Beschaeftigten und hat dieser auch in angemessener Weise nachzukommen, genauso wie das Unternehmen bzw. der Unternehmer es von seinen Beschaeftigten erwartet seinen Pflichten nachzukommen. Es waere zu einfach alles im Namen des Profits zu rechtfertigen. Aber das ist zur Zeit wohl das einzige Lied, welches von Unternehmerseite gesungen wird.

Gruss Richy
Richy
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#6615
Re: ich fühl mich schlecht vorsicht lang vor 11 Jahren, 6 Monaten Karma: 3
Leider muss man in der heutigen Zeit immer wieder feststellen, das in Deutschland nur noch sehr wenige Unternehmen Beschäftige haben. Stattdessen gibt es nur noch Kostenfaktoren. Fürsorgepflicht ist deswegen schon lange ein Fremdwort.

Die meisten Unternehmensführer fühlen sich ausschließlich den Anteilseignern und dem Kapital verpflichtet. Diese Rechnung mag kurzfristig aufgehen aber wenn man langfristrig die human-resources vernachlässigt wird man dauerhaft Schiffbruch erleiden.
Jim
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#6629
Re: ich fühl mich schlecht vorsicht lang vor 11 Jahren, 6 Monaten  
Also ich hatte auch schon mal über ei halbes Jahr einen Job, bei dem ich als regelarbeitszeit von mogend um 8 Uhr bis nachts um 2 Uhr ohne Pause durchmachen mußte, max. 4 oder 5 Std. Schlaf mit Nachtbereitschaft (dies bedeutet, ich mußte zusätzlich noch raus, wenn es geklingelt hat) und sofort weiter, auch übers Wochenende und die Feiertage. Nach einem halben Jahr brach ich dann zusammen, der Notarztwagen kam und ich fand mich im Krankenhaus wieder. Meine Arbeitsstelle wurde sofort ersetzt.
Ich finde, die Arbeitgeber wissen um die 5 Millionen Arbeitslosen und scheuen sich auch nicht, die Arbeitskräfte rücksichtlos ausubeuten. Denn wenn einer nicht mehr kann, kommt sofort ein anderer, gibt ja genug Arbeitslose. Wenn der oder die kaputt ist, kommt der nächste. Nofalls werden Polen oder Letten, Ukrainer osw,. eingestellt, die freuen aich auch noch , wenn die so einen Job machen können. Ist das nicht schon Sklaverei ? Kapitalistische Ausbeutung ?

Ich weiß nur aus Erfahrung, daß ich en Arbeitsbetrieb wie einen Organismus begreife, in dem die einzelne Arbeitskraft eine Zelle ist, die gebraucht wird und die gesund sein muß. Als Arbeitgeber muß ich ein großes Interesse an der Gesundheit meiner Mitarbeiter haben, sonst kann ich als Unternehmen nicht wirklich global wettbewerbsfähig sein (ein nur wirtschaftswissenschaftlich ausgebildeter Personalchef wird dies nicht verstehen).

Nun viele ausbeuterische Arbeitgeber werden sagen: ie sind doch kein Sozialamt oder soziales Aufanglager für Schwächlinge ! ber darum geht es ja gar nicht. Ich gefährde die Existenz meines Betriebes, wenn ich die Gesundheit und psychosziale Befindlichkeit meiner Arbeitskräfte gefährde und somit kann ich Dinge wie Mobbing oder Bossing z.B. nicht dulden, weil dies die Teamarbeit wie Sand im Getriebe beeinträchtigt und Energien raubt, die ich für die Weiterentwicklung der Firma so dringend brauche.

Aber viele Arbeitgeber, vor allem wenn diese nur einseitig betriebswirtschaftlich ausgebildet sind (das reicht nicht aus), haben von körperlicher und psychosozialer Gsundheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz keine Ahnung oder vielmehr wollen keien Ahnung haben und gefährden damit das Wohlergehen des gesamten Betriebes. Das sind die Fakten.

Werner Hoffmann
Werner Hoffmann

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