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Hohe Stimmlage Einstellungshandicap ?
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THEMA: Hohe Stimmlage Einstellungshandicap ?
#10327
Hohe Stimmlage Einstellungshandicap ? vor 11 Jahren, 4 Monaten  
Hallo Leute,

bei zig Bewerbungen fanden bis jetzt lediglich 5 persönliche Bewerbungsgespräche statt. Jedoch erfolglos trotz bester Qualifikation und Referenzen.

Durch Zufall erfuhr ich kürzlich, dass offenbar umfassend die Wirkung der Stimme auf den Zuhörer wissenschaftlich erforscht wird.
Ich habe eine ziemlich hohe Stimme. Das ist genetisch bedingt, unsere Mutter hatte eine hohe Stimmlage, meine Geschwister haben sie ebenso. Das war für mich nie ein Thema, ich habe deshalb weder Komplexe noch sonst was, und dass ich ab und zu, wenn ich mich am Telefon melde, dann mit „Frau....“ angesprochen werde, ist für mich auch kein Problem, und kann das dem Telefongegenüber auch nicht zum Vorwurf machen..

Nur haben in den letzten Jahren gewisse (zum Großteil sowieso unseriöse) Branchen der Industrie-, und Unternehmensberatung, wohl auf der Suche nach neuen einträglichen Betätigungsfeldern, wie auch der Berufstand der Psychologen (und artverwandter), auf der Suche und Erfindung neuer einträglicher „Krankheiten“, die menschliche Stimme entdeckt, die angeblich, wenn „ungünstig“ ausgeprägt, ein Hindernis bei Bewerbung bzw. Einstellung sein soll, wie auch im Berufsleben selbst als Karrierebremse wirken kann
Männern mit hoher Stimme wird von diesen „Experten“ schon mal pauschal eine ungünstige Wirkung auf den Zuhörer attestiert. Eine hohe Stimme wirke, unglaubwürdig, inkompetent, nervös, aufgeregt, ja würde sogar den Zuhörer nerven und was weiss ich noch was (mal googeln, ist schon verblüffend was es da alles gibt).
Wahrscheinlich haben bereits viele Personalchefs auch schon davon gehört, bzw. wurden zur genüge von den „Beratern“ von diesen abstrusen Theorien „überzeugt“, und treffen dann entsprechend die Auswahl der Bewerber (die wirkliche Qualifikation dabei aus den Augen verlierend).

Die Berater- und Psychobranche hat natürlich eine Lösung des „Problems“ parat, nämlich (einträgliche) Kurse, die Stimme tiefer zu trainieren. Welcher sinn- weil aussichtsloser Schwachsinn, angesichts der Tatsache, dass sich eine hohe Stimme durch anatomische Begebenheiten bedingt (z.B. kürzere Stimmbänder, kleinerer Kehlkopf und Resonanzraum) so gut wie nicht verändern lässt. Natürlich könnte ich, wie beim Singen, auch tiefer sprechen, das wäre aber mit permanenter und für mich unnatürlicher Anstrengung verbunden, und dennoch würde der hohe Grundton immer hörbar bleiben. Jedenfalls würde das beim Zuhörer gekünzelt und gestelzt wirken (auch nicht gerade vertrauenerweckend).
Ich sehe da eh grundsätzlich nicht ein , warum ich mich so wie ich bin, verleugnen sollte, nur weil irgendwelche „Experten“ ihren Geistmüll absondern, und offenbar schon viele „Jünger“ um sich scharen.

Also bin ich, und meine „Leidensgenossen“ (aus der Sicht der Experten) eigentlich behindert.
Das heißt, wir könnten eine Anerkennung dieser Behinderung beantragen, und als Gutachter jene Leute (Berater und Psychologen) die diese Theorien und Lehren verbreiten, heranziehen.
Denn diese müssten ja dann die Behinderung anerkennen, wenn sie ihrer eignen Überzeugung treu bleiben, und nicht als Gaukler entlarvt werden wollen

Ich sehe da aber schwarz, ich bin mit ziemlich sicher, dass diese „Experten“ dann mit allerlei Ausreden ihre Theorien relativieren oder gar zurücknehmen werden (auch Druck von oben bekommend, damit nicht noch mehr Teilbehinderte und damit Dauerarbeitslose die Sozialkassen belasten) und wohl niemandem mit hoher Stimme eine Behinderung, die bei der Arbeitssuche ein Handikap darstellte, attestieren würden,.

Das würde aber dann endlich das ganze entlarven als das was es ist, Scharlatanerie, von der sich aber leider viel zu viele Leute beeinflussen lassen.
Personalchefs, die dadurch so manche Könner und Fachkapazitäten falsch einschätzen, und dadurch ihrer Firma dann vorenthalten, und Arbeitsagentur- oder Arge-Sachbearbeiter, die so manche sachlich ungerechtfertigte Sanktionen gegenüber Arbeitslosen verhängen.


Viele Grüße, Alter
Alter

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