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Wegen Haustiere ALG2 Kürzung? vor 5 Jahren, 2 Monaten
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Hallo,
gestern bin ich im Fernsehen auf einem Bericht gestoßen, wo man mehrere ALG 2 Empfängern die Bezüge gekürzt haben, weil diese Haustiere hatten.
Begründung:
Wer Haustiere halten kann, hat genügend Bezüge und sei deshalb nicht mehr Bedürftig. Man hat dese Personen geraten, die Tiere abzuschaffen, da ansonst die Leistungen gekürzt werden. Tiere seien nicht Lebensnotwendig, die Bezüge seien nur zu Sicherung der eigenen Bedürftigkeit, so die Argumentation der Ämter.
In wie weit kann man solche Entscheidungen treffen?
Wie weit will man den ALG 2er noch kleinhalten und alles verbieten?
Sorry für diesen vergleich:
Dann könnte man gleich moderne Arbeitslager errichten, dann hätte man alle gleich unter Kontrolle, man kann diese gleich mit 1€ Jobs "füttern", und uns behandeln wie auf einem Sklavenmarkt, Arbeitgeber kommen zu diesen Lagern und suchen sich quasi die passenden Arbeiter aus.......
Und dabei würde der Staat unmengen an Geld einsparen, da sämtliche Bezüge wegfalen würden, und sämtliche Zuschüsse usw.....
Dauert nicht mehr lange und ein Politiker wird dieses fordern! Wer weiß wie weit die schon denken.....
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Re: Wegen Haustiere ALG2 Kürzung? vor 5 Jahren, 2 Monaten
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Hallo racerwhv,
danke für den Beitrag, ich bin echt erschüttert. Rein rechtlich gesehen ist das, was diese Ämter betreiben, wahrscheinlich sogar haltbar - und das ist das eigentlich Schlimme daran!
Als ob es für AlgII-Empfänger gar keine Privatsphäre und Entscheidungsfreiheit mehr gäbe...
Meine Meinung: Wer von verdammten 345,-€ Regelsatz seinen Lebensunterhalt bestreiten kann und es dabei noch schafft, neben dem eigenen Unterhalt und den geforderten Rücklagen für Anschaffungen (!) auch noch ein Haustier mit durchzufüttern, hat eigentlich Applaus für kluge Haushaltsführung verdient.
Als nächstes werden wahrscheinlich Blutabnahmen bei Antragsabgabe durchgeführt, um Alkhol- und Nikotingehalt des Antragstellers zu überprüfen - schließlich kann man ja nicht sehr bedürftig sein, wenn man Geld für Zigaretten und Bier ausgeben kann! Oder es wird regelmäßig vom Außendienst in die Lebensmittelschränke geschaut: Wer sich mehr als Wasser und Aldi-Brot gönnt und so dreist ist, sich etwa noch eine Tafel Schokolade oder sonstigen Luxus zu leisten, wird wegen unwirtschaftlichen Verhaltens sanktioniert!
Dieser menschenverachtende Denkansatz lässt sich beliebig weiterführen und führt letztlich zu einer totalen Kontrolle über den Einzelnen. Das kann so nicht gewollt sein und so auch nicht lange gut gehen!
Wenn man bedenkt, dass arme Menschen meist aus diversen Gründen (häufig nicht nur mangels Finanzmitteln, sondern auch aus psychischen Gründen - Langzeitarbeitslosigkeit kann krank machen!) von sozialer Teilhabe ausgeschlossen sind, ist es nicht schwer zu begreifen: Für manchen armen Schlucker ist der geliebte Hund oder das Schmusekätzchen eben das Einzige, was er hat und das ihn liebhat.
Solche Menschen auch noch sanktionieren??? Wer sich solche Regeln ausdenkt (in welcher Stadt war das denn???), sollte nachts nicht ruhig schlafen können....
LG
Bergmännchen
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Re: Wegen Haustiere ALG2 Kürzung? vor 5 Jahren, 2 Monaten
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Ich finde diese Entwicklung beängstigend.
Einerseits forden alle Ämter, das man jede Möglichkeit nutzen muss, um die Arbeitslosigkeit zu beenden, auch ist man gefordert, sämtliche Mittel zu nutzen, also Zeitung, Internet usw.
Auch ist man gefordert, sich soweit mobil zu machen, um einen Großraum der Möglichkeiten zu nutzen, um auch Arbeitsplätze in weit entfernter Umgebung zu erreichen.
Andererseits sind neuerdings Tiere Grund genug, um die Leistungen zu streichen? Das ist meiner Meinung nach sogar Verfassungswidrig, weil es keinem verboten werden darf, in einer Situation der Arbeitslosigkeit Tiere zu verbieten........
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Re: Wegen Haustiere ALG2 Kürzung? vor 5 Jahren, 2 Monaten
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Guten morgen,
es wird immer schlimmer.
Was darf man eigentlich überhaupt noch?
Ich habe selber seit 9 Jahren einen Hund und würde meinen Hund niemals her geben.
Ich kann doch nicht ein Haustier das ich Jahre lange habe das ich mir geholt habe als ich noch Arbeit hatte jetzt her geben.
Wenn ich meinen Hund nicht hätte würde ich warscheinlich in meiner Wohnung einstauben.
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